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Weltcupauftakt: Schurter hauts im Sprintfinish aus dem Pedal

Eigentlich sind Zielsprints eine der grossen Stärken von Nino Schurter. Beim Weltcupauftakt wird er nun aber genau auf dieser Domäne geschlagen: Der Neuseeländer Sam Gaze schnappt sich auf der Zielgeraden den Weltcupsieg und verweist Schurter und Marmotte auf die Plätze. Bei den Damen gewinnt die Dänin Annika Langvad.

Nino Schurter, Weltcup Stellenbosch 2018

Eigentlich sind Zielsprints eine der grossen Stärken von Nino Schurter. Beim Weltcupauftakt wird er nun aber genau auf dieser Domäne geschlagen: Der Neuseeländer Sam Gaze schnappt sich auf der Zielgeraden den Weltcupsieg und verweist Schurter und Marmotte auf die Plätze. Bei den Damen gewinnt die Dänin Annika Langvad.
 
Es ist schließlich ein kleines, technisches Detail, das über Sieg und Platz zwei entscheidet. Auf der Zielgeraden kommt Nino Schurter aus dem Windschatten von Sam Gaze, scheint auch Tempo-Überschuss zu haben, doch dann reisst er plötzlich vor Enttäuschung den Mund weit auf. Schurter ist aus dem Pedal ausgeklickt und verliert alle Chancen, seine Serie auf sieben Erfolge zu verlängern. Immerhin reicht das Tempo noch, um vor Maxime Marotte über die Linie zu rollen und Zweiter zu werden. Gaze jubelt ausgelassen über seinen ersten Weltcupsieg in der Elite.

«Das war ein bisschen schade, dass es wegen dem Klickpedal passiert ist. Es wäre sicher auch sonst knapp geworden, aber ich glaube, ich hätte ihn gehabt», kommentierte Schurter.
Bis dahin lieferten sich die beiden amtierenden Weltmeister ein tolles Duell, das man vorher so gar nicht erwartet hatte. Cyclo-Cross-Star Mathieu van der Poel konnte schon in der zweiten Runde dem Tempo nicht mehr folgen und belegt schliesslich Rang vier. Maxime Marotte kommt von hinten, schliesst bisweilen zum Spitzenduo auf, das aber vor allem weil die beiden taktieren. Es kommt immer mal wieder zu kleinen Sprint-Einlage um die erste Position in den Singletrails, dazwischen beäugen sich die beiden.

«Sam war extrem stark und das hier ist seine Strecke. Diese kurzen Anstiege sind sein Ding. Da war es klar, dass es schwer wird ihn hier abzuhängen, da braucht man eine neue Lösung gegen ihn», so Schurter zum Duell mit dem Neuseeländer. Auf der Schlussrunde taktierten beide noch mal und am letzten Anstieg, war es Sam Gaze, der als erster den Sprint vor dem Singletrail anzog. «Er ist mir zuvorgekommen», gesteht Schurter. Auf der Zielgeraden hätte es dann aber doch noch reichen können, wäre Schurter da nicht aus dem Pedal geklickt. Dass die Serie zu Ende ging, fand er «nicht so schlimm». «Ich wusste, dass es irgendwann zu Ende geht.  Ist vielleicht auch gut, wenn mal ein anderer der Gejagte ist. Schauen wir mal, wie es weiter geht.»
 
Zweitbester Schweizer wird Europameister Florian Vogel als Siebter. Er kämpft in einer Gruppe, aus der sich dann zwei Runden vor Schluss der Franzose Titouan Carod absetzt und den fünften Rang erobert. «Wenn man mir das vor zwei Monaten gesagt hätte, dann wäre ich damit glücklich gewesen. Aber jetzt bin ich doch nicht so ganz zufrieden. Ich habe seit gestern Probleme mit dem Magen, ich konnte nicht richtig essen. Das hat mich sicher Körner gekostet. Unter diesen Umständen habe ich das Optimum herausgeholt, aber für die Saison liegt definitiv mehr drin», kommentiert Vogel. Mathias Flückiger war Teil der Verfolgergruppe um Vogel, verlor aber in der vorletzten Runde den Anschluss. Er belegte Rang neun. «Ich konnte meine Leistung erbringen. Ich hatte aber gestern einen ziemlich schweren Sturz und habe eine riesengroße Prellung. Normalerweise fühle ich mich technisch immer sehr gut, aber die letzten zwei Tage war ich irgendwie nicht ich selbst.» Andri Frischknecht überraschte als Zehnter.«Ich hatte einen super Winter, ohne Verletzungen und Krankheiten. Ich dachte schon letztes Jahr, dass ich weiter vorne fahren könnte. Ich habe mir ein Top-16-Resultat erhofft und jetzt bin ich Zehnter», sagt Andri Frischknecht nach einer väterlichen Umarmung von Thomas Frischknecht nach dem besten Rennen seiner Karriere.

Gute Schweizer Bilanz bei den Damen

Bei den Damen ist es die Dänin Annika Langvad, die den Auftakt des Cross-Country-Weltcups gewinnt mit 13 Sekunden auf die Französin Pauline Ferrand Prevot und 34 Sekunden vor der überraschenden Anne Tauber aus den Niederlanden. Den Sprint um Rang vier verliert Jolanda Neff gegen die Deutsche Helen Grobert und ihre Kross-Teamkollegin Maja Wloszczowska aus Polen und wird Sechste. Linda Indergand auf neun und Alessandra Keller auf zehn runden das gute Schweizer Resultat ab.
 
Dass Jolanda Neff sechs Wochen nach ihrem Schlüsselbein-Bruch schon wieder um den Sieg mitfahren würde, das konnte man nicht annehmen. Und so darf man es ihr auch abnehmen, wenn sie sagt, dass sie «überhaupt nicht enttäuscht» sei. Auch nicht, dass sie das Podium so knapp verpasste. «Nein, wenn eine von uns auf dem Podium ist, dann ist das okay», meint sie mit Blick auf Teamkollegin Maja Wloszczowska. «Ich war jetzt fünf Wochen nicht auf dem Mountainbike, da kann ich nicht erwarten, dass ich um den Sieg fahre. Das wäre ja auch nicht normal. Ich bin auf Sicherheit gefahren und habe mein Ziel Top-Ten weit übertroffen und bin super zufrieden.»
 
Neff reiht sich nach der Anfangsphase hinter dem führenden Duo Annika Langvad/Pauline Ferrand Prevot, sowie Anne Tauber an vierter Stelle ein und ist an dieser Position eine Zeit lang mit Ex-Weltmeisterin Catharine Pendrel unterwegs. Während der vorletzten von sechs Runden gelingt es Maja Wloszczowska wieder aufzuschließen. Das Duo kann Pendrel abschütteln, doch in der Schlussrunde schafft Helen Grobert den Anschluss. Es kommt zum Sprint des Trios, den Grobert gewinnt.

Linda Indergand hält sich während erst mal in den besten Zehn, wird dann aber von einer Gruppe überholt und liegt an elfter Stelle. Indergand ist jedoch in der Lage sich zu behaupten und verliert am Ende den Sprint um Rang acht gegen die Deutsche Meisterin Sabine Spitz. «Das I-tüpfelchen hat gefehlt, dass ich den Sprint noch gewonnen hätte. Aber nach Zypern, wo noch nicht viel ging, da bin ich mit heute schon sehr zufrieden», kommentierte Indergand. Alessandra Keller fährt sich nach einem verhaltenen Start auf Position sieben nach vorne, kämpft lange um den Anschluss. «Ich habe versucht vorne Anschluss zu finden und es ist mir nicht gelungen. Ich denke nicht, dass ich zu viel Energie eingesetzt habe, es ging einfach nicht mehr», erklärte Alessandra Keller zu ihrem zehnten Rang.
 

Resultate Herren: 1. Samuel Gaze, NZL, 1:30.14

2. Nino Schurter, SUI, + 0.01
3. Maxime Marotte, FRA, + 0.02
4. Mathieu von der Poel, NED, + 1.10
5. Titouan Carod, FRA, + 1.27
6. Anton Cooper, NZL, + 2.02
7. Florian Vogel, SUI, + 2.14
8. Henrique Avancini, BRA, + 2.22
9. Mathias Flückiger, SUI, + 2.23
10. Andri Frischknecht, SUI, + 2.32
DNF Lukas Flückiger, SUI
alle Resultate auf: www.uci.ch/mountain-bike

Resultate Damen:

1. Annika Langvad, DEN, 1:33.14
2. Pauline Ferrand Prevot, FRA, + 0.13
3. Anne Tauber, NED, + 0.34
4. Helen Grobert, GER, + 1.15
5. Maja Wloszczowska, POL, + 1.16
6. Jolanda Neff, SUI, + 1.16
7. Catharine Pendrel, CAN, + 1.55
8. Sabine Spitz, GER, + 2.43
9. Linda Indergand, SUI, + 2.43
10. Alessandra Keller, SUI, + 2.47
26. Kathrin Stirnemann, SUI, + 6.28
alle Resultate auf: www.uci.ch/mountain-bike

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