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Sorgt das Corona-Virus für Lieferschwierigkeiten bei den Bike-Herstellern?

Corona Bill China

Es gibt für Fahrradhändler wie für Endkunden nichts Mühsameres: Man ist sich einig, welches Bike es sein soll - aber es ist nicht lieferbar. Solche Lieferschwierigkeiten könnten wegen der Corona-Ausbreitung entstehen, eventuell bereits im Frühjahr, da Fabriken in Fernost still stehen. Zwei Schweizer Fahrradhersteller nehmen Stellung.

Wer noch Lieferungen vor dem 25. Janur 2020 ab China erwarten kann, darf sich als Fahrradlieferant glücklich schätzen - und mit den Waren das Lager füllen oder damit ganze Fahrräder aufbauen. Denn mit vollen Lagern ist wohl in der Fahrradbranche bald Schluss, wenn hoffentlich auch nur vorübergehend. Aufgrund der Corona-Epidemie und den Quarantäne-Massnahmen blieben in China nach dem 25. Januar, dem chinesischen Neujahr, massenhaft Betriebe für mehrere Wochen geschlossen, also für empfindlich länger als die rund zwei Wochen Urlaub für die Neujahrsfeierlichkeiten. Und Anfang März 2020 gibt es erst zaghafte Anzeichen, dass die Produktion in den chinesischen Betrieben wieder hochfährt. So meldet beispielsweise der chinesische Elektroantriebs-Spezialist Bafang, dass am Sitz in Suzhou, westlich von Shanghai gelegen, von den Behörden das Notfallniveau offiziell herabgestuft wurde und die Unternehmen aufgefordert werden, die normale Produktion wieder aufzunehmen.

Heute nicht betroffen

«Zum heutigen Zeitpunkt sind wir noch nicht von Lieferausfällen betroffen. Wir sind für die kommenden Wochen noch gut bevorratet und können unsere Produktion weiterhin auslasten. Dank unserer sehr guten Lagersituation an fertig montierten Flyer, können wir aktuell viele Modelle kurzfristig ab Lager liefern», sagt Anja Knaus, verantwortlich für die PR und Media Relations beim Schweizer Elektrovelopionier. Und sie relativiert sogleich: «Aktuell erreichen uns täglich Meldungen unserer Lieferanten, dass die Arbeit noch nicht wieder aufgenommen wurde. Sollte sich die Situation nicht verbessern, müssen wir davon ausgehen, dass es auch bei uns ab Mitte März zu Verzögerungen in der Produktion kommen wird».

Langfristige Konsequenzen

Ganz ähnlich zeigt sich das Szenario beim Schweizer Fahrradhersteller TDS Rad AG, deren Geschäftsführer Reto Meyer sagt: «Wir haben ein gute Bevorratung und noch Wareneingänge von vor Chinese New Year. Kurzfristig betrifft uns Corona nicht». Gemäss Meyer gelingt es beim Ostschweizer à la carte-Spezialisten auch mittelfristig, Engpässe bei Einzelteilen durch Alternativen zu kompensieren. Doch Meyer blickt etwas besorgt in den weiteren Verlauf der Verkaufssaison: «Langfristig, wenn die Kapazitäten und die Logistik nicht im Verlauf des Aprils wieder normalisiert sind, wird es spürbare Konsequenzen geben in der Lieferkette und in der Verfügbarkeit.»

Der Kunde, der sich ein Fahrrad kaufen will, ist demnach aktuell bestens beraten, sich antizyklisch zu verhalten. Oder mit anderen Worten: Das Fahrrad jetzt kaufen und nicht warten, bis die warmen Frühlingstemperaturen nach draussen locken. Denn eines ist sicher: Der Frühling kommt bestimmt. Wie lange das Corona-Virus die globalisierten Warenströme negativ beeinflusst ist unklar.

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