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Schlafsack, Vollmond, Berggipfel: Warum eine Biwack-Tour ins Jahresprogramm gehört

Dieses Hotel hat null Sterne. Dafür einen Vollmond. Es hat keine Wellnesszone. Ist aber trotzdem Erholung pur. Es hat keinen Stromanschluss. Aber eine Lichter-Show sondergleichen. Das Hotel heisst Berggipfel, und die Übernachtungsform nennt man Biwack. Wer seinem Biketrip eine ausserordentliche Note verleihen will, übernachtet einmal pro Saison bei Vollmond unter freiem Himmel.
 
Nur schon der Aufstieg ist aussergewöhnlich. Die Sonne steht tief, hüllt die Landschaft in ein wunderbar mattes Licht, und ausser uns ist keine Menschenseele mehr unterwegs. Zwar drückt der Rucksack etwas schwerer als sonst auf die Schultern – Schlafsack, Liegematte und etwas Proviant machen sich spürbar bemerkbar – doch das gilt es, in diesem Fall hinzunehmen.
 
Je höher man kommt, desto tiefer steht die Sonne. Auf dem Gipfel angekommen, ist die Bergwelt in ein bezauberndes Abendlicht gehüllt. Unbezahlbar! Und das heraufgeschleppte Gipfelbier schmeckt auf diese Weise nochmals viel besser. Und ausser uns: niemand da. Ein Fuchs tappelt über eine Wiese, weit hinten ist eine Gämse zu erkennen, und Murmeltiere, die sind ohnehin auf dieser Höhe stete Begleiter. Die Tonkulisse bildet das entfernte Gebimmel der Kuhglocken.
 
Die Sonne geht unter, der Griff wechselt laufend von Kamera zu Bierdose. Um 20 Uhr ist das Schauspiel fürs Erste zu Ende. Die Sonne ist weg, die Temperatur sinkt, und das Nachtlager wird bezogen. Luftmatte aufblasen, Schlafsack ausrollen, Biwackhülle überziehen. Das Gipfelhotel ist nichts für Nachtschwärmer, mit untergegangener Sonne kommt hier in der Regel auch bald die Nachtruhe.
 
Kurz vor neun Uhr dann der nächste Akt des Schauspiels: Der Vollmond geht auf. Es ist ein faszinierendes Schauspiel, wenn sich diese grosse, weisse Kugel über den Horizont müht. Etwa zehn Minuten dauert dieser Akt, dann steht der Mond exakt über dem Berggipfel und steuert dann hoch in den freien Himmel. Taschenlampe braucht man bei einer solcher Biwack-Tour keine, der Vollmond erhellt die gesamte Landschaft mit seinem sanften Licht.
 
Dann der Morgen, zugegebenermassen etwas verspannt. Die Liegematte ist halt doch keine Gesundheitsmatraze. Ausgerechnet über Nacht sind Wolken aufgezogen und verdecken den Sonnenaufgang. Es wäre der Schlussakt dieses Schauspiels gewesen. Sei es drum, die Reize liegen bereits wo anders: in der Abfahrt. Um halben Sieben in der Früh auf einem Singletrail ins Tal zu rollen, das ist wiederum einzigartig. Die Luft ist glasklar und kühl, und weiterhin sind wir gänzlich alleine unterwegs.
 
Der Ausflug endet frühmorgens bei Kaffee und Gipfel in der Bäckerei. Wir sind uns einig: Eine Biwacktour gehört ab sofort zum alljährlichen Pflichtprogramm. Einmal pro Sommer bei Vollmond auf einem Gipfel übernachten – und sich dann aber auch wieder auf ein richtiges Bett zu freuen.
 
Gut zu wissen für eine Biwack-Tour:

  • Luftmatraze ist Pflicht. Wer auf dem nackten Boden schläft, durchlebt eine kalte Nacht.
  • Auch bei warmen Temperaturen: unbedingt Windjacke und warme Kleider mitnehmen. Die kälteste Zeit ist am Morgen früh kurz vor Sonnenaufgang.
  • Ein Zelt braucht es in der Regel nicht. Dieses verdeckt bloss die Sicht auf den Mond und die Sterne.
  • Kulinarischer Verzicht ist angesagt bei solchen Touren. Für das grosse Picknick reicht meist der Platz im Rucksack neben Schlafsack, Isomatte und Ersatzkleider nicht. Auch auf das Frühstücksbuffet muss man verzichten.
  • Wichtig ist ein guter, selbst im Sommer nicht zu dünner Schlafsack, der sich stark komprimieren lässt.
  • Eine gute (Spiegelreflex-)Kamera muss mit. Mobiltelefone sind mit diesen Lichtbedingungen in der Regel etwas überfordert.

 
Hinweis:
Die beschriebene Biwacktour fand am 20. Juli 2016 statt, die Übernachtung erfolgte auf dem Jatzhorn in Davos. Sonnenuntergang: 20.10 Uhr; Mondaufgang: 20.30 Uhr; Sonnenaufgang: 5.45 Uhr.

Biwak auf dem Rothorn, Lenzerheide:
Für Outdoor-Begeisterte, welche das Biwak in der Gruppe erleben möchten, gibt es auf dem Rothorn in Lenzerheide ein organisiertes Biwak. Hier gehts zu den Informationen.
 

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