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Yoga und Bike – eine Kombination die mehr als nur ein Trend ist

Dass Mountainbiker die weiterentwickelte Form einer uralten Meditationstechnik praktizieren, kann man kaum als Zufall titeln. Es wirkt sich positiv auf verschiedenste Bereiche aus, die beim Biken zum Tagen kommen. Das schätzen auch Spitzensportler und im Tourismus setzt man auf kombinierte Yoga- und Bike-Camps. Und trotzdem, es ist weit mehr als nur ein Lifestyle-Trend.

Yoga über den Daumen gepeilt

Vorweggenommen: Yoga hat seinen Ursprung vor rund 5000 Jahren in Indien. Wer es jetzt noch zu einem dieser Lifestyle-Trends abstempelt, hat etwas nicht verstanden! Auch heute noch hat es in Indien einen grossen Stellenwert und gehört in vielen Teilen des Landes sogar zum Schulunterricht.
 
Auch wenn es viele Formen des Yoga gibt, grob zusammengefasst ist es eine Methode, um Körper, Geist und Seele miteinander zu verbinden. In der westlichen Welt werden heute viele Yoga-Techniken praktiziert und entstehen immer mehr neue Abwandlungen. Sie setzen sich oft aus körperlichen Übungen wie dem Stretching, Positionen- und Atemübungen zusammen. Andere Formen von Yoga zum Beispiel legen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration. Eine weitere Beschreibung des Yoga würde den Umfang dieses Artikels sprengen, ganz zu schweigen von einer ausführlichen Formulierung.
 

Profis und Yoga – kein Zufall

Dass viele Mountainbike-Profis Yoga praktizieren, ist kein Zufall. Es bietet eine Vielzahl von Übungen und Techniken die Atmung, Bewegung, Psyche und Geist miteinander verbinden. Und wem das zu stark nach Spirituellem Tun klingt, dem hilft die Entspannung, eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit und Beweglichkeit.
Für Cross-Country-Weltmeisterin Kate Courtney ist Yoga ein wichtiger Teil ihres Wochenplans. «Ich mache rund fünf Stunden pro Woche, also fast täglich Yoga. Im mentalen Bereich hilft es mir mich zu entspannen, im physischen Bereich ist es mir wichtig fürs Stretching.
 
Auch die Deutsche Freeride- und Dirtjump-Ikone Timo Pritzel schwört auf Yoga, allerdings schon seit bald 20 Jahren. Der Extremsport hatte bei ihm erhebliche Spuren hinterlassen. «Ich hatte so viele Verletzungen und Energieblockaden, dass mein Körper und Geist mir verdeutlichten, dass es so nicht weitergehen kann.»
Die Schulmedizin kam bei Pritzel an ihre Grenzen, und so probierte der damals Mittzwanziger alternative Heilmethoden aus – mit Yoga fand er ein Rezept zur Heilung. Es sei die Mischung aus Osteopathie, Naturheilkunde und Yoga die ihm geholfen haben, seinen Körper wieder ganzheitlich aufzubauen und die Energieblockaden zu lösen.
 
Für den Berliner Mountainbike-Profi sind Yoga, Mediation und Atemarbeit aber auch Werkzeuge, um herauszufühlen was wichtig ist im Leben und dies umzusetzen: Zum Beispiel sein inneres Glück finden oder lernen loszulassen. Dass Yoga nach Lebensschule klingt, erwartet man wohl weniger von einem der vormals weltbesten Freeride-Mountainbiker. Doch es zeigt wiederum, dass es hierbei doch um mehr geht, als am nächsten Wettkampf Höchstleistungen abrufen zu können.
 

Was bringt Yoga auf dem Trail?

Die Aussagen von Courtney und Pritzel klingen für den ehemaligen Schweizer Elite-Biker Roger Schütz, Veranstalter von Bike- und Yogacamps, naheliegend. Er sieht die Vorzüge vor allem auch bei nicht leistungsorientierten Mountainbikern die nicht mit der fahrerischen Präzision und Fitness von Profis ausgestattet sind: «Mit Übungen für die Atmung, Beweglichkeit und Konzentration hilft Yoga auch beim freizeitlichen Biken ungemein. Die komplexen Körperübungen führen dazu, dass man sich auf das körperliche Tun fokussiert. Das steigert die Konzentration und somit den Fokus auf dem Trail.» So ist Schütz überzeugt, dass auch das Sturz- und Verletzungsrisiko sinkt.
 
Weiter führt er aus: «Yoga verbessert auch den Flow-Zustand – der Fokus der aus dem meditativen Zustand entsteht. Das ist ein Unterschied zum Fokus der durch Adrenalinausschüttung entsteht.» Der meditative Flow-Zustand habe den Vorteil, dass die Energieausschüttung länger anhält und nicht wie beim Adrenalin schnell verpufft – quasi eine mentale Fettverbrennung.
 
Für Leistungssportler soll das Yoga-Nidra interessant sein. Es schaffe einen hohen Erholungsgrad innert relativ kurzer Zeit. «Das erlebe ich bei mir aber auch bei unseren Camp-Teilnehmern», verrät Schütz aus seinen Erfahrungen.
 

Camps haben anhaltenden Erfolg

Schütz, der Ende der Neunzigerjahre auch im Cross-Country-Weltcup unterwegs war, entdeckte im Jahr 1999 dank seiner Frau Gabriela das Yoga. Seit gut elf Jahren veranstaltet er gemeinsam mit ihr kombinierte Yoga- und Bike-Camps. Damit gehören die Berner zu den Pionieren in diesem Bereich. «Was damals als Gedanke begann, etwas das Körper und Seele gut tut mit seinem Lieblingssport zu verbinden, fand zunehmend Anklang», erzählt Schütz, der Hauptberuflich als Sozialtherapeut arbeitet. «Es war schön zu sehen, dass wir mit unserer Idee richtig lagen und damit viele Mountainbiker ansprechen konnten. Einige kommen immer wieder in unsere Camps.»
 
Wie eingangs erwähnt, vom Yoga gibt es viele Abwandlungen, und das macht in gewissen Fällen auch Sinn, wie den Worten von Roger Schütz zu entnehmen ist: «Ich baue vieles aus meinen Erfahrungen aus über 30 Jahren Mountainbiken in mein Yoga ein. Das machen wir auch in unseren Bike- und Yogacamps, aber die Auslegung entwickelt meine Frau. Als Yoga-Lehrerin verfügt sie über eine enorme Erfahrung und versteht es die Übungen nötigenfalls auf einzelne Personen anzupassen.
 
Mit der Idee, Yoga und Mountainbiken in Camps zu kombinieren, sind Roger Schütz und Gabriela Stauffer aber nicht alleine. Auch Timo Pritzel hatte sich während den Jahren zum Yoga-Lehrer fortbilden lassen und unterrichtet auf diversen Bike-Festivals regelmässig «yogaforbikers» Klassen.
 

Bike-Destinationen setzen auf Yoga

Dass Tourismus-Destinationen Yoga-Seminare und Camps anbieten – und zwar nicht «seit gestern», überrascht nicht. Es ist ein Zeichen, dass diese Kombination geschätzt wird.
Zum Beispiel brachte Deutschlands früheres 4x-Aushängeschild Steffi Marth die Idee eines «Bike & Yoga Camps» nach Zermatt. Dieses zielt auf die weiblichen Yogis ab. Im Zentrum steht dabei die Kombination aus Fahrtechnik und well-being. Dieses Camp vom 28. bis 30. Juni 2019 thematisiert «Yoga als perfekte Ergänzung zum Mountainbiken». Zusammen mit Yoga-Coach Anita Locher werden Stretching, Stabilität und Kraft mit bike-spezifischen Yogaübungen aber auch die Fahrtechnik draussen auf den Trails trainiert.

Ein weiteres Beispiel in der Schweiz ist das «Keep Riding and Yoga Girls-Camp» in Lenzerheide. Dort stehen Mountainbike-Fahrtechnik mit Swiss Cycling Guide Baba Anderegg, tolle Trails und Glücksgefühle im Vordergrund. Die Yogastunden mit Wellness, gutem Essen und ein paar Übernachtungen zu kombinieren, klingt schon mehr nach Lifestyle. So offen wie sich Yoga aber weiterentwickelt, kann es ebenso offen kombiniert werden.

Ebenso wie jede Form des Yoga erklären, liesse sich auch die Liste des Yoga- und Bikecamps schier endlos weiterführen. Wer im Internet sucht, wird schnell fündig. Ob ein grosses Hotel oder eine Privatperson hinter einem solchen Camp steht, es ist für jeden etwas dabei. Wichtig aber, schickt Roger Schütz abschnliessend nach: «Es bedarf vielleicht einen kleinen Anstoss Yoga auszuprobieren. Der Entscheid es regelmässig zu praktizieren, sollte aber immer aus eigener Überzeugung kommen.

www.bikeundyoga.ch
www.timopritzel.com
www.traillove.bike/bike-yoga-mit-steffi-marth
www.schweizerhof-lenzerheide.ch/bike-yoga-girls-camp
www.bike-holidays.com/mountainbike-yoga
 

 

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