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Zweiter O-Tour-Sieg für Hansueli Stauffer

Trotz eines Defektes bei halber Distanz kann sich der Sigriswiler Hansueli Stauffer wieder an die Spitze vorarbeiten und gewinnt den Schlussspurt um den Sieg gegen den Berner Marc Stutzmann. Dritter wird Lokalmatador Martin Fanger, der damit seine Führung in der Bike Marathon Classics weiter ausbaut. Bei den Frauen ist Vize-Europameisterin Janina Wüst eine Klasse für sich. Zweite wird Alexandra Zürcher vor Andrea Ming.

Hält das Wetter oder hält es nicht? Die bange Frage der rund 400 O-Tour-Teilnehmenden wurde bereits in der ersten Steigung zur Lütholdsmatt beantwortet: Es begann zu regnen und wurde immer kälter. Auf dem Glaubenberg fielen die Temperaturen gar so tief, das verschiedene Ausdauersportler mit dem Gedanken der Rennaufgabe spielten. So auch die Führende bei den Frauen, Janina Wüst. «In der Abfahrt zurück ins Ziel wurde es so kalt, dass ich ernsthaft mit dem Gedanken spielte aufzugeben. Doch dann standen so viele Kinder bei der ersten Zieldurchfahrt an der Strecke und jubelten mit zu, dass ich weiterfuhr.» Auf dem zweiten Streckenteil kam dann sogar kurzzeitig die Sonne und es sei wärmer geworden, so Wüst, die sich sehr zufrieden zeigte mit ihrer Leistung. Auch die zweitplatzierte Alexandra Zürcher freute sich, dass sie nicht mehr als 5:18 Minuten auf die Siegerin eingebüsst hat. Ebenso die drittplatzierte Obwaldnerin Andrea Ming, die sich überrascht zeigte, dass es bei ihr trotz fehlender Rennpraxis so gut lief.

Erst Platten, dann Erster

Überraschend verlief auch der Wettkampf der Männer. Wie erwartet setzte sich bald ein Quintett mit den Favoriten Martin Fanger, Hansueli Stauffer, Marc Stutzmann, dessen deutscher Texpa-Teamkollege Pirmin Einsenbarth und der Bündner Fadri Barandun vom Rest ab. In der Abfahrt zur ersten Zieldurchfahrt erlitt Stauffer jedoch einen Platten und musste das Hinterrad wechseln. Dabei büsste er fast zwei Minuten ein. Doch kurz vor der Schlusssteigung auf den Ächerlipass konnte er den Kontakt zur Spitzengruppe wieder herstellen. Kaum begann die Strecke wieder zu steigen, überraschte Barandun seine Mitstreiter mit einer Tempoverschärfung. Stutzmann ging mit und konterte den Bündner aus. Stauffer jedoch wählte eine andere Taktik: Der Sigriswiler teilte seine Kräfte so ein, dass er just auf dem Ächerlipass zu Ausreisser Stutzmann aufgeschlossen war. Fanger kämpfte auf der dritten Position erfolglos um den Anschluss. Die weiteren Mitstreiter fielen aus der Entscheidung um die Podestplätze.

Eine spannende Konstellation, denn sowohl Fanger (2020) als auch Stauffer (2018) und Stutzmann (2017) hatten je einen O-Tour-Sieg auf dem Konto. Jeder wusste also, wie das Rennen zu gewinnen ist. Letztlich zählten jedoch einzig die Kraftreserven. Stauffer und Stutzmann hatten die grössten und arbeiteten bis auf die Zielgerade gut zusammen, während Fanger alleine gegen den Wind kämpfen musste. Auf der Zielgeraden behielt dann Stauffer das bessere Ende für sich. Er sagte: «Nach dem Radwechsel merkte ich bald, dass ich der Spitze wieder näherkam. Das hat mich extrem motiviert.» Das er gewinnen könnte, habe er jedoch erst auf der Ziellinie geglaubt. «Marc ist ein starker Finisseur. Ich hatte mich schon fast mit dem zweiten Platz abgefunden.» Dass es doch zum Sieg gereicht habe, mache ihn superhappy, sagte Stauffer.

Stutzmann erklärte: «Im Zielsprint habe ich mich verkalkuliert. Auf der idealen zweiten Position bog ich auf die Zielgerade ein und liess noch etwas Abstand zu Hansueli, um mit Schwung an ihm vorbeizufahren. In dem Moment zog er das Tempo an. Ich hatte keine Chance mehr, ranzukommen. Chapeau! Vor allem nach der Aufholjagd wegen des Plattens.» Stutzmann zeigte sich nicht enttäuscht. Er habe noch die letzten beiden Trainingswochen in Livigno in den Beinen gespürt.

Martin Fanger musste sich eingestehen, dass die beiden Berner diesmal stärker waren. «Ist schon seltsam: In dieser Saison bin ich insgesamt stärker gefahren als 2020 im Jahr meines ersten O-Tour-Siegs. Als ich jedoch nach der Abfahrt vom Ächerli wieder unten auf dem Flugplatz in Alpnach ankam und die beiden nicht vor mir sah, wusste ich, was es geschlagen hatte.» Er freue sich, dass er die Führung in der Bike Marathon Classics weiter habe ausbauen können und ihm der Gesamtsieg am Finale in zwei Wochen am Iron Bike Race in Einsiedeln wohl niemand mehr streitig machen könne.

Bei den Fun-Fahrern erreichte Classics-Leader Tobias Klötzli einen weiteren Triumph. Auf der Mitteldistanz kam es jedoch zu Leaderwechseln. Bei den Frauen reichte der  Ennetmooserin Samira Odermatt der vierte Platz, die das Leadertrikot zu übernehmen; bei den Männern der zweite Platz von Manfred Steinbacher aus Bad Ragaz.

Auch die scheidende OK-Präsidentin Marion Imfeld zeigte sich bei ihren Abschiedsworten emotional. Sie bedankte sie bei allen Helfern, Teilnehmern und Sponsoren und bedauerte, dass sie nicht sagen könne, ob und wie das Rennen weitergeführt werde.

Resultate  

Männer (86 km):
1. Hansueli Stauffer (Sigriswil) 3:51:32.
2. Marc Stutzmann (Belp) gl. Zt.
3. Martin Fanger (Genf) 0:57.
4. Fadri Barandun (Samedan) 1:55.
5. Pirmin Eisenbarth (De) 6:38.
6. Emilien Barben (Chez-le-Bart) 15:00.
7. Fabien Monnier (Ayent) 16:10.
8. Fabian Heinzer (Schwyz) 19:06.
9. Damian Perrin (Bern) 22:13.
10. Stefan Spielmann (Losdorf) 22:22.

Frauen (86 km):
1. Janina Wüst (Lupfig) 4:54:54.
2. Alexandra Zürcher (Oey) 5:18.
3. Andrea Ming (Edlibach) 19:56.
4. Sue Tanner (Stans) 34:18.

Männer (45 km):
1. Simon Brändli (Winterthur) 2:10:12.
2. Manfred Steinbacher (Bad Ragaz) 4:24.
3. Yannick Bodenmüller (Ennetmoos) 16:04.
4. Karl Keller (Zürich) 17:15.
5. Janis Hofer (Blumenstein) 18:08.

Frauen (45 km):
1. Carmen Zaugg (Hägendorf) 2:43:21.
2. Simone Evans (Cham) 24:09.
3. Uta Schadow (St. Gallen) 26:52.
4. Samira Odermatt (Ennetmoos) 30:16.
5. Susanne Vuilleumier (Adligenswil) 32:16.

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