Gotthard-Umrundung | Ride Magazin

Gotthard-Umrundung

Griessee / Passo del Corno

Auf der dreitägigen Mountainbiketour rund um das Gotthard-Massiv passiert man vier Kantone und drei Sprachregionen und ist dem Herz der Schweiz nirgends näher als hier. Die raue und alpine Landschaft und die wunderbaren Singletrails verleihen der Route ihren besonderen Reiz.


Beschreibung

Die Gotthardumrundung beginnt auf dem Furkapass, auf welchen man mit dem Postauto gelangt, wobei der Aufstieg auf der Passstrasse auch aus eigener Kraft bewältigt werden kann. Auf der Passhöhe hält man links und steigt auf einem Karrenweg hoch zum Bidmer mit seiner fantastischen Aussicht auf die Berner und die Walliser Hochalpen. Die Abfahrt ist anfänglich nicht so prickelnd wie das Panorama. Der Weg führt durch Wiesengelände, ist zum Teil tief eingeschnitten und schwierig zu fahren. Nach der Alp Gand gehts mangels Alternativen ein gutes Stück auf einem Alpsträsschen bergab, bis unmittelbar vor Oberwald nochmals ein schöner Singletrail ansteht. Man rollt nun nach Ulrichen und steigt auf der moderat befahrenen Passstrasse in Richtung Nufenenpass. Knapp 200 Höhenmeter unter dem Pass zweigt man in einer Linksserpetine rechts weg und steigt auf einem kleineren Strässchen hoch zur Staumauer des Griessee. Auf einem Singletrail geht s nun bergauf zum Cornopass (Passo del Corno), von wo ein fantastischer Flow-Trail hinab zur Grieshütte (Capanna Corno-Gries) führt. In dieser futuristisch anmutenden SAC-Hütte endet die erste Etappe.
Der zweite Tag beginnt mit einem Highlight – dem fantastischen Singletrail nach San Giacomo hoch über dem Bedrettotal. In einem Mix aus Singletrail, Alpstrassen, Aufstiegen und Abfahrten gehts weiter talauswärts vorbei an den Alpi di Formazzora, der Alpe di Valeggio und der Alpe die Cristallina nach Grasso Fondo. Ein wunderbar zu fahrender Singletrail führt nun hinab via Cioss di Sopra nach Airolo. Entweder steigt man nun auf der Strasse hoch zum Lago Ritom oder man fährt hinab nach Piotta und bewältigt den Aufstieg mit der Standseilbahn. Man steigt durch das Val Piora hoch zum bekannten Passo del Sole. Ein knackiger Trail führt von hier hinab nach Stabbia Nuovo. Auf Alpsträsschen und auf der Passtrasse ist dann schnell der Lukmanierpass und damit das Ziel der zweiten Etappe erreicht.
Tag Drei beginnt mit einer Überraschung: Statt auf der Passstrasse in Richtung Disentis zu rollen, klettert man auf das Dach der Lawinengalerie und folgt hier dem Singletrail, der direkt über der Passstrasse liegt. Später passiert man die Staumauer und folgt der Passstrasse oder den parallel dazu verlaufenden Wegen durch das Val Medel talauswärts. Wenig vor dem Ort Pardé hält man links und steigt auf einem Strässchen hoch nach Stagias und dem wenig darüber liegenden Übergang. Nun ist die beschilderte Mountainbike Strecke (1 - Alpine Bike) erreicht, welcher man auf der Nordseite des Tals vorbei an Sedrun bis nach Tschamut folgt. Unvermindert folgt man der Alpine-Bike-Strecke, die nun über den Maighelspass nach Andermatt führt. Diese bekannte Mountainbike-Route bildet den würdigen Schlusspunkt der dreitägigen Gotthard-Umrundung.
Etappenlängen
1. Etappe: 32 km; Höhendifferenz 1370 m (auf) / 1465 m (ab)
2. Etappe: 49 km: Höhendifferenz 1200 m (auf) / 2400 m (ab)
3. Etappe: 59 km; Höhendifferenz 1640 m (auf) / 2405 m (ab)

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Distanz

140 km

Höhenmeter

4210 m

Tiefenmeter

6270 m

Tiefster Punkt

1009 M.ü.M.

Höchster Punkt

2563 M.ü.M.

Tage

3 Tage

Startort

Göschenen

Zielort

Göschenen

Kondition

 

Fahrtechnik

 

Panorama

 

Gesamteindruck

 

Webcode

1407

E-MTB

gut tauglich für E-Mountainbikes

Autor

Thomas Giger

Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
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Kommentare

Wir sind die Route in leicht abgewandelter Form von Sedrun nach Sedrun gefahren. Definitiv eine sehr eindrucksvolle Runde auf zumeist abgelegenen Pfaden, abseits von Hotspots mit hohem Singletrail-Anteil und technischen Herausforderungen mit weitgehender Befahrbarkeit. Moutainbiking in seiner "Ur-Form" :)

Folgende aktuellen Infos möchte ich gerne teilen:

Das Postauto von Andermatt auf den Furkapass hat Kapazität für maximal 6 Bikes. Anstatt dass man mit dem Postauto zum Furkapass fährt und dann "kalt" in den Downhill startet bietet es sich an, den Furkapass hochzustrampeln um dann zur Mittagszeit "gut eingewärmt" ins Wallis abzufahren. Hier nun kann man dafür mit dem Postauto den Nufenenpass hochfahren. Man hat dann in Ulrichen eine längere Mittagspause und kann um ca. 15:30h das Postauto nehmen und ist zeitlich passend zum Nachtessen auf der Griesshütte. Ist in Bezug auf die Höhenmeter praktisch identisch, machte so aber für uns zumindest mehr Sinn.

Die Zugangsstrasse von der Lukmanierpass-Strasse zur Staumauer des Griessee ist aufgrund von Steilschlag für jeglichen Durchgang gesperrt. Die Strasse ist zwar problemlos passierbar, aber eben gesperrt. Alternativ kann man vom Nufenenpass in Richtung Airolo abfahren und muss dann eben hoch zur Griesshütte schieben. Der Aufenthalt in dieser coolen Hütte lohnt die Mühen aber allemal.

Den Aufstieg von Airolo nach Piora kann man sich gut sparen und stattdessen die Standseilbahn von Piotta nehmen. Diese befördert allerdings nur um 13:15h, 14:15h und 15:15h Bikes - aus Platzgründen.

Sind die Runde gefahren. Hat Mega Spaß gemacht, (wirklich schöne und auch anspruchsvolle Trails) bis auf das letzte Teilstück (Tag 2 Abfahrt nach Airolo) das in der Beschreibung folgendermaßen dargestellt wird:
Ein alter, etwas ungepflegter aber wunderbar zu fahrender Singletrail führt nun hinab via Cna Zora nach Airolo..
Das ganze stellte sich als völlig ausgesetzte, völlig mit Gras verwachsene und daher zu der Tageszeit noch sehr feuchte, und kaum erkennbare Linie im Absturzgelände dar. Wir haben bis auf wenige Ausnahmen alles geschoben ( Frust ohne Ende).
Zum Vergleich: Alle anderen Trails der ganzen Runde sind wir gefühlt 99,5% gefahren und diese entsprachen der Technikbewertung.
Tipp: Besser an der Abzweigung der wunderbaren Linkskehre mit Anlieger folgen und diesen Harakiri Pfad auslassen...
Vermutlich sind die Autoren der oberen Zeilen, genau dieser Linie gefolgt und haben ihren Fehler gar nicht gemerkt....
Wir haben „blöderweise“ unseren „Fehler“ erkannt und sind auf den original Track zurückgekehrt
Zum Schluss aber nochmal der Blick aufs Ganze.
Tolle Runde in gigantischer Landschaft.
Vielen Dank dafür
Thommy

Hallo Thomas
Wie habt ihr es mit den Postautozeiten gemacht? Resp. Wo seit ihr gestartet?

Beschrieb und GPS-Track der Route zwischen Cap. Corno Gries und Airolo sind jetzt angepasst.

Die Tour war supermegaschön! Strenge Anstiege inkl. Schieben. Dafür flowige bis technische Abfahrten. Es war das Komplettpaket! Danke Ride Riders :-)

Hast Du diese in einem Tag gemacht? Kann es als Rundtour mit dem Bike gemacht werden oder
Musst man etwas mit dem Zug Fahren?