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Warum die Schweiz eine grosse Mountainbike-Zukunft hat

Illustration Schweiz

Im Sommer 2020 kurven mehr Mountain­biker als je zuvor durch die Alpen. Das liegt an den eingeschränkten Reise­möglichkeiten und an den zahlreichen Neuein­steigern. Corona sei Dank. Doch das Virus ist nur ein Detail. Drei andere Gründe für das Wachstum der Sportart sind viel wichtiger: Wegqualität, Gesetz und Akzeptanz. Sie sind der Grund, warum die Schweiz in Sachen Mountainbike die Nase vorn hat und sich umliegende Alpenländer unvermindert schwer tun, erläutert Thomas Giger in seinem Blog-Betrag.

Die Einheimischen und die Neueinsteiger sind die Überflieger der Saison 2020. Sie verleihen dem Mountainbikesport förmlich Flügel und sind ein zentraler Faktor, warum der alpine Tourismus diesen Sommer trotz Pandemie solide Zahlen schreibt. Corona hin oder her: Die Zahl der Mountainbiker hätte in der Schweiz auch ohne das fiese Virus spürbar zugenommen, dann aber vor allem auch durch Gäste aus dem Ausland. Und dies nicht per Zufall. Dieser MTB-Boom in der Schweiz ist ein Abbild davon, wo das Land heute in Sachen Mountainbike steht: ganz vorne an der Weltspitze. Die Schweiz ist der Musterknabe unter den Mountainbike-Destinationen, und dafür gibt es drei Gründe.

Die drei Erfolgsfaktoren

Der nachhaltigste Faktor für den Erfolg bei den Mountainbikern ist die Wegqualität. Als einziges Land der Welt hat die Schweiz den Bau und Unterhalt von Wanderwegen in die Verfassung geschrieben. Dies bedeutet, dass der Staat für die Wegqualität zuständig ist und für eine hohe Qualität zu sorgen hat. Diese Ausgangslage ist so etwas wie der Turbo für den Mountainbikesport.

Ein anderer Grund sind die rechtlichen Grundlagen. Es gibt zwar kantonal unterschiedliche Positionen, aber insgesamt gilt: Mountainbiken auf Trails ist in der Schweiz legal. Das zuständige Bundesamt gibt einen klaren Tarif vor, während sich Mountainbiker in umliegenden Ländern unvermindert mit Zweimeterregelungen oder generellen Verboten herumschlagen. Das treibt viele Mountainbiker in die Schweiz, wo sie ganz offensichtlich willkommen sind und nicht mit Gesetzesparagraphen vergrämt werden.

Der dritte Grund für den hohen Stellenwert des Mountainbikens in der Schweiz ist die gesellschaftliche Akzeptanz. Und hier unterscheidet sich die Schweiz erheblich von Österreich, Deutschland oder Italien. Mountainbiker sind zwischen Bodensee und Genfersee keine Exoten, sondern ein Teil der Gesellschaft. Nicht immer konfliktfrei aber nie grundsätzlich in Frage gestellt.

Musterknabe der MTB-Destinationen

Diese Faktoren haben dazu geführt, dass die Schweiz zum internationalen Musterknaben des Mountainbikesports geworden ist. Deshalb zählt man nicht nur in diesem Sommer in der Schweiz mehr Mountainbiker. Der Boom wird andauern. Denn Mountainbiker mögen sich nicht ständig über Bike-Verbote ärgern, sich mit aggressiven Jägern streiten, sich über schlecht unterhaltene Wege quälen, sich von Touristikern an der Nase herumführen lassen. Mountainbiker werden in Zukunft dahin fahren, wo sie mit Rücken­wind rechnen können. Schliesslich ist Gegenwind das Gift der Radfahrer. So einfach wäre das eigentlich.
 

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