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Vorstellung und First Ride: Pivot Switchblade – ein Allmountain wie gewünscht

«Chas äs bitzeli meh sii?» – das war der Wunsch vieler Switchblade-Kunden. Pivot schenkte seinen Kunden Gehör und hat bei der Neuauflage des beliebten Bikes dessen Hub erhöht und Details optimiert. Ride hatte im Rahmen eines Pressecamps auf Gran Canaria die Möglichkeit gehabt, das Rad während zweier Tage zu testen.

Das Switchblade ist ein Verkaufsschlager von Pivot Cycles. Es wurde komplett neu konzipiert und von der alten Version ist nur noch der Name und der DW-Link geblieben. Neu wird das Federbein vertikal ange-lenkt, das ermöglicht kompaktere Rahmen in den kleinen Grössen. Diese Bauweise macht sie steifer und leichter sowie die Kinematik progressiver. So können auch Federbeine mit Stahlfeder verbaut werden. Selbst XS-Rahmen fassen einen Flaschenhalter mit grossen Bidons. Das Switchblade ist für die Live-Valve-Integration von Fox vorbereitet und entsprechende Ausstattungsvarianten sind verfügbar. Versionen ohne diese Technologie verfügen über ein Fox-DPX2-Federbein. Diese sind mit einem Custom-Innenleben versehen, das vorerst nur bei Pivot-Bikes verbaut wird. Neu hat das Bike 142 Millimeter Federweg am Heck. Sämtliche Ausstattungsoptionen kommen mit einer Fox Factory 36 mit 160 Millimeter Hub daher.

Das Bike fasst 29-Zoll-Räder bis zu einer Breite von 2.6 Zoll oder 27.5+ bis 2.8 Breite. Bei den kleineren Laufrädern empfiehlt Pivot, bei der Wippe den Flip-Chip in die High-Position zu verstellen sowie eine optional erhältliche höhere untere Steuersatzschale zu verbauen. Das hebt das Tretlager an und optimiert die Geometrie generell. Gemäss Hersteller kann das Rad auch mit unterschiedlichen Radgrössen –hinten 27.5+ und vorne 29 Zoll aufgebaut werden.

Es sind fünf Rahmengrössen erhältlich. XS soll ab einer Körpergrösse von circa 152 Zentimetern taugen, XL gar bei Fahrern bis zwei Metern. Das hintere Rahmendreieck ist bei allen Versionen identisch. Beim vorderen werden ja nach Grösse mehr oder weniger Karbonlagen verarbeitet, um über die ganze Bandbreite die nötigen Steifigkeitswerte zu erreichen. Ein gerades, bis zum Drehpunkt der Wippe durchgehendes Sitzrohr ermöglicht selbst bei der kleinsten Rahmengrösse den Einbau einer Teleskopstütze mit 175 Millimeter Hub.

Die Bikes sind beim Schweizer Importeur R-Cycles bereits an Lager.
 

First-Ride-Bericht

Während der zwei halben Tage, an denen das Switchblade auf Gran Canaria getestet wurde, sind die meis-ten Höhenmeter bergab zurückgelegt worden. Das Terrain war mehrheitlich rau und verblockt sowie mit losem Geröll oder rutschigem Sand versehen. Genau richtig, um die Enduro-Fähigkeiten des Bikes zu prüfen.

Ausstattung

Das getestete Modell war mit dem «Pro-Kit XT/XTR» ausgestattet. Die 4-Kolben-Bremse stammt von der XT-Gruppe von Shimano, ebenso die Schalthebel. Das Schaltwerk entspringt der XTR-Gruppe. Bei der Kurbel wurde etwas gespart: Race Face Aeffect. Bei den Laufrädern dafür geklotzt mit den Karbonfelgen von Reynolds kombiniert mit Naben von Industry Nine. Letztere machen Laune, das feine Surren des Freilaufs und das superdirekte Einrasten der feinen Verzahnung suchen seinesgleichen. Dank 690 Einrastpunkten wird ein Einrastwinkel von lediglich 0.52 Grad erreicht, wodurch kaum Leerweg beim Antreten entsteht. Vorbau, Lenker und Griffe sind komplette Eigenentwicklungen von Pivot und sollen in Zukunft unter der Marke Phoenix in den Verkauf gelangen. 

Verarbeitung & Details

Der eigens entwickelte Kettenstrebenschutz mit Hohlräumen eliminiert Geräusche effizient. Pivot hat fast die komplette rechte Seite des Hecks mit Gummischützern versehen. Diese werden bei einem allfälligen Ableben kostenlos ersetzt – ebenso der Staubschutz der Umlenkung. Die sogenannten Cable-Ports, die die Leitungen in den Rahmen führen, sind alle geschraubt und sollen einen sicheren Halt gewähren sowie Geräusche minimieren. Beim Testbike war bei ruppigen Abfahrten dennoch leichtes Kabelrasseln zu vernehmen.

In der Ebene

Wie so oft täuschen die nackten Geometriedaten. Grösse M baut gemäss Papier ziemlich lang, die Sitzposition fällt aber angenehm aus. Geradeaus läuft das Bike sehr ruhig, wird es kurvig, glänzt es mit einer guten Mischung von Agilität und Laufruhe. Ja, es ist eine abgedroschene Floskel, doch aufsitzen und wohlfühlen ist bei diesem Pivot Programm. Es ist nichts Neues, dass sich Mountainbikes mit DW-Link-Hinterbau gut und antriebsneutral treten lassen. So ist das auch bei diesem Rad, es geht mit viel Vortrieb ab.

Berg hoch

Moderate Uphills gelingen ohne Mühe, steile mussten wir nicht meistern. Verblockte Passagen können auch mit minimalster Geschwindigkeit hinter sich gebracht werden. Das Bike ist perfekt ausbalanciert, vermutlich würde man damit beim «Abstiegerlis» locker gewinnen. Doch zurück zum Fahrverhalten: Das Cockpit tief zu halten, zahlt sich aus. Es ist gut, wenn man ordentlich Druck auf der Front hat, so klettert das Switchblade ganz ordentlich.

Berg runter

Cruisen oder heizen? Beides macht richtig Spass. Überraschend einfach kommt man mit dem Bike klar, eine Eingewöhnungszeit ist nicht notwendig. Nicht ganz so flott geht es beim Setup zu und her. «Set and forget» ist hier nicht angesagt. Bis es passt, sollte man sich genügend Zeit nehmen. Das High-End-Fahrwerk abzustimmen, lohnt sich, gegebenenfalls die Volumen-Spacer zu wechseln ebenso. Die Federkennlinie hat eine sehr hohe Endprogression und das ist nicht jedermanns Sache.

Ist alles mal optimal auf die persönlichen Vorlieben abgestimmt, muss man keinen Gedanken mehr an das Bike verschwenden und man «brätscht» nur noch mit einem fetten Grinsen über die Trails. In Gran Canaria hat das Geröll die Testfahrer öfters von der Ideallinie abgebracht, nie ging die Kontrolle verloren. Dies dank dem potenten Heck – das stets «Grip satt» liefert – und dem ruhigen Lenkverhalten, das einen nicht aus der Bahn wirft.

Fazit

Das Pivot Switchblade gibt einem viel Vertrauen, es lässt sich jederzeit bestens kontrollieren. Grobe Hindernisse und Landungen ins Flache steckt das Heck dank der hohen Endprogression gut weg. Das Ganze gepaart mit einer sehr hohen Verarbeitungsqualität und einem hochwertigen und aufwendig produzierten Rahmen gibt ein tolles Gesamtpaket ab. Zu beanstanden gibt es eigentlich nichts, ausser man ist pingelig, dann wäre da der Wunsch nach einer hochwertigeren Kurbel und dem Eliminieren des Kabelrasselns.

Empfehlung

Für wen eignet sich nun das Bike? Oder einfacher, für wen nicht? Downhiller und Cross Country Racer scheiden aus, alle anderen sollten sich das Bike mal näher anschauen.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Karbon
Preis: CHF 9183.00 (ab CHF 6271.00)
Gewicht: 14.1 kg (Rahmengrösse M, mit Pedalen)
Federweg:  160 mm vorne / 142 mm hinten
Federgabel: Fox Factory 36
Federbein: Fox Factory DPX2
Schaltung:  Shimano XT/XTR 12-fach
Bremsen:  Shimano XT 4-Kolben, 203/180 mm
Kurbelgarnitur:  Race Face Aeffect R
Laufräder: Reynolds Blacklabel Enduro Wide Trail Felgen mit Industry Nine Naben
Reifen:  V: Maxxis Minion DHF Max Terra EXO 3c 29 x 2.5 WT
H: Maxxis Minion DHR II Max Terra EXO 3c 29x2.4 WT
Sattel: Phoenix WTB Pro Vigo
Sattelstütze: Fox Transfer, 150 mm
Vorbau: Phoenix Team Enduro/Trail, 45 mm 
Lenker: Phoenix Team Low Rise Carbon, 780 mm

 

Hersteller/Vertrieb

www.pivotcycles.com / www.r-cycles.ch
 

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