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Spassige Konfliktlösung am Flumserberg

Fast unbemerkt und nach Jahren der Lösungssuche ist am Flumserberg diesen Sommer eine Abfahrt nach Unterterzen in Betrieb genommen worden. Sie gilt nicht als Trail, sondern als reiner Zubringer, bietet aber einigen Fahrspass und übertrifft die blauen und roten Trails am BikerBerg an Schwierigkeit deutlich.

Es schmerzt jeden Mountainbiker 1000 Höhenmeter abwärts in einer Seilbahn hinunter zu fahren. Am Flumserberg musste man das bis vor kurzem tun, um zur Talstation in Unterterzen zurückzukehren. Natürlich wurde der Wanderweg hinunter ans Walenseeufer trotzdem gefahren, erwünscht war dies nicht. Gleichzeitig bemühten sich die Bergbahnen, das BikerNetzwerk und René Wildhaber um eine Lösung. Die Mountainbiker sollen offiziell und ohne weitere Wegnutzer, Vieh und Grundbesitzer allzu sehr zu stören, vom Tannenboden nach Unterterzen abfahren können, das war das Ziel. Im Frühling 2020 war es dann so weit. Genug Landeigentümer hatten ihr Einverständnis gegeben, dass eine durchgehende Strecke möglich wurde.

Ohne viel Aufhebens wurde die See-Abfahrt Flumserberg, wie sie offiziell heisst, diesen Sommer den Bikern übergeben, die sich den Weg von wenigen Bike-spezifischen Umfahrungen abgesehen mit den Wanderern teilen. Grund für diese Zurückhaltung war laut Roger Walser vom BikerNetzwerk, dass man erst sehen wollte, wie die Strecke mit einer kleineren Zahl von Bikern zurechtkommt. Und wichtiger noch, wie die Grundbesitzer den Betrieb erleben. «Die See-Abfahrt ist kein Trail, der zum Angebot des BikerBerg gehört», betont Katja Wildhaber, Mitglied der Geschäftsleitung der Bergbahnen Flumserberg, «er soll jenen die Möglichkeit bieten, hinunter zu fahren, die nicht die Bahn nehmen wollen.» Offiziellen Charakter hat die Strecke als See-Abfahrt Flumserberg Nr. 469 von Schweiz Mobil.
 

Keine Verlegenheitsabfahrt

Talabfahrt klingt erstmal wenig attraktiv und erinnert an schneebedeckte Strassen, die Skifahrer von den Pisten hinunter ins Dorf bringen. Die See-Abfahrt bietet da einiges mehr. René Wildhabers Handschrift ist in der oberen Hälfte nicht zu übersehen: Es gibt viele Möglichkeiten, abzuheben, zugleich behält der Bergwald mit Wurzeln und Steinfeldern seinen Charakter. Zwischendurch wird es ziemlich steil und ruppig, es ist etwas Fahrtechnik und Selbstvertrauen gefragt, um mit genügend Schwung über die leicht verblockten, steilen Abschnitte zu rollen. Der prägende Abschnitt der Strecke ist ein jahrhundertealter Weg mit Steinmauern auf der Talseite. Überlieferungen zufolge hatten die Flumserberger in diesem Gelände Napoleons Truppen in die Flucht geschlagen, indem sie Felsbrocken den Hang hinunterrollen liessen.

Im untersten Drittel fährt man auf einer Waldstrasse und schliesslich auf Asphalt, eine kurze Gegensteigung will auch noch bezwungen sein, bis man Unterterzen erreicht. Wer davor auf den Flowtrails des BikerBerg die Gabel kaum zum Einfedern gebracht hat, wird nach der Seeabfahrt feststellen, dass Frontdämpfung und Arme doch noch auf Touren gebracht wurden. Es soll Biker geben, die am Ende eines Tages im Bikepark die See-Abfahrt noch zwei- oder sogar dreimal fahren. Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass die Biker sich den Weg mit den Wanderern teilen, entsprechend rücksichtsvoll und vorausschauend ist das Tempo zu wählen.

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