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Hat gerade noch gefehlt: Jetzt kommt die Besserwisser-Pandemie

Biketafel «Stay@Home»

Viren haben Hochkonjunktur. Eines Namens Corona zwingt grad die ganze Welt in die Knie. Ein anderes fliesst nicht im Blut, sondern im Geist. Es ist das Besserwisser-Virus, und viele Mountainbiker sind infiziert. Thomas Giger erklärt in seinem Blog-Beitrag, warum für uns Mountainbiker die gegenwärtigen #stayathome-Aufrufe eigentlich ein Schuss ins eigene Knie sind.

Das Krankheitsbild des Besserwisser-Virus ist bekannt: Man sagt andauernd den anderen, was sie zu tun und was zu lassen haben. Wir Mountainbiker kennen das bestens, wenn uns in den Bergen gesagt wird, wo wir durchzufahren haben und vor allem wo wir dies zu unterlassen haben. Auf den Trails gibt es jede Menge Leute, die keine Ahnung aber eine Meinung haben. Keine Ahnung vom Mountainbiken, und doch wissen sie alles besser. Das ist das Krankheitsbild des Besserwisser-Virus, zur Hochrisikogruppe zählen Wanderer, Förster, Bauern, Jäger und Touristiker. In der Literatur beschrieben wird das Virus im Blog-Beitrag auf Ride.ch im Juli 2019.

Nun hat es auch die Mountainbiker erwischt. Ausgelöst durch die Corona-Pandemie treten auch bei Mountainbikern die Symptome des Besserwisser-Virus auf. Die inflationär verwendete Verwendung des Hashtags #stayathome ist dabei noch die harmloseste Form. Man dürfe jetzt nicht mehr Rad fahren gehen, wird lautstark und mitunter aggressiv gefordert. Wer es trotzdem tut, leiste der Corona-Pandemie faktisch Vorschub und bringe das Gesundheitswesen in Gefahr. Die Moralkeule ist ein typisches Krankheitsbild beim Besserwisser-Virus.

In der Corona-Sache gilt für (fast) jeden von uns: Wir haben keine Ahnung. Uns fehlt das medizinische Wissen, wir verfügen nur über Sekundärinformationen, ein gesamtheitliches Verständnis für das Gesundheitssystem ist auch nicht vorhanden. Keine Ahnung also, aber trotzdem eine Meinung. Und diese Meinung gilt es, den anderen aufzudrücken. Wie die Wanderer, Förster, Bauern, Jäger und Touristiker beim Mountainbiken.

Eine kommunikative Quarantäne wäre für die Besserwisser-infizierten Mountainbikern angesagt. Es soll jeder für sich selber entscheiden, wie er mit der aktuellen Situation umgeht. Das Kredo: eine Übertragung des Corona-Virus und Verletzungen mit medizinischer Behandlung vermeiden. Wer deshalb auf sportliche Aktivitäten verzichtet, soll dies so tun. Wer es verantworten kann, sich in den Sattel oder in die Skitourenstiefel zu schwingen, dem sei dies gegönnt. Denn es ist genau diese Eigenverantwortung, die wir Mountainbiker dann in den Postcorona-Zeiten wieder auf dem Trail einfordern. Die einzig verfügbare Medizin gegen das Besserwisser-Virus ist die Eigenverantwortung. Lasst euch die nicht wegnehmen!
 

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ride.ch/blog/giger

 

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