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Unplattbar: Hier kommt der Nasa-Reifen aus Metall

Metallreifen Metal Tire Fahrrad Bicycle

Ein amerikanisches Start-up entwickelt einen Reifen, der aus einem Metallgeflecht besteht, nicht gepumpt werden muss und deshalb auch nicht platt werden kann.

Was gut genug für den Mars Rover ist, wird doch wohl gut genug für die Erde sein, dachten sich zwei Nasa-Ingenieure. Klar, ein Plattfuss auf dem Mars wäre nicht nur schwer zu reparieren, er sähe auch erbärmlich aus. Die Lösung, die für zukünftige Mond- und Marsfahrzeuge entwickelt wurde, ist ein bewegliches Metallgeflecht, welches sich dem Untergrund wie ein mit Luft gefüllter Gummireifen anpasst. Man könnte die Konstruktion auch als verwobene Federn bezeichnen, die sich zusammendrücken und auseinanderziehen lassen, aber immer wieder in ihre ursprüngliche Form zurückschnellen.

Die Firma, die sich ganz pragmatisch The Smart Tire Company nennt, ist im Rahmen des Spinoff-Programms der amerikanischen Raumfahrtsbehörde Nasa entstanden. Die Ingenieure passen das Prinzip  Auto-, Motorrad- und Fahrradreifen an. Noch hat keines ihrer Produkte Marktreife erreicht, als erstes soll dies die Fahrradversion namens METL schaffen. Partner dieses Entwicklungszweigs ist der amerikanische Fahrradhersteller Felt.

Das Interesse an der Reifeninnovation ist gross, die Crowdfunding-Kampagne brachte bislang über 800'000 Dollar zusammen und mit der Nasa im Rücken dürfte das nicht das einzige Kapital sein, welches die Firma zur Verfügung hat. Gummipneus nutzen sich schnell ab und bei Fahrrädern sind sie auch oft leck. Die Metallreifen sollen viel langlebiger sein, sind die Verantwortlichen der Smart Tire Company überzeugt. Dies reduziere Kosten und verkleinere die Berge an abgefahrenen Reifen, welche überall anfallen, wo Autos, Motorräder und Velos verkehren.

Was kann der Metallreifen?

Bis jetzt gibt es nur Bilder von Strassenfahrrädern mit dem METL-Reifen. Solche auch für Mountainbikes zu entwickeln, wird aber immer wieder in Aussicht gestellt. Aus der Sicht des Mountainbikers drängen sich zwei Fragen auf: Wie sind Traktion und Grip des Metallreifens? Und wie schwer ist er? Klar ist, sollte der METL technisch mit den bewährten Gummipneus nicht mithalten, kommt er für die meisten Mountainbiker nicht in Frage. Auf dem Trail umher zu rutschen ist im besten Fall unpraktisch, im schlechtesten gefährlich. Und auch einen schwereren Reifen wird kaum jemand in Kauf nehmen, nur weil er länger hält. Auf Anfrage erklärt Brian Yennie von The Smart Tire Company, man habe auf den Fahrradreifen eine Gummispur aufgebracht, um die Traktion zu verbessern. So einfach ist Gummi als Bindeglied zwischen Boden und Bike offenbar doch nicht zu ersetzen.

Zum Gewicht meint er, dass man das Gewicht eines Gummireifens wohl nicht erreichen werde, aber da der Reifen weder Schlauch, noch Ventil, noch Dichtmilch noch sonstige Elemente der konventionellen Bereifung brauche, werde er gewichtsmässig durchaus mithalten können. Zudem fallen auf der Tour Pumpe, Flickzeug und Ersatzschlauch weg, was die gesamthaft zu bewegende Masse reduziert.

Letztlicht hängt es von den Fahreigenschaften ab, ob der METL Bike Tire eine Alternative wird. Sicher ist, es stecken mehr als ein Jahrhundert Entwicklung in Reifen aus Gummi. Das holt auch Mars-Technologie nicht so schnell auf.
www.smarttirecompany.com
 

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