Hier kommt Lumen, Scotts superleichtes E-Trail-Bike | Ride Magazin

Hier kommt Lumen, Scotts superleichtes E-Trail-Bike

Lumen heisst der spektakuläre Neuzugang in Scotts E-Bike-Portfolio. Dank konsequenter Systemintegration ist es kaum von einem nichtmotorisierten Bike zu unterscheiden. Das Lumen kommt mit 130 Millimeter Federweg, dem aktuell angesagtesten Leichtantrieb mit 50 Newtonmeter Drehmoment und 360 Wattstunden-Akku. Mit nur 15.5 Kilogramm gehört es zu den leichtesten E-Mountainbikes am Markt.

Fotograf

Michal Cerveny

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Seit Scott auf dem E-Mountainbike-Markt mitmischt, stand das Spark stets Model für die Pedelec-Variante. Da macht auch das neue Spark keine Ausnahme, nur dass sein elektronisch befeuerter Bruder nicht mehr E-Spark, sondern Lumen heisst. Mit konsequenten Systemintergration als Schlüssel zu einem schlanken E-Mountainbike, ist das Lumen eRIDE kaum noch als E-Bike zu erkennen. Das wenige, was vom TQ-Motor noch zu sehen ist, versteckt sich hinter Kurbel und Kettenblatt, ansonsten sind es nur das säuberlich integrierte Display sowie die Fernbedienung, welche die zusätzliche Power verraten. Wo das erste E-Spark noch 57 Prozent mehr Volumen hatte als das Spark, zählt das Lumen im Vergleich zum aktuellen Spark nur noch 17 Prozent mehr Volumen. Mit einem Gewicht von nur 15.5 Kilogramm eröffnet E-Trail-Bike ein neues Segment ins Scotts E-Bike-Portfolio.

Das Weltmeister-Bike als Vorlage

Mit 130 Millimeter Federweg machte es für die Ingenieure von Scott durchaus Sinn, deren bewährte Spark-900-Plattform zu verwenden. Schliesslich hat sich das Spark bereits im Rennsport bewiesen. Nino Schurter ist damit bereis zwei Mal Weltmeister geworden.

Das Rahmen-Design bringt durch den integrierten Dämpfer bereits einige Vorzüge mit sich, zum Beispiel Platz für Trinkflaschen oder Range Extender. Natürlich konnte das Spark nicht eins zu eins übernommen werden. Die Anforderungen an ein elektrisches System erforderten einige Anpassungen, angefangen bei der Dicke des Carbon-Layups, der Kinematik, der Dämpferpositionierung und der Geometrie. Nicht zuletzt wurde das Design des Lumen auf den Motor und den Akku optimiert.

Die Integration des Federbeins hat den weiteren Vorteil, dass der Schwerpunkt möglichst tief ist. Das bringt ein besseres Handling und ein stabileres Fahrverhalten. Für Letzteres sorgt auch die Geometrie. Der Lenkwinkel ist beim Lumen auf 65.5 Grad angesetzt, kann aber den persönlichen Vorlieben angepasst werden. Ohne die durch den Steuersatz verlaufenden Kabel zu entfernen, können die Lagerschalen um 180 Grad in beide Richtungen gedreht werden, was den Lenkwinkel 0.6 Grad flacher oder steiler macht. Der Sitzwinkel liegt je nach Rahmengrösse (S bis XL) zwischen 76.8 und 77.5 Grad, der Reach misst 446 Millimeter bei Grösse M, die Kettenstreben 450 Millimeter, in etwa das, was man unter einer modernen Geometrie versteht.

Kraftvoll, leicht und leise

Um den passenden Partner für den Antrieb investierte man bei Scott ein Jahr. Dabei entpuppte sich die deutsche Firma TQ als perfekt, die auf elektrische Komponenten für eine Reihe von Industriezweigen spezialisiert ist, darunter auch in der Luft- und Raumfahrt, in der Robotik oder Medizinaltechnik. Der HPR50-E-Bike-Antrieb wiegt nur 1.8 Kilogramm, liefert aber 250 Watt mit einem Output von 50 Newtonmeter Drehmoment.

«Hier war Ziel, dass der Motor ein natürliches Fahrgefühl vermitteln soll. Dabei soll auch vergessen gehen, dass man auf einem E-Bike sitzt», heisst es seitens TQ. So arbeitet auf seinen acht Zentimetern Durchmesser ein innovatives Getriebesystem. Dieses ermöglicht die geringe Grösse, erhöht gleichzeitig die Genauigkeit des Systems und reduziert die Geräusche. Im Weiteren soll er fein und geschmeidig ansprechen und dadurch mit einem natürlichen Fahrgefühl überzeugen. Ein weiteres Plus, ist der Motor aus, lasse sich das Lumen fast wie ein normales Bike fahren.

Gespiesen wird der kleine Kraftprotz vom integrierten 360 Wattstunden-Akku. Wie erwähnt, hat der Rahmen Platz für zwei Trinkflaschen, wobei die vordere Halterung auch für den Range Extender benutzt werden kann. Dieser liefert weitere 160 Wattstunden, verpackt in der kleinsten, erhältlichen Grösse.

Die Steuerung des Systems erfolgt über eine minimalistische Fernbedienung, die mit dem integrierten Display im Oberrohr verbunden ist. Die Unterstützungsmodi lassen sich einfach durchschalten und dank der ergonomischen Platzierung am Lenker während der Fahrt oder im Walk-Modus leicht wechseln. Das LED-Display zeigt alle wichtigen Informationen, wie den Batteriestand, die verbleibende Reichweite und sogar die Wattzahl an. Auch die Konnektivität mit anderen Systemen gegeben. Mit Bluetooth verbunden, können die Daten auch live auf der Uhr angezeigt, oder über die TQ-E-Bike-App mit dem Handy kann der Motor nach persönlichen Vorzügen angepasst werden. Mit dem eingebauten ANT+ kann man das System einfach mit Fahrradcomputern von Garmin, Hammerhead oder Wahoo verbinden.

scott-sports.com/lumen


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