Monte Grappa Inka-Trail | Ride Magazin

Monte Grappa Inka-Trail

Monta Grappa Inka-Trail

Anno 1918 war der Monte Grappa der Berg der zwanzigtausend Toten. Hundert Jahre haben Gras über die Blutlachen, nicht aber über die Erinnerungen wachsen lassen. Heute ist der Grappa Blumenberg. Aussichtsberg. Gleitschirmberg. Drachenfliegerberg. Motorradberg. Und Bikeberg. Die Gipfelbefahrung bedeutet: über 1500 Höhenmeter am Stück! Und nach einem schier unendlichen Grattrail wartet der geheime Inkatrail…


Beschreibung

Grappa! Der italienischste aller Schnäpse galt seit dem 15. Jahrhundert als Armeleutegetränk. Im Gebirgskrieg wurde der Grappa Nationalgetränk der Italiener. Basta! Der 40- bis 60-prozentige Obstbrand sollte gar helfen, den Stellungskrieg gegen Österreich-Ungarn zugunsten der Italiener zu entscheiden. Jeder italienische Alpini, der während des «Grande Guerra» 1915 bis 1918 an der Hochgebirgsfront zwischen Stilfser Joch, Gardasee und Sextner Dolomiten kämpfte, bekam seine tägliche Ration Grappa. Der Horror sollte schöngesoffen werden. Am Ende starben Millionen Menschen. Alleine die beiden Beinhäuser am Gipfel des Monte Grappa – das Ossario Italiano und das Ossario Austriaco – bewahren die sterblichen Überreste von 12'615 italienischen und 10'295 österreichisch-ungarischen Soldaten auf. Ein von den Drei Zinnen bis nach Venedig sichtbares Mahnmal für den Weltfrieden. Genau dorthin führt diese Tour.
Nördlich von Crespano del Grappa (160 m) schraubt sich eine schmale Militärstraße mit 30 Spitzkehren kunstvoll durch den Föhrenwald zum Rifugio Ardosetta (1513 m). Erst 300 Meter unterhalb des Ziels taucht der Grappa-Gipfel erstmalig auf. Ein Maultierweg und zum Schluss noch ein Stück Asphalt – und nach ewig langem Uphill erreicht man das Rifugio Bassano (1748 m). Der Abstecher zu Fuss zum Ossario Italiano (1754 m) und Austriaco (1775 m) gehört zum Pflichtprogramm. Fahrradschloss mitnehmen! Später leiten Kilometer lange Trails einfach über den Panorama-Kammrücken des Grappa gen Westen. Nach vielen Trails – die Highlights sind Monte Asalone (1520 m), Col della Berretta (1448 m) und Col Caprile – kommt man schliesslich zum Rifugio Alpe Madre (1272 m), der letzten Verpflegungsstation vor dem Abfahrtsabenteuer namens «Sentiero 936». An einer Hangkante beginnt die Orgie aus eng untereinander liegenden Serpentinen – ein Meisterwerk militärischer Straßenbaukunst, fast wie ein Inkatrail inmitten eines schmalen Urwald-Canyons – unbekannt und einmalig!

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Distanz

53 km

Höhenmeter

1890 m

Tiefenmeter

1890 m

Tiefster Punkt

122 M.ü.M.

Höchster Punkt

1738 M.ü.M.

Startort

Borso del Grappa

Zielort

Borso del Grappa

Kondition

 

Fahrtechnik

 

Panorama

 

Gesamteindruck

 

Webcode

1931

E-MTB

gut tauglich für E-Mountainbikes

Autor

Andi Kern

Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
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Kommentare

Zum Glügg gitts E-Bike! Der Aufstieg zum Mt.Grappa will nicht enden!
Die Gedenkstätte am Monte Grappa darf nur zu Fuss besucht weden, das haben wir respektiert.
Die Abfahrt über den Panorana Rücken ist spassig aber immer wieder mit Rampen gespickt! Im Frühling ein Meer aus weissen und lila Krokussen.
Der Sentiero 936 ist wahrlich ein Juvel, wers mit Spitzkehren drauf hat liebt es und wer nicht, hat die Gelegenheit zum üben!!
Alle wege sind in top Zustand , im Frühling zum Teil etwas mehr Laub.
Auf der Abfahrt sind an Ostern noch alle Verpflegungsorte geschlossen, auch gibt es keine Möglichkeit Wasser zu bunkern!