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SBB: Veloverlad wird teurer und komplizierter

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Die SBB bestätigt, dass ab Fahrplanwechsel am 21. März 2021 auf allen Intercity-Strecken eine Reservationspflicht für Fahrräder gelten wird – nicht wie jetzt nur in Neigezügen. Die Details seien in Abklärung, heisst es bei den SBB. Teurer wird es mit grosser Sicherheit und komplizierter auch.

Der Veloboom im Coronasommer hat auch die SBB an den Anschlag gebracht. Im Juli 2020 verkaufte die SBB 40 Prozent mehr Velotageskarten als im Juli 2019. Bislang reichte die Tageskarte, um das Bike im Zug ins Wallis oder nach Graubünden mitzunehmen. Eine Reservation ist nur in den Intercity-Neigezügen vorgeschrieben, die beispielsweise auf der Jura-Südfuss-Linie und durch den Gotthard verkehren. Diese gilt ab dem 21. März 2021 auf sämtlichen Intercity-Zügen, also auch jenen mit einem Multifunktionsabteil.

Aus betrieblichen Gründen mag es sinnvoll sein, nicht mehr Velos an Bord zu lassen, als in die wenigen Haken eingehängt werden können. Auf dem Perron sorgt dies immer wieder für unerfreuliche Szenen mit Bikern und Gümmelerinnen, die nicht in den Zug gelassen werden, weil für ihr Gefährt kein Platz ist. In einem Artikel der NZZ wird von einem Vorfall berichtet, bei dem schliesslich die Polizei für Ordnung sorgen musste. Was regelmässig passiert: Die Velofahrer ohne Reservation steigen trotzdem ein und verlagern die Diskussion ins Innere des Zuges.

Die Reservationspflicht auf allen Intercity-Strecken kommt einer Preiserhöhung für die Mitnahme des Velos gleich (für Hin- und Rückfahrt 10 Franken, zusammen mit der Tageskarte total 24 Franken). Die Frage ist, ob die Kunden der SBB dafür auch einen besseren Service erhalten, beispielsweise mehr Plätze für die Bikes. Man stelle sich vor, eine Sechsergruppe will zusammen im Tessin eine Tour fahren. Gut möglich, dass nicht alle im gleichen Zug Platz finden. Geschweige denn, die weiteren 20 Bikenden, die am gleichen Tag in der Region unterwegs waren und alle um 18 Uhr rum gerne nachhause fahren würden. Kommt hinzu, dass sich nicht immer voraussehen lässt, welchen Zug man auf dem Rückweg erwischt. Soll man nun auf mehreren Zügen reservieren und so für leere Veloplätze sorgen – zum Frust derjenigen, die nicht mitfahren dürften, obwohl noch Plätze frei wären? Weiteres Verbesserungspotential gibt es in den neuen Doppelstockzügen, in denen der Abstellplatz für Fahrräder so schmal geraten ist, dass Mountainbikelenker weit in den Gang hineinragen. Diskussionen darüber gehören zum Grundrauschen fast jeder Dosto-Fahrt.

Mit diesen Fragen und Einwänden konfrontiert, antwortet die Medienstelle der SBB, dass die Details zurzeit in Zusammenarbeit mit Pro Velo und dem VCS geklärt würden. Im Februar werde informiert, ein paar Wochen bevor die generelle Reservationspflicht in Kraft tritt. Pro Velo meldet gleichentags per Medienmitteilung, dass sie als Lobby-Organisation der Radfahrenden mit der Reservationspflicht nur einverstanden sei, wenn sie mit der massiven Erhöhung der Transportkapazität einher gehe und keine Kostenerhöhung nach sich ziehe. Das heisst konsequenterweise, dass Tageskarte und Reservation zusammen nicht mehr kosten als heute die Tageskarte allein (14 Franken). Zudem müsse es massiv einfacher werden, die für den Fahrradtransport nötigen Tickets in der App zu lösen.

Die SBB will mit der Reservationspflicht für geordnete Verhältnisse in den Zügen sorgen. Dabei läuft sie Gefahr, dem Klimaschutz zu schaden. Denn aktuell macht sie vor allem Negativ-Werbung dafür, mit dem Zug ins Bike-Gebiet zu fahren. Viele stehen lieber im Stau, als auf dem Perron zurückzubleiben.

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