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Unter Selbstdarstellern

Riders Talk – der letzte Programmpunkt am Freitag der Bike Days klang nicht gerade nach Spektakel. Mit Moderator Stefan Flury, bekannt für sein schnelles Mundwerk auf SRF 3, hätte das aber doch noch etwas werden können, zumal das Thema Social Media Potential für eine angeregte Diskussion hatte.

Zufälligerweise tragen drei der vier Podiumsteilnehmer ein Red Bull Cap, der vierte, Claudio Caluori, ist ebenfalls sehr präsent auf den Kanälen der roten Bullen und war jahrelang Red Bull Athlet. Doch ungeachtet dieser Gemeinsamkeit hätten die vier viel zum Thema Social Media zu diskutieren gehabt, wenn es denn um die Diskussion gegangen wäre.

Hier die Zahlen, die im Social-Media-Zeitalter einen wesentlichen Teil des Werbewerts dieser Personen ausmachen (Stand 13.5.2019):
Lars Forster: 33900 Follower auf Instagram, ca. alle drei Tage ein IG-Post
Claudio Caluori: 50500 IG-Follower, ca. alle zwei Tage ein IG-Post
Mathias Dandois: (siebenfacher BMX Flatland Weltmeister), 201000 IG-Follower, fast täglich ein IG-Post
Kate Courtney: 226000 Follower, alle eineinhalb Tage ein IG-Post

Stefan Flury ist ein professioneller Spassmacher, aber er ist auch Journalist. Und als solcher versuchte er zwischendurch, aus den vier nebenberuflichen Influencern herauszuholen, was es bedeutet, täglich oder zumindest alle paar Tage der Social-Media-Öffentlichkeit etwas liefern zu müssen.
Ihren Antworten zufolge hat weder Courtney noch einer der männlichen Podiumsteilnehmer irgendwelchen Druck, in einem bestimmten Rhythmus Social Media Content abzusondern. Auch wird niemanden reingeredet, was er oder sie zu posten habe und was nicht. Kate Courtney mit Haribo-Tüte: kein Problem. Lars Forster, der sein Motorrad-Cockpit in voller Fahrt fotografiert, Caluori unter der Dusche und Dandois mit dem Kopf im Schoss seiner Freundin: Alles völlig freiwillig und ohne jeglichen Druck. Lassen wir so stehen.
Immerhin bekennt Caluori, dass seine Instagram-Aktivität für ihn rein geschäftlich sei, ein Werbemittel für seine Pumptracks, seine Kommentatoren-Tätigkeit und sein soziales Engagement. Lars Forster erklärt einen recht raffinierten Post vom Flughafen L.A. damit, man habe vor Cape Epic noch etwas publizieren müssen. Ein bisschen Müssen scheint es dann und wann doch zu geben.

Die wollen nur posten

Glaubt man den drei aktuellen und dem ehemaligen Leistungssportler, dann inszenieren sie sich auf Instagram, weil es ihnen Spass macht. «Mein Job ist es, Fahrrad zu fahren», betont Courtney. Dass sie nicht den gleichen Kopfsponsor hätte, wenn sie sich den sozialen Medien verweigern würde, ist pure Spekulation. «Mathias, bist du ein Exhibitionist, dass du so oft Bilder von dir mit nacktem Oberkörper veröffentlichst?», fragt Flury den BMX-Weltmeister. Grinsend bejaht dieser und schiebt nach, er wisse nicht, ob seine Follower ihn eigentlich so sehen wollen. Auch das wäre eine Frage gewesen: Analysieren die Bike-Profis, die im Prinzip lebende Werbeflächen sind, welche Bilder und Posts, besonders viel Echo bewirken?
Auch Stefan Flury ist in seinem Metier ein Profi und sah wohl voraus, dass niemand auf dem Podium sagen würde, er oder sie poste unter Zwang und fände die sozialen Medien oberflächlich und doof; oder dieser und jener Post sei ihm peinlich. Der Moderator unterhielt das Publikum deshalb vor allem mit den lustigsten Instagram-Posts der Podiumsteilnehmer und dieses war damit offensichtlich zufrieden.
Was der permanente Zwang zur Selbstdarstellung für die Athleten bedeutet – oder nennen wir es die Tatsache, dass sich eine hohe Anzahl Follower und Likes positiv auf das eigene Einkommen auswirken – diese Frage muss anderswo geklärt werden.

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