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Wer hats erfunden? Der Schweizer Bike-Entwickler Jonas Müller lanciert «Beta»

Beta Bikes

Er entwickelte Bikes für BMC und Santa Cruz sowie Produkte für DT Swiss. Jetzt startet der Basler Jonas Müller sein eigenes Entwicklungsbüro. Ziel von «Beta» ist es, hochwertige Produkte erschwinglich zu machen und die Entwicklungen an Hersteller zu lizenzieren.

Nach Jahren in der Entwicklung bei Big Names wie BMC, Santa Cruz und DT Swiss hat sich Jonas Müller entschieden, sei eigenes Unternehmen zu starten: «Es war eine grossartige Erfahrung, für diese Firmen zu arbeiten. Dank dem Umfeld in diesen Unternehmen konnte ich an einigen der besten Räder im Markt arbeiten, mit der Unterstützung von vielen Entwicklungsressourcen und Weltklasseathleten. Das durch Testberichte und und Siege an grossen Rennen bestätigt zu sehen war jeweils ein emotionaler Höhepunkt. Aber tief in mir drin war bei mir immer der Wunsch, auch mal selbst eine Marke auf die Beine zu stellen, um Bikes exakt nach meinen Vorstellungen, und erschwinglicher zu machen.»

Diesem Wunsch stellen sich aber auch Zielkonflikte entgegen: Im Zeitalter von Carbonrahmen mit teuren Werkzeugen ist es nur mit grossen Investitionen möglich, eigene Produkte zu entwickeln, präzisiert Müller. Die derzeitige Antwort auf die hohen Kosten bei Carbonrahmen heisst Open Mold, Rahmen und Produkte welche von den Herstellern in Fernost entwickelt wurden, und die man kaufen kann ohne erst in ein Werkzeug investieren zu müssen. Leider ist es aber gemäss Müller sehr schwierig, überzeugende Produkte zu finden.

Carbon hat seine Tücken

Oft seinen die Schwächen erst auf den zweiten Blick sichtbar, und sie reichten von Grundlegendem wie der Geometrie bis hin zu Details wie der Kabelverlegung. «Selbst wenn man ein auf dem Papier überzeugendes Produkt gefunden hat, weiss man noch wenig über die Fabrik, die Qualität und die Performance. Nicht jeder hat die Möglichkeiten, die Fabriken zu besuchen oder selbst die Produkte zu testen. Kann man der Fabrik vertrauen? Was kann das Produkt wirklich? Ist es sicher?», sagt Müller zum globalisierten Geschäft mit Carbon-Produkten. All die gestellten Fragen seien schwierig zu beantworten, wenn man nicht einen engen Kontakt zur Fabrik habe. Und noch viel schwieriger ist es gemäss Müller für den Endkonsumenten, den Wert des Produktes einzuschätzen.

«Ich sah drei grosse Probleme mit Open Mold-Produkten: Das Produkt selbst, das Risiko für den Kunden, und den Wert, den Endkunden in den Produkten sehen. Da habe ich mir gedacht: Für jeden dieser Punkte habe ich eine Lösung. Das war die Geburtsstunde von Beta.»

Was leistet Beta?

Wie funktioniert Beta also? Müller fasst es kurz: Beta entwickelt Produkte und bewirbt diese. Diese Produkte werden dann an einen Hersteller lizenziert, welcher die Produkte nach Betas Richtlinien herstellt und direkt an seine Kunden verkauft – typischerweise grössere Händler, Vertriebe oder kleinere Marken. Alle Produkte werden das Beta Licensed Engineering als Gütesiegel tragen, aber nicht unter der Marke Beta verkauft.

Nachdem er schon mehrere herausragende Projekte realisiert hat, ist Jonas Müller zuversichtlich, mit der gesammelten Erfahrung in der Zukunft noch bessere Produkte realisieren zu können. «Bei BMC konnte ich in einem entwicklungsgetriebenen Umfeld arbeiten, mit neuen Ideen und Lösungen in beinahe jedem Projekt. Bei Santa Cruz war der Fokus, robuste Produkte mit grösstmöglichem Nutzen für den Biker zu zu entwickeln. Und bei DT Swiss stand Qualität über allem, auf einem Niveau, welches in der Bikebranche selten erreicht wird.»

Für Beta im Fokus steht das bestmögliche Fahrerlebnis, mit Innovationen die dieses Ziel unterstützen. Beta ist in der komfortablen Position, auf ein Netzwerk von hervorragenden Partnern zurückgreifen, von einem Designbüro über ehemalige Arbeitskollegen bis hin zu Händlern. Gemäss Jonas Müller ist dies ein sehr wichtiger Aspekt: «Als Ingenieur ist man viel zu schnell von seinen Ideen überzeugt. Man braucht andere Leute um sich herum, um zum besten Produkt zu finden.»

In der Vergangenheit hat Jonas Müller auch viel für das Marketing gearbeitet, und er freut sich darauf, dass dies auch wieder Teil seiner Arbeit sein wird. «Es ist vielleicht nicht offensichtlich, aber wenn man als Ingenieur im Marketing engagiert ist, treibt einem das an, bessere Produkte zu machen. Als Ingenieur wird man sehr einfach isoliert von der Welt, und optimiert ein kleines Detail zur Perfektion. Im Marketing ist man in Kontakt mit Journalisten, Händler und Fahrern, und man sieht wieder das grosse Bild, was wichtig für den Fahrer ist. Es erfordert auch, dass man ständig darüber nachdenkt, was das eigene Produkt von der Konkurrenz abhebt. Leute belohnen ehrliches Marketing, und dafür braucht es gute Produkte. Will man mit Marketing ein Produkt besser machen als es wirklich ist, macht man sich schnell lächerlich.»

Vor Ort

In Sachen Qualität geht gemäss dem Bike-Entwickler nichts über eine ständige Überwachung der Produktion und Qualitätsprüfungen in der Fabrik. Deshalb ist das Büro von Beta in Taiwan in der Fabrik, dass die meisten der Beta-Produkte herstellt. Prüfpläne und und Testmethoden werden alle von Beta definiert und überwacht.

Was befindet sich bereits in der Pipeline der brandneuen Entwicklungsmarke? Die ersten Produkte werden im Frühjahr 2017 erwartet, und das Produktportfolio werd von da an wachsen. Die Vision von Beta ist es, einen guten Ausgangspunkt zu bieten, um spannende Marken zu schaffen, ohne grosse Investitionen zu benötigen. «Die Endkonsumenten haben unterschiedliche Anforderungen sowohl an das Produkt als auch an den Service. Eine Marke alleine kann das nicht alles abdecken. Hoffentlich ermöglicht Beta eine grössere Auswahl an Marken und Bikes, die verschiedene Zielgruppen abdecken.»

www.betabicycles.com

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