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Jaal Cycles: Mit viel Ausdauer zum exklusivsten E-Bike der Welt

Wie kommt ein Downhiller dazu, das exklusivste E-Bike der Schweiz zu bauen? Ride hat mit Janez Grasic gesprochen, wie weit der Weg zum E-Bike «Dedo» war. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, einer speziellen Art von Patriotismus und Ausdauer.

Wie kommt ein Downhiller dazu, das exklusivste E-Bike der Schweiz zu bauen? Ride hat mit Janez Grasic gesprochen, wie weit der Weg zum E-Bike «Dedo» war. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, einer speziellen Art von Patriotismus und Ausdauer.

frontaljaal

Anders als alle Anderen: Das Schweizer E-Bike «Dedo» von Jaal Cycles

«Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich weiss wirklich nicht, ob ich es nochmal wagen würde» - sagt Janez Grasic im Sommer 2015 – auf die Frage, ob er mit den gemachten Erfahrungen das Abenteuer E-Bike nochmals in Angriff nähme. Grasic hat im Jahr 2009 das Unternehmen Jaal Cycles gestartet. Heute stellt er eines der teuersten E-Bikes der Welt her.

Eins statt fünf
Das Elektrovelo «Dedo» wechselt für 17'900 Schweizer Franken den Besitzer. Für diesen Preis könnte man heutzutage etwa fünf konventionelle E-Bikes kaufen – aber diese hätten nicht die einzigartige DNA des «Dedos». Drei bis vier Tage investiert Grasic für die finale Montage des Rads. Beinahe alle Teile sind in Eigenregie in der Schweiz hergestellt. Die Teile, die nicht aus der eigenen Fertigung stammen, lassen Bike-Kennern das Wasser im Mund zusammen laufen, beispielsweise bei den Chris King Naben oder den Bremsen von Hope. Auch die Lederverkleidungen am Rad sind von Grasic von Hand selbst gefertigt.

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Der Doppelrohrrahmen ist das Herzstück des Elektrovelos

In der Schweiz produziert
Für den 46jährigen war stets klar, dass er in der Schweiz produzieren will. «Wenn man seinen Lohn hier bezieht, dann sollte man auch hier einkaufen und wann immer möglich auch produzieren», lautet das Credo von Grasic. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass eine Kleinserie im Ausland, beispielsweise im Fahrradherstellungsmekka Taiwan gar nicht oder gar teuerer als der Schweiz zu realisieren gewesen wäre. «Man kann auch nicht das Produkt nach einem Grossvater benennen, und dann im Ausland produzieren, das geht einfach nicht», sagt der E-Bike-Bauer zur Swissness seiner Räder.

Bis zum heutigen Stand der heuer teilweise verkauften Serie von 22 «Dedo»-Bikes war es für den den Konstrukteur ein weiter Weg über zahlreiche Etappen. «Ich war als engagierter Downhill-Athlet bekannt und 2009 fragte mich Hans Furrer, damals Entwickler bei Flyer, ob ich einen Fully-Prototypen testen kann». Die Technologie hat Grasic begeistert, «aber das Design sagte mir nicht zu. Mein Gedanke: Am liebsten hätte ich so einen Motor – und alles andere mach ich selbst».

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Viele Frästeile und Anleihen vom Mountainbike, beispielsweise mit dem Fox-Dämpfer und der Hope-Bremse

Freundschaftliche Finanzierung in der Startphase
Seine Idee erzählt Grasic seinem besten Freund Alex Hauri – und dieser wollte nur wissen, was das Ganze koste. Grasic beginnt die Kalkulation: «Ich habe es durchgerechnet, ein erster Prototyp kostete circa 30'000 Franken. Alex war dabei und sagte: Komm das machen wir.»

Ab dann ist Jaal Cycles auch eine Geschichte von Freundschaft und Vertrauen: «Alex hat mich vom Dezember 2009 bis Ende Oktober 2010 angestellt – und ich hatte Zeit, den ersten Prototypen zu entwerfen. Alex hatte an mich geglaubt und ohne fixe Zielvorstellungen konnte ich loslegen. Diese Ausgangslage hat nicht nur den Konstrukteur, sondern auch den Künstler in mir geweckt, diese Veranlagungen habe ich dem Dedo verpasst. Das Vertrauen, das Alex in mich steckte, war unglaublich. Die erste Entwicklungsphase war komplett von Alex finanziert aus eigenen, privaten Ressourcen. Der Druck war gross, durch das Wissen, dass ich viel Geld von meinem besten Freund ausgebe».

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Viel Liebe zum Detail und viel Kunsthandwerk

Das erste Modell des Jaal-Elektrovelos wurde 2009 aus Lego Technik gefertigt. «Alex ist aus der Finanzwelt, ich bin von der Mechanikerseite. Damit er sichs vorstellen konnte, was ich genau vorhatte, habe ich ein erstes Legotechnik-Modell gebaut. Für mich war von Anfang an klar, das wir alle Teile in der Schweiz fertigen wollen, 2010 habe ich erste Teile hergestellt und den ersten Rahmen geschweisst.»

Happige Zeiten
Vom Prototyping im Jahr 2010 bis zum verkaufsfertigen Produkt im Sommer 2015 kamen auf den wettkampferfahrenen Downhill-Athleten «eine sehr happige und anstrengende Zeit» zu. Zuerst fertigt Grasic für finanzierende «Göttis» eine Vorserie von sieben Rädern. Die Rahmen sind aus dem edlen Material Titan konstruiert, was eine unbeliebte Entscheidung notwendig macht: «Gegen meinen Willen ein Stück weit musste ich zustimmen, denn in der Schweiz hätten wir das niemals zahlen können, wenn wir einen Titan-Schweisser angestellt hätten». Nach dieser Vorserie muss für die nächste Entwicklungsstufe einer Serie von 22 Rädern ein Investor gefunden werden. Nach einer langen Suche wird Grasic fündig, nimmt die Rahmenproduktion zurück in die Schweiz und die 22er-Serie in Angriff.

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Das «Dedo» bietet ein einmaliges Fahrgefühl, das an ein Downhill-Bike erinnert: Satte Strassen- und Kurvenlage, sehr guter Schwerpunkt, viel Sicherheit und Fahrspass vermittelndes Lenkerverhalten

Verkauf läuft an
Heute ist Grasic neben der Konstruktion und Montage der Räder auch mit dem Vermarkten der edlen und hochpreisigen E-Bikes beschäftigt. Er beschreibt die Kundschaft: «Unsere Kunden schätzen ein gewisse Zeitlosigkeit, hochwertige Materialen, eine langjährige Garantie von 10 Jahren. Die Schönheit des Rads fasziniert.»

Sobald die gesamte 22er-Serie an Käufer übergegangen ist, plant Jaal Cycles eine weitere «Dedo»-Auflage, die preislich etwa 3000 Franken tiefer angesiedelt ist. «Wir wollen dann mit Optionen arbeiten, damit der Kunde die Ausstattung und auch den Preis mitbestimmen kann.»

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Noch sind noch nicht alle Exemplare der 22er-Serie verkauft, hier die Nummer vier der aktuellen Edition

Bike-Bau gleicht Gipfelsturm
Nochmal auf die Frage angesprochen, ob er das Unternehmen Jaal Cycles mit den gemachten Erfahrungen wiederholen würde, sagt der E-Bike-Künstler: «Die letzten fünf Jahre glichen einem sehr steilen Anstieg zum Gipfel. Wir wussten, dass unterwegs das Wetter umschlagen kann. Wir sind jetzt mit letzter Anstrengung kurz vor dem Gipfel. Dieser scheint manchmal sehr nahe – und doch rückt er dann wieder in die Ferne. Die letzten fünf Jahre waren anstrengend. Doch ich bereue nichts, keine Stunde und keine Sekunde.»


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Der Mastermind hinter Jaal Cycles: Janez Grasic

Zum Erfinder des Dedo E-Bikes:
Janez Grasic ist ein begnadeter und erfahrener Mountainbiker und hat von 1991 bis 2005 national und international Wettkämpfe in der Downhill-Disziplin bestritten. Der 46jährige war der erste Downhiller, der bei Red Bull unter Vertrag stand. Von 1994 bis 2000 war Grasic am Start der Downhill-WM. 1994 fuhr Grasic auf den zweiten Rang des Schweizer Uzimo-Cups, 2001 klassierte er sich als Sieger des Schweizer Dual Cups, 2003 ging er als Sieger und 2004 als Dritter des Red Bull Trailfox hervor. Ebenfalls als Dritter klassierte Grasic an der Schweizer DH-Meisterschaft 1998 in Verbier.

www.jaalcycles.com

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