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Holztreppen auf alpinen Trails sind ein Graus!

Blog Holztreppen

Alpine Trails sind hin und wieder steil und mit Stufen durchsetzt, die manchmal in Treppen übergehen. Nach Möglichkeit sollten diese aber naturnah mit Steinen angelegt sein. Doch an manchen Orten waren die Wegmacher leider auf dem Holzweg. In seinem neusten Blog erklärt Balz Weber, weshalb Holztreppen auf Pfaden über der Waldgrenze nichts verloren haben.

Steile alpine Wege sind unterhaltsintensiv. Gut verständlich, dass da versucht wird, besonders steile Passagen möglichst nachhaltig zu sanieren. Doch leider werden bei solchen Unterhaltsarbeiten immer noch zu oft falsche Materialien verbuddelt, sprich Holztreppen gebaut, wo sie nicht hingehören.

Stören Fahrspass und Landschaftsbild

Schon viele befahren oder gelaufen, erinnere ich mich aber vor allem an die Fahrt vom Stelvio-Pass über den Goldsee-Trail in Richtung Furkelhütte. Ein grossartiger Trail, auf dem im letzten steileren Abschnitt sich eine stolze Anzahl Holztritte gegen den Fahrspass stellen. Locals erklärten mir, dass dort zuvor Stufen aus Steinplatten lagen, die gut befahrbar waren. Gut befahrbar ist jetzt anders: Die Tritte sind teilweise hoch, arrhythmisch und gefährlich.

Die Gefährlichkeit solcher Treppen sehe ich aber nicht als Hauptargument. Schliesslich ist es keine Schande, mal vom Bike zu steigen, wenn es fahrend nicht geht. Aus ästhetischer Sicht aber passen Holztreppen im alpinen Gelände schlicht und ergreifend nicht zum Landschaftsbild. Dasselbe Bild erwartet einen im Val da Fain, von La Stretta in Richtung Livigno – überall wo es steil ist, holpert und stolpert man über hässliche Holzstufen.

Verschwendung von Ressourcen

Selbst aus der Warte der Bike-kritischen Wanderer betrachtet, machen Holztreppen keinen Sinn. Sie bieten nicht mal fürs Fussvolk einen Mehrwert – im Gegenteil. Wanderer erfreuen sich ebenso mehr an natürlich gehaltenen Wegen als an vermeintlich schnellen Unterhaltslösungen aus einem ortsfremden Material. Und kaum jemand geht in die Berge, um Treppen zu steigen.

Apropos Material: Im alpinen Gelände liegt das Baumaterial, Steine in allen Grössen und Formen, meist schon vor Ort. Treppen aber auch einzelne Stufen aus Steinplatten fügen sich besser in die Landschaft ein als deren Pendants aus Holz und sind witterungsbeständiger. Stattdessen verschwendet man Ressourcen und betreibt grosse Transportaufwände, um solche Holztreppen in die Bergwelt zu pflanzen. Das ist in meinen Augen alles andere als nachhaltig.

Egal in welchem Alpenland, so hoffe ich schwer, dass man sich bei den Werkbetrieben künftig genauer überlegt, auf welches Material man beim Wegunterhalt zurückgreift. Nicht für uns Mountainbiker, sondern für alle Wegnutzer.
 

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