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Urban Bike Festival – Mit Usern statt Besuchern

Die Veranstalter sind zufrieden mit dem notgedrungen digital durchgeführten Urban Bike Festival. 30'000 User sahen sich gemäss Veranstalterzählung einen der Livestreams an, jene, die über Partnerseiten dabei waren, sind noch nicht mitgerechnet. Fabio Wibmer hatte seinen ersten Event-Auftritt seit dem Lockdown, die besten Cyclocrosser (darunter die zahlreiche Schweizer Top Biker) massen sich in der EKZ Cyclocross Challenge, aus der das Team (und Paar) Nicole Koller und Kevin Kuhn als Sieger hervorging. Daneben präsentierte das Urban Bike Festival die üblichen Inhalte, von Produkten über Veloverkehrsthemen bis zu Mitmach-Wettbewerben – einfach alles am Bildschirm, statt live.

Das Urban Bike Festival, jeweils im Frühling in Zürich-West abgehalten, war bis jetzt von erstaunlichem Wetterglück begleitet. Auch 2020 schien die Sonne, doch dieses Mal hätten sich die Veranstalter wohl eher die nasse Kälte der vergangenen Woche gewünscht, damit möglichst viele den rein digitalen Event an ihren Bildschirmen verfolgen. Dass sich bei der teilweise auf der Josefwiese durchgeführten EKZ Cyclocross Challenge keine Zuschauer einfanden, lag daran, dass diese Wettkämpfe frühmorgens aufgezeichnet wurden. «Wenn doch jemand stehen geblieben wäre, hätte unser Sicherheitsdienst sie weggewiesen», verrät OK-Präsident Erwin Flury. 80 Personen waren für den Studio-Event im Einsatz, die Besucher mussten sie sich vorstellen.

Neuland für die erfahrenen Veranstalter

Zentrum des Anlasses war eine Logistikhalle in Zürich, welche in der bekannten Ästhetik in ein Urban Bike Festival Studio verwandelt worden war. SRF-Moderator Stephan Flury führte durchs Programm, OK-Präsident Erwin Flury empfing seine Talk-Gäste, Cyclocross-Impresario Christian Rocha kommentierte sein Rennen. Die Produktepräsentationen hatten zwischendurch die unfreiwillige Komik von Shopping TV. Ohnehin sollte man Stimmung und Emotionen eines Studio-Events nicht an einem realen Ereignis messen. Die Freude, dem Publikum etwas bieten zu können, war den Leuten vor der Kamera anzusehen. Erwin Flury, der seit Anfang Neunziger Events organisiert, erklärte danach: «Die Produktion dieses digitalen Live-Festivals war ein wahres Abenteuer. Die Vorbereitungen dazu, gerade auch unter der aktuellen Covid-19-Situation sehr intensiv und nicht einfach. Für die Eventler war vieles neu und für die audiovisuellen Spezialisten ebenfalls, da wir eine Mischung zwischen Live Event und Studioproduktion realisierten – ein hybrides Erlebnis. Die Stimmung unter den rund 80 involvierten Personen war echt gut, für viele auch der erste Einsatz nach den vielen Wochen von Lock-down.»
Ob die Rechnung finanziell aufgeht, steht auf einem anderen Blatt. OK-Präsident Flury betont, man habe grosse Unterstützung von den Sponsoren und der Stadt Zürich erhalten. Die Live-Produktion war ein Zusatzaufwand und es fehlen unter anderem die Einnahmen aus der Gastronomie. Dafür mussten viel weniger Personal bezahlt werden. Trotzdem wird ein Verlust bleiben, da geht es dem Veranstalter, der Bike Days GmbH, wie so vielen anderen Schweizer Unternehmen.

Cyclocross-Mehrkampf und Wibmer-Premiere

Ein Highlight der vergangenen Jahre war das Radquerrennen auf der Josefstrasse. Dieses wurde zu einem Einladungswettkampf mit verschiedenen Disziplinen umgestaltet – eine Art Super-Zehnkampf der Quer-Spezialisten. In Zweier-Teams massen sie sich im Treppen überwinden (eindrückliche Bike Skills der Besten), Weitsprung, Staffette durch den Wassergraben und schliesslich doch noch in einem richtigen Relay Race. Die Fahrerinnen und Fahrer waren sichtlich motiviert, nach der langen Wettkampfpause sich den Sieg in diesem Plauschformat zu holen. Das nominell stärkste Team, Sina Frei und Lars Forster, verpokerte sich im Finalrennen. Hier gibt’s die ganze EKZ Cyclocross Challenge zum Nachschauen (Youtube).
Publikumsliebling Danny Macaskill konnte dieses Jahr nicht nach Zürich kommen, in die Stadt, die er angeblich so liebt. Immerhin war Fabio Wibmer live im Studio und nutzte dieses, wie man es von ihm erwartet: trickreich und stilsicher. Gerade bei seinen Shows zeigte sich, wie viel das Publikum zum Ereignis beiträgt. So beeindruckend die Darbietung war, wirkte die Demo im Lagerhaus ein wenig blutleer. Dafür konnte der Österreicher in den Interviews zeigen, was für ein sympathischer Kerl er ist, auch nach über 500 Millionen Views seiner Videos und daraus folgendem Weltruhm. Fabio Wibmers Show auf Youtube.

Wie weiter Urban Bike Festival und Bike Days?

Gefragt, wie das Urban Bike Festival und die Bike Days die Coronakrise überstehen, antwortet Erwin Flury: «Wir haben natürlich einen Verlust und das ist eine bittere Pille für uns – aber wenn unsere Partner mitmachen, werden beide Veranstaltungen auch im nächsten Jahr stattfinden. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir uns damit befassen, wie die Veranstaltungen aussehen werden. Durch Covid-19 müssen wir verschiedenen Szenarien ausarbeiten. Wir sind überzeugt, dass wir geeignete Wege für unsere Velo-Veranstaltungen finden werden.»
Je vier Stunden streamte das Urban Bike Festival digital am Samstag und am Sonntag. Wer das schöne Wetter doch lieber draussen bei einer physischen Aktivität genoss, kann sich die Highlights das digitale Festival in voller Länge zu Gemüte führen, entweder gleich jetzt oder wenn es das nächste Mal regnet.
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