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Wann kommt die erste Bike-Halle mit Gefälle?

Mit dem «Wheel Park Sarnen» öffnet bald ein neuer Indoor-Bikepark. Es ist nach Winterthur und Uetikon am See die dritte Indoor-Anlage in der Schweiz. In seinem neusten Blog sinniert Balz Weber über die generelle Konzeption solcher Infrastrukturen und meint, Bike-Hallen müssten konsequenterweise wie Skihallen gebaut werden – mit Gefälle!

Indoor-Bikeparks haben wohl weltweit etwas gemeinsam: Ausser der Anfahrt auf die Sprünge, verfügen diese Hallen über keine Höhenunterschiede und sind meist nur aufs Pumpen und Springen ausgelegt. Nichts gegen Pumpen und Springen, das macht ordentlich Spass und zieht viele junge Sportler an.

Mountainbike-Hallen werden als ergänzende Angebote zum Outdoor-Mountainbiking gesehen, wie auch das jüngste Beispiel in Sarnen. Es muss also nicht zwingend Mountainbiken im klassischen Sinne geboten werden. Und trotzdem frage ich mich, ob diese Einrichtungen nicht doch etwas am Ziel vorbeischiessen, nicht zuletzt, weil der grösste Teil der Mountainbiker nichts mit Springen am Hut hat.

Es muss bergab gehen

Natürlich muss man Indoor-Mountainbiken nicht mit der geliebten Sportart draussen vergleichen. Und dennoch frage ich mich, warum wurde noch nie eine Bike-Halle mit Gefälle gebaut? Skihallen machen es schon lange vor, denn auf Ski und Snowboards kann in der Ebene niemand was anfangen. Damit diese Sportarten Spass machen, muss es bergab gehen. Und Mountainbiker wollen doch vor allem Singletrails fahren, und das nach Möglichkeit bergab. Das schliesst auch Sprünge nicht aus, so wie manche Indoor-Skipisten kleine Slopestyle-Elemente bieten.

Wenn für’s Indoor-Skifahren Hallen an einem Hang gebaut werden können, warum soll da nicht auch eine Bike-Halle mit Neigung möglich sein? Die Nutzung wäre deutlich vielseitiger, würde Clubs, Renn-Teams oder privaten Nutzern bessere Wintertrainingsmöglichkeiten bieten, mit kurzen Rundstrecken, für das spezifische Techniktraining berghoch und bergab, oder einfach, um Spass zu haben. Ganz so pompös wie Dubai müsste eine solche Halle auch nicht sein. Ein Schlepplift würde schon reichen, oder man setzt nur auf Wadenkraft, um an den Trail-Einstieg zu gelangen.

Wohlverstanden, eine Anlage wie der Wheelpark Sarnen, eine überdachte, beheizte und beleuchtete Mountainbike-Infrastuktur ist eine feine Sache. Dort wurde mit viel Liebe das Optimum aus den Möglichkeiten der Halle geschöpft, welche bald vielen Mountainbikern Freude machen wird. Es ist mir sehr wohl bewusst, dass bei allen bisherigen Indoor Bike-Anlagen, bestehende Hallen umgenutzt wurden, was ganz klar kostengünstiger ist als ein Neubau.

Wenn man aber andere Zielgruppen gewinnen will, die sich vielmehr am «normalen» Mountainbiken orientieren, bedarf es aber eines anderen Konzepts. Wheelpark-Initiant Robin Gilli sagte: «Schaut man auf andere Trendsportarten wie Skaten, BMX oder Klettern, haben sich diese auch immer zuerst draussen etabliert und erst dann drinnen durchgesetzt. Dies ist beim Mountainbiking nicht anders.» Dieser Aussage stimme ich nur begrenzt zu. Wenn Indoor Mountainbiking eine Chance haben will, sich durchzusetzen und nicht eine Nische zu bleiben, dann nur, wenn Indoor Bikeparks richtige Abfahrten bieten – eben wie Skihallen.

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ride.ch/blog/weber

 

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