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Test: Norco Sight «Killer B» Carbon 7.1

Mit dem Sight Carbon 7.1 «Killer B» hat Norco ein Allmountainbike geschaffen, das sich vom Charakter in der Enduro-Liga bewegt. Da dessen Downhill-Qualitäten diejenigen am Berg überragen, dürfte dieses Mountainbike technisch starken wie auch weniger versierten Fahrern gleichermassen gefallen.

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Fotos© Philipp Ruggli

Das Enduro-Geschoss unter den Allmountainbikes.

Das Norco Sight Carbon «Killer B» sticht einem in zweierlei Hinsicht ins Auge: als Erstes ist es die helle Orange welches die Blicke auf sich zieht. Dann amüsiert die Rahmenform den Betrachter. Das leicht geschwungene Oberrohr zieht sich vom wuchtigen Steuerkopf tief runter und endet knapp über dem Federbein. Ein Rahmen der praktisch jedem Biker, den man auf der Testfahrt antrifft, gefällt. Einzig die klobigen Ausfallenden stören ein wenig. Positiv werden hingegen die $Schlagschützer aus Hartgummi bewertet. Diese schützen ab dem Tretlager das untere Drittel des Unterrohrs sowie die Kettenstrebe vor Stein- und Kettenschlag.

Die Ausstattung lässt sich ebenfalls sehen. Die Sram-Kurbel- und Wechsler kommen aus der XX1-Kiste. Bei der Kassette und dem Schalthebel bedient sich Norco bei der preiswerteren X1. Zudem gehen die Kanadier auf Nummer sicher und verbauen eine Kettenführung, obwohl die Kette auch ohne sehr gut auf dem Zahnkranz halten würde. Der Highend geht bei den Laufrädern, bestehend aus Stans ZTR-Arch-EX-Felgen, DT Swiss 350er Naben und Speichen aus gleichem Hause, weiter.
Neben der Rock-Shox-Pike-Federgabel hat das DB-Inline-Federbein von Cane Creek noch Seltenheitswert. Abgerundet wird die Package mit einem SDG-Circuit-Sattel, auf einer Rock-Shox-Reverb-Sattelstütze montiert, sowie einem Race-Face-Cockpit bestehen aus Turbine-Vorbau und Next-35-Carbon-Lenker in 760 Millimeter Breite.

Nach der Positionsfindung geht es auf die erste Runde. Die Sitzposition auf dem Sight «Killer B» ist angenehm aufrecht, dafür weniger sportlich. Obwohl es sich damit gut klettert, wird der Vorbau für die zweite Ausfahrt unter die Spacer direkt auf den Steuersatz montiert. Dies bringt tatsächlich nochmals eine bessere Kraftübertragung. Bevorzugt sind jedoch Anstiege auf Singletrails. Dort klettert das Bike gut und lässt sich leicht über Wurzeln und Steine hochmanövrieren. Ganz steile Rampen erfordern eine etwas stärkere Gewichtsverlagerung nach vorne. Auf Schotter- und noch extremer auf Asphaltstrassen geht es zwar immer noch gut voran, aber man merkt zunehmend der Rollwiderstand der eher Abfahrtsorientierten Reifen. Trotzdem sind auch die 800 Höhenmeter am Stück geschafft, ohne komplett aus der Puste zu sein.
Auffallend im Nachhinein – dem Federbein musste nicht ein einziges Mal die Plattform zugeschaltet werden, derart frei von Pedaleinflüssen ist das Fahrwerk. Selbst im Wiegetritt macht der Hinterbau kaum einen Mucks.

Die Befürchtung, dass der DB-Inline-Stossfänger deswegen schlecht anspricht, erhärtet sich bergab nicht. Im Gegenteil, das Cane-Creek-Federbein spricht fein an. Trotzdem nimmt er dem Bike auch grössere Schläge weg und wird erst gegen Ende progressiv. Deshalb sollte man dem Federbein nicht zu viel Negativfederweg geben. 25 Prozent erachten wir bei diesem Bike als optimal.
Etwas mehr kann man der Pike RCT3 spendieren, um die 140 Millimeter Federweg gut zu nutzen. Je nach Fahrstil – ob man eher frontlastig oder hecklastig fährt – sind 25 bis 30 Prozent ideal.
Bergab entfaltet das Norco Sight «Killer B» so richtig sein Können. Das erste was auffällt, ist die Laufruhe, welche für ein Allmountainbike extrem hoch ist. Dementsprechend verleitet einen dieses Bike die Bremsen offen zu lassen. Selbst in haarigen Situationen bleibt das Sight noch stabil und verzeiht doch einigen Übermut.
Auch besitzt es sehr ausgewogene Abfahrtsqualitäten, wodurch nicht nur schnelle und flowige Downhills Spass machen. Mit diesem Allmountainbike fühlt sich genau so in technisch anspruchsvollem Gelände wohl, wo es auch mit einer erstaunlichen Wendigkeit und Spielfreude überzeugt. Auch die Reifen, welche sich bergauf leicht nachteilig verhalten, überzeugen bergab mit ordentlichem Biss. Vor allem der Schwalbe-Vorderreifen «Magic Mary» hält das Vorderrad auch bei losem Untergrund bestens in der Spur. Auf hartem Untergrund ist jedoch Vorsicht geboten, da die hohen Schulterstollen bei zu starker Schräglage wegkippen.

Fazit: Mit dem Sight Carbon 7.1 «Killer B» hat Norco ein Allmountainbike geschaffen, das sich vom Charakter in der Enduro-Liga bewegt. Da dessen Downhill-Qualitäten diejenigen am Berg überragen, dürfte dieses Mountainbike technisch starken wie auch weniger versierten Fahrern gleichermassen gefallen.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Carbon
Preis: CHF 6'599.00, (ab CHF 3'799.00)
Gewicht: 12.85 kg (Grösse M, mit Pedale)
Federweg: 140mm vo./ 140mm hi.
Gabel: Rock Shox Pike RCT3
Federbein: Cane Creek DB inline air
Schaltung: Sram X1/XX1 1X11
Bremsen: Sram Guide RSC, 180/180
Kurbelgarnitur: Sram XX1 X Sync w/32T
Felgen: Stans ZTR Arch EX tubeless ready
Naben: DT 350
Reifen: Schwalbe Hans Dampf TrailStar + Magic Mary 2.35, Trailstar
Sattel: SDG Circuit Mtn
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth, 125 mm
Griffe: Norco lock on 
Vorbau: Race Face Turbine
Lenker: RaceFace Next 35 carbon 760mmx20mm

Hersteller:  www.norco.com

Testbericht erschienen in Ausgabe 03/2015 von Ride Magazin.

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