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Dopingfall Flückiger: Es wird zu früh geurteilt!

Dopingprobe

Während Jahren hatte man sich in der Mountainbike-Szene vor einem grösseren Dopingfall gefürchtet. Mit dem vorerst positiven Dopingbefund von Mathias Flückiger könnte die Geschichte nun Realität werden. Weshalb man Flückiger jetzt nicht verurteilen darf, der Schaden aber schon angerichtet ist, erklärt Balz Weber in seinem Blog-Beitrag.

Als ehemaliger Rennfahrerkollege von Mathias sind für mich solche Neuigkeiten nicht einfach zu schlucken. Dopingfälle sind für unsere, wie auch für jede andere Sportarten äusserst unschön und ich verurteile den Einsatz von verbotenen Substanzen. Doch ich verurteile auch die vorschnelle Abstrafung, denn vorerst gibt es nur den Befund aus der A-Probe. Die Sperre von Mathias Flückiger ist deshalb nur provisorisch.

Entscheidend ist die B-Probe

Fällt die B-Probe negativ aus, würde ihn das von den Dopinganschuldigungen freisprechen, der Schaden ist indes trotzdem angerichtet. Es ist zwar hierzulande die übliche Vorgehensweise, bereits den Befund der A-Probe zu veröffentlichen, wie das Swiss Cycling in diesem Fall tat. Für mich grenzt das allerdings an eine Vorverurteilung, auch wenn dies nicht so ist. In Deutschland wird das zum Beispiel nicht gemacht, auch zum Schutz betroffener Athleten. Ob die B-Probe geöffnet wird, das liegt in Mathias Flückigers Entscheidung. Entscheidet er sich gegen eine weitere Analyse, würde er damit ein Vergehen eingestehen und die daraus resultierende Strafe akzeptieren. Doch mindestens diesen Entscheid hätte Swiss Cycling abwarten müssen. Denn allen Anzeichen nach wird er dies nicht tun und die zweite Probe prüfen lassen.

Rufmord wegen vorschneller Kommunikation

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass nach positiven A-Proben oft auch die B-Proben positiv ausfallen. Das wäre aber früh genug, um solche Befunde zu veröffentlichen. Bis dahin sollte für einen Sportler aber die Unschuldsvermutung gelten ohne vorschnelle Publikation. Denn nach Verkündung einer positiven A-Probe ist leider die Meinung in der Öffentlichkeit schon gemacht und der Sportler abgestempelt. Das Ganze wird heutzutage in der Regel noch beschleunigt durch die wenig reflektierten Grossmäuler in den Sozialen Medien. Sollte Flückigers B-Probe negativ ausfallen – was ich mir für ihn, alle Involvierten und den Sport wünsche – dann bekommt er dieses anrüchige Image trotzdem nie mehr ganz weg. Der einzige Grund für diesen faktischen Rufmord liegt in einer unnötig frühen Kommunikation.

 

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