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Weltcup Albstadt: Kampfansagen und Vorschau-Clip

Der Auftakt zum UCI-Mountainbike-Weltcup presented by Shimano in Nove Mesto hat begeisternde Duelle geliefert. Jaroslav Kulhavy und Jolanda Neff wollen ihre weissen Jerseys am kommenden Sonntag in Albstadt verteidigen, aber die Konkurrenz trachtet nach Revanche. Das Bullentäle wird zur Bühne für eine heisse zweite Runde.

Der Auftakt zum UCI-Mountainbike-Weltcup presented by Shimano in Nove Mesto hat begeisternde Duelle geliefert. Jaroslav Kulhavy und Jolanda Neff wollen ihre weissen Jerseys am kommenden Sonntag in Albstadt verteidigen, aber die Konkurrenz trachtet nach Revanche. Das Bullentäle wird zur Bühne für eine heisse zweite Runde.

«Das wird ein anderes Rennen, sicherlich.» Nino Schurter, in Nove Mesto nach einem Duell auf Biegen und Brechen, Olympiasieger Jaroslav Kulhavy knapp unterlegen, geht nicht davon aus, dass es am 31. Mai im Albstädter Bullentäle automatisch zu einem Zweikampf mit dem Olympiasieger aus Tschechien kommt. Obwohl das Duo über eine Minute zwischen sich und die Konkurrenz brachte. «Ich weiss nicht wie Jaroslav mit Albstadt zurecht kommt, meine Lieblingsstrecke ist es auch nicht. Auf jeden Fall müssen wir da ein Auge auf Absalon und auf Florian Vogel haben», meint Schurter mit Blick auf das zweite Weltcup-Rennen.

Julien Absalon im Vorjahr Sieger in Albstadt, wiederholte in Nove Mesto, was er schon mehrfach gesagt hat: «Albstadt, das ist der Kurs, der mir am meisten entgegenkommt. Ich bin froh über meinen dritten Platz. Das zeigt, dass meine Form trotz der Pause im Frühjahr durch die Allergie, schon ganz gut ist. Ich hoffe, dass sie am kommenden Sonntag noch besser ist. Ich bin gespannt.» Könnte er seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen, es wäre der 30. Weltcupsieg des Weltmeisters.
Florian Vogel, der durch eine leichte Erkältung in Nove Mesto vielleicht auch nicht bei hundert Prozent war, könnte im Bullentäle noch den einen oder anderen Prozentpunkt oben drauf legen. «Ich bin jetzt erst mal froh, dass ich nach drei Jahren wieder auf dem Weltcup-Podium stehen durfte. Mal sehen, was in Albstadt geht», sagt der Schweizer.

Die «Grossen Drei» auf den ersten drei Positionen und der Frühjahrs-Seriensieger auf Rang vier, das ist gewiss keine Überraschung. Manuel Fumic wollte dort vorne eigentlich mitmischen. Doch der Cannondale-Profi erlaubte sich zu viele Fehler. «Schade, aber daran kann ich nichts mehr ändern. Meine Form ist sehr gut, da bin ich mir ganz sicher. Ich schaue nach vorne und freue mich riesig auf den Heimweltcup. Die Zuschauer werden mich zusätzlich pushen», sagt der Kirchheimer.
Noch schlechter erging es dem Freiburger Moritz Milatz, der gleich beim Start durch einen Ketten-Riss liegen blieb und keine Chance mehr auf ein vernünftiges Ergebnis hatte. Er wird in Albstadt auf Revanche sinnen.

Ansage von Dahle-Flesjaa
Nach Revanche trachtet auch die Norwegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa. Der Showdown zwischen ihr und Jolanda Neff war noch enger als der bei den Herren. Eine einzige Sekunde entschied das prickelnde Duell der Generationen zugunsten der Schweizerin. Eine einzige Sekunde trennte die Norwegerin also von ihrem 29. Weltcupsieg, mit dem sie gegenüber Absalon gleichgezogen und bei den Damen alleinige Rekordhalterin geworden wäre. Das in Albstadt nachzuholen, hat die 42-Jährige fest im Visier. «Ich kann nicht enttäuscht sein, aber ich bin eine schlechte Verliererin. Ich werde bis zum Sonntag keinen Fehler machen. Nächste Woche ist Pay-Back-Time», kündigte Dahle-Flesjaa in Nove Mesto an. «Um jeden Meter» hätten sie und Jolanda Neff gekämpft, «aber jederzeit fair», wie sie betont. Neff will das weisse Trikot unbedingt verteidigen. Schon alleine um im dritten Weltcup-Rennen damit an den Start gehen zu können. «Es wäre super, wenn ich das auch in Lenzerheide tragen könnte», sagt die Weltcup-Titelverteidigerin in Nove Mesto.

Strassen- und Cross-Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot, im Vorjahr überlegene Siegerin, sowohl in Nove Mesto als auch im Bullentäle, klagte über Schmerzen im Bein. «Ein bisschen wie Ischias. Mal war es gut, mal nicht», erklärt die Französin. Ohne dieses Problem, könnte sie durchaus an die beiden Konkurrentinnen heran rücken.
Auch Weltmeisterin Catharine Pendrel muss man auf der Rechnung haben. Und die Dänin Annika Langvad, die in Nove Mesto einige Stürze verzeichnete und Rang vier noch an Pendrel verlor.
Einen grossen Schritt nach vorne gelang Linda Indergand in Nove Mesto. Mit ihrem elften Rang ist die junge Urnerin erfolgreich aus der U23-Kategorie entsprungen. Gut möglich, dass Indergand noch in dieser Saison – vielleicht auch schon in Albstadt – die Top-10 knacken wird.

In den U23-Kategorien ist die Ausgangslage für die Schweizer ebenfalls gut. Lars Forster und Andri Frischknecht befinden sich in einer starken Verfassung. Ihre Leistungen von Nove Mesto dürften sie deshalb auch noch eine Woche danach in Albstadt nochmals wiederholen können.
Bei den U23-Frauen schrammte Alessandra Keller in Tschechien am Podest. In Albstadt hat die 19-Jährige nun erneut die Chance, ihr Können umzumünzen. Mit Ramona Forchini und Andrea Waldis liegen zwei weitere Fahrerinnen in Lauerstellung aufs Podest.

Vorschau-Clip Weltcup Albstadt


Weltcup Albstadt in Zahlen

445 Athleten aus 40 verschiedenen Nationen haben sich für die dritte Auflage des Albstadt-Weltcups registriert. Es wird der 190. Cross-Country-Weltcup in der jetzt 25-jährigen Geschichte des UCI Mountainbike-Weltcups sein.
Alles in allem erwarten die Organisatoren zwischen 1800 und 2000 Teilnehmer während des Wochenendes, inklusive Kurz-Marathon und Alb-Gold Juniors-Trophy. Es ist die elfte Auflage der Gonso Albstadt MTB Classic.

Programm

wc albstadt programm 20150527

www.albstadt-mtb-classic.de
www.uci.ch

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