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Test: Cube Stereo Super HPC 120 SL 29

Mit dem «Stereo Super HPC 120 SL 29» bringt Cube einen Marathon-Rennboliden welcher dem Besitzer jedoch einen weit grösseren Einsatzbereich eröffnet. Mit einem Reifen-Update und einem wenig kürzeren Vorbau liesse sich jedoch die Fahr-Performance dieses Bikes noch mehr steigern.

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Es scheint als würde sich die gesamte Bikewelt nur noch um Allmoutain und Enduro drehen. Dabei wird gerne auch das Marathon-Klientel vergessen. Mit dem «Stereo Super HPC SL 29» dringt Cube in ein neues Segment ein, welches über den Marathon-Bereich herausgeht.

Auffällig und doch dezent wirkt das mattschwarze Stereo. Ausgestattet mit edelsten Teilen macht der Twentyniner Lust auf das Bergauffahren. Tatsächlich ist das im Marathonbereich angesiedelte Bike sehr leicht. Jedoch wird auch nicht mit Leichtbauteilen gespart. Carbon-Laufräder, Sram XX1-Schaltwek in Kombination mit der neuen Race Face «Next SL» Carbon-Kurbel, eine Carbon-Sitzecke sowie ein leichtes Syntace/Cube-Cockpit sind keine Teile welche die Anzeige der Waage in die Höhe schnellen lassen. Der Rahmen verfügt übere einige, ausgeklügelte Details. Um eine Variosattelstütze verbauen, lassen sich die Kabelklammern öffnen und diese für eine zweite Leitung aufteilen. Deren Leitung kann semiintegriert durch das dafür vorbereitete Sattelrohr gezogen werden. Die restlichen Kabel und Leitungen verlaufen vom Cockpit ins Unterrohr wo sie durch einen grossen, abgedichteten Ausgang vor dem Tretlagergehäuse austreten und von dort zu ihren Bestimmungsorten geführt werden. Die Carbon-Fasern des Unterrohrs sind grosszügig abgedeckt vor Steinschlägen geschützt. Beeindruckend ist der Umlenkhebel des Stereo. Dieser ist hohl, komplett aus Carbon und kommt ohne Aluminium-Inserts aus. Als Stossfänger arbeitet hinten ein Fox «Float CTD» Federbein. Vorne wird auf die neue «Sid XX Solo Air» von Rock Shox vertraut.

Bestätigte Stärken
Die Positionsfindung braucht ein wenig mehr Zeit als gewohnt. Ist die optimale Sitzposition gefunden, stellt sich diesem Marathon-Boliden schnell ein Wohlgefühl ein. Er lässt sich leichtfüssig vorantreiben und bestätigt die Erwartungen an die Uphill-Performance. Auch der Carbon-Sattel mit dem dünnen Polster, der eine Eigenentwicklung aus dem Hause Cube ist, überzeugt mit verblüffendem Komfort – zumindest am Gesäss des Testers. Steile Aufstiege über Wurzeln oder auch auf losem Untergrund meistert das Cube dank der aufrechten Sitzposition sehr gut. Die XX1-Schaltung passt in den Einsatzbereich und auch die Race Face-Kurbel überzeugt durch deren Steifigkeit. Das Fox-Federbein ist nahezu frei von Pedaleinflüssen und lässt sich bergauf problemlos im «Descend»-Modus fahren. Auf Schotter- und Asphaltaufstiegen empfiehlt sich dann doch der «Trail»- oder «Climb»-Modus, gerade wenn man zwischenzeitlich aus dem Sattel geht. Bei der Abstimmung des Federbeins gelten 25 Prozent Negativfederweg als komfortabel. So gibt der Stossfänger immer noch genügend Rückmeldung an den Fahrer. Vor allem auf flowigen Trails kommt diese Eigenschaft zum tragen. So sackt das Federbein beim herausbeschleunigen aus Kurven nicht weg und macht das Bike dadurch nicht träge. Die Rock Shox-Federgabel überzeugt durch ihr sensibles Ansprechverhalten. Hier erscheinen 25 Prozent Negativfederweg ebenfalls als optimal und auch bei einer weicheren Abstimmung sackt die Gabel nicht in sich zusammen, hängt der Fahrer mal länger in den Bremsen.

Limitierender Faktor Reifen
Die Laufradkombination aus Reynolds Carbon-Felgen und Naben und Speichen aus dem Hause DT-Swiss machen eine gute Figur. Das Innenprofil der Felge hat einen erhöhten Rand, dass der Reifen auch bei tiefem Luftdruck nicht nach innen weg rutschen kann. Bei einem Plattfuss erschwert dieser Rand allerdings den Reifenwechsel. Starke Finger oder Reifenheber sind in diesem Falle unabdingbar. Mit der Bereifung trifft Cube den Leichtbaugedanken genau. Die «Dirty Dan»- und «Thunder Burt»-Reifen von Schwalbe entsprechen in der leichten Ausführung allerdings nicht dem was das Bike wirklich kann. Für Schotterwege gut, mögen die Reifen nicht wirklich zu einem solch potenten Marathon-Bike passen ¬– Gewicht hin oder her. Stabilere Reifen würden wesentlich mehr Sicherheit und Fahrspass generieren. Abgesehen davon fährt sich das «Stereo» gut bergab. Es lassen auch schwierigere Abfahrten gut meistern. Wird es ruppiger helfen die 120 Millimeter Federweg zusammen mit den 29-Zöllern mit. Schwächen zeichnen sich in engen Spitzkehren ab. Durch das der Hinterbau nicht ganz so kurz ausfällt, braucht es ein wenig mehr Körpereinsatz um das Bike um enge Ecken zu bewegen.

Fazit
Mit dem «Stereo Super HPC 120 SL 29» bringt Cube einen Marathon-Rennboliden welcher dem Besitzer jedoch einen weit grösseren Einsatzbereich eröffnet. Mit einem Reifen-Update und einem wenig kürzeren Vorbau liesse sich jedoch die Fahr-Performance dieses Bikes noch mehr steigern.

Spezifikationen
 

Rahmenmaterial: Carbon
Preis: CHF 8'699.00.- ab CHF 3'199.00.-
Gewicht: 9.35 kg (Grösse L, ohne Pedalen)
Federweg: 120mm vo. + hi
Gabel: Rock Shox SID XX Solo Air
Federbein: Fox Float CTD Adjust
Schaltung: Sram XX1, Trigger-Schalter
Bremsen: Formula R1 Racing
Kurbelgarnitur: Race Face Next SL Carbon, 34 Zähne
Felgen: Reynolds MTN29 XC
Naben: DT Swiss 190 Straight Pull
Reifen: Schwalbe Rocket Ron Kevlar 2.1 vorne, Thunder Burt Kevlar 2.1 hinten
Sattel: CUBE SLT-Zero Carbon
Sattelstütze: AX Lightness SLT
Sattelklemme: TUNE Würger
Vorbau: Syntace F109, 31.8mm
Lenker: Syntace Vector Carbon, 740mm

Hersteller:
www.cube.cu

Testbericht erschienen in Ausgabe 01/2014 von Ride Magazin.
 

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