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Warum der Schneemangel schlecht für Biker ist

Kunstschneepiste

Der Winter steht bevor. Zeit, den Blog-Beitrag über das Verhältnis der Biker zum Wintersport nochmals hervorzukramen: Immer wieder Schneemangel, leere Skipisten, schwache Winterauslastung bei Hotels, serbelnde Bergbahnen: Das ist die Chance für den Sommertourismus und deshalb auch für die Mountainbiker! Weniger Skipisten gleich mehr Singletrails – eine entzückende Vorstellung, die in Wahrheit aber ein Trugschluss ist.

Bergbahnen brauchen Geld, um in die Infrastruktur für Mountainbiker zu investieren. Und dieses kommt heute wie auch in naher Zukunft vorwiegend aus dem Geschäft mit Skifahrern und Snowboardern. Je ertragreicher der Winter, desto mehr Geld bleibt für den Sommertourismus hängen. Wir Mountainbiker bringen noch nicht genügend Umsatz, dass davon ein anständiges Investitionsvolumen abgezwackt werden könnte. Ein schwacher Wintertourismus ist für den Mountainbikesport deshalb nicht etwa eine Chance, sondern vielmehr eine ernsthafte Gefahr. Bleiben einer Bergbahn die Skifahrer fern, wird sie als Folge nicht in die Sommerinfrastruktur investieren, sondern versuchen, das Pistenvolk zurückzuholen. Die Hoffnung von uns Mountainbikern sollte vielmehr in modern geführten und rentablen Bergbahnen liegen, die in den Sommer investieren, um ihre riskante Winterlastigkeit auszugleichen. Dafür benötigen sie Geld und deshalb ein erfolgreiches Wintergeschäft.

Dass einbrechende Wintergeschäfte eine Gefahr für den Mountainbikesport sind, hat sich bei den Bergbahnen Filzbach am Walensee offenbart. Dem kleinen und tief gelegenen Skigebiet sind vor Jahren die Wintergäste abgewandert, und die Sommerfrequenzen aus dem Bikepark konnten die Umsatzeinbrüche nicht kompensieren. Wäre man in Filzbach im Winter nicht vor halbleeren Kassen gestanden, gäbe es den beliebten Bikepark wohl bis heute. Er alleine hat die serbelnde Bergbahn aber nicht in die schwarzen Zahlen zurückgeführt.

Starke Zahlen im Winter sind gut für uns Mountainbiker, das gilt nicht bloss für Bergbahnen. Hotels und Gasthäuser sind in einer ähnlichen Lage, und auch Gemeindeverwaltungen, die den Unterhalt von Bike- und Wanderwegen unter sich haben, sind auf sprudelnde Wintereinnahmen angewiesen. Muss wegen einbrechender Steuereinnahmen aus dem Winter gespart werden, ist der Rotstift für den Trailbau schnell angesetzt.

Der prognostizierte Klimawandel und das damit erschwerte Geschäft des alpinen Wintertourismus ist für uns Mountainbiker mittelfristig alles andere als verheissungsvoll. Wir sind angewiesen auf das Pistenvolk, das den Rubel rollen lässt. Erkältet sich eine Bergbahn oder ein Hotel im Winter, hat sie im Sommer eine Lungenentzündung.

Der Blog-Beitrag wurde online erstmals veröffentlicht am 23. Dezember 2015

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