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Wolfenschiessen schiesst Bike-Region mit Engelberg ab

Engelberg Mountainbike

Engelberg und die Nachbargemeinde Wolfenschiessen wollten das Engelbergertal gemeinsam zur Bike-Destination aufwerten. In der Abstimmung am vergangenen Sonntag sagten aber nur die Stimmberechtigten Engelbergs ja, weshalb nur die Strecken auf deren Boden realisiert werden. In Wolfenschiessen half es auch nicht, dass Vize-Gemeindepräsident Thomy Vetterli hauptberuflich Leiter des Mountainbike-Projekts Zentralschweiz und ein der treibenden Kräfte hinter dem Projekt ist.

Wenn die Abstimmung vom vergangenen Sonntag eines gezeigt hat, dann dass in Wolfenschiessen die Demokratie funktioniert. Der stellvertretende Gemeindepräsident Thomy Vetterli ist hauptberuflich oberster Mountainbike-Entwickler der Zentralschweiz. Seit Jahren arbeitet er daran, seine Heimat zur Bike-Destination zu machen. Seine Amtskollegen hatte er überzeugt, doch der Souverän liess sich davon nicht beeindrucken und sagte mit 54.7 Prozent der Stimmen Nein zu 490'000 Franken für Trail- und Wanderwegbau, Enflechtung, Lenkung und Aufwertung des Gemeindegebiets als Bike-Destination. «Meine Doppelrolle war natürlich ein gefundenes Fressen für die Gegner des Projekts», räumt Vetterli ein, «aber wir haben das von Anfang an offengelegt. Wäre das Know-how für so ein Projekt nicht im Gemeinderat vorhanden gewesen, hätte man es extern einkaufen müssen, wie wir das 2015 bei Allegra Tourismus gemacht haben.»

Kein Geld für touristische Aufwertung

Dass die Wolfenschiesserinnnen und Wolfenschiesser den Gemeindekredit ablehnten, überraschte Vetterli nicht. SVP, CVP (Mitte) und Grüne hatten die Nein-Parole ausgegeben, die SVP alleine hat fast 50 Prozent Wähleranteil in der Gemeinde.  Hauptargument der Gegner war, dass die hohe Verschuldung Wolfenschiessens diese Investition nicht zulasse. «Mit der Verschuldung kann man jede Investition unterbinden», urteilt Vetterli, «Die Frage ist, was die Alternative ist. Tun wir nichts, bleiben wir auf unseren Schulden sitzen.» Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Gemeinde. «Wolfenschiessen ist die einzige Gemeinde der Schweiz, die immer noch glaubt, dass das Mountainbike dem Tourismus nichts bringt», hält er fest und es ist ihm anzuhören, dass er dies für eine Fehleinschätzung hält. Allegra Tourismus und die Hochschule Luzern errechneten für die Bike-Destination Engelberg-Wolfenschiessen eine jährliche Wertschöpfung von 17 Millionen Franken.

Frustriert wirkt Vetterli am Telefon trotzdem nicht, schliesslich wurde das Projekt in Engelberg angenommen, und in seiner Funktion als oberster Mountainbike-Förderer der Zentralschweiz kann er dort die Realisierung in Angriff nehmen. «In Engelberg sind eher die Bikepark-artigen Strecken geplant. Weil Wolfenschiessen nun nicht dabei ist, fehlen uns aber die Möglichkeiten, attraktive Routen ins Tal hinunter in Richtung Stans und Luzern auszubauen.» Was natürlich nicht heisst, dass nicht weiterhin von Engelberg Richtung Vierwaldstättersee gebikt wird. «Aber halt nicht auf von der Gemeinde definierten Routen, sondern wie bisher auf den bestehenden Wegen und aufgrund von Informationen aus der Bike-Szene.»
 

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