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Über die minderwertige Behandlung von Mountainbikern

Skifahrer versus Biker

Skifahrer lassen sich mit Bahnen den Berg hochfahren und düsen dann über die Pisten runter. Das nennt man Volkssport, und den muss man fördern. Tun Mountainbiker das selbe, gilt das noch immer als problematisches Verhalten. Eine Analyse über die Ungerechtigkeit am Berg, und warum wir Mountainbiker auch selber schuld sind.

Zu Tausenden strömen aktuell wieder Skifahrer in die Berge und carven über frisch präparierte Skipisten. Unten angekommen bringt sie die nächste Gondel, ein Sessellift oder Schlepplift wieder den Berg hoch. So beginnt das Spiel wieder von Neuem. Dank den Bergbahnen ist der Wintersport zu einem elementaren Wirtschaftspfeiler der Alpen geworden. Skifahren ist in der Schweiz oder Österreich gar ein gesellschaftlicher Faktor, die Sportart ist eine Form des Kulturguts. Umgekehrte Vorzeichen herrschen im Sommer: Mit Händen und Füssen wehrt man sich gegen Abfahrtsstrecken für Mountainbiker. Doch eigentlich machen Skifahrer nichts anderes als Downhiller, bloss zu einer anderen Jahreszeit und mit einem anderen Fortbewegungsmittel. Die Ironie des Schicksals: Nicht selten sind es dieselben Personen, die zwar mit Leidenschaft dem alpinen Wintersport frönen, dann der Sommerversion aber die Existenzberechtigung absprechen.

Für den Wintersport werden flächendeckende Beschneiungsanlagen mit künstlichen Speicherseen gebaut, Bäume für breitere Abfahrten gefällt und Alpweiden im Sinne gleichmässigerer Skipisten planiert. Mal mehr, mal weniger in der Kritik, werden solch einschneidende Projekte fast ausnahmslos gut geheissen, zu gross ist die wirtschaftliche Bedeutung des alpinen Wintersports. Doch fasst dann ein Bergsportgebiet eine Abfahrtsstrecke für Mountainbiker ins Auge, wiehert der Amtsschimmel und es heulen die Naturschützer.

Skifahrer und Mountainbiker werden mit verschiedenen Ellen gemessen. Doch wir Mountainbiker müssen uns für diesen Umstand mitunter selbst an der Nase nehmen. Freerider und Downhiller stehen noch immer im Licht einer Extremsportart. Abfahrtsstrecken werden immer schwieriger, Sprünge immer höher und künstliche Bauten immer waghalsiger. Verglichen mit dem Winter wäre das so, als bestehe ein Skigebiet nur aus Monsterpipes und grossen Kickern. Die Freeride-Szene bewegt sich mit ihrer Extremposition in eine touristische Abseitsposition.

Eine andere Situation findet man in den USA und in Kanada: Zwar gibt es auch hier extreme Strecken – sogar noch ausgeprägter als in Europa – man hat aber den Blick für die touristische Breite nie verloren. Heute lassen sich in Übersee Familien mit Kind und Kegel auf den Berg gondeln, um gemeinsam auf einem Trail ins Tal zu fahren. Die Resorts verfügen heute über einen unkomplizierten Zugang zum Mountainbikesport. Und das nicht bloss deshalb, weil die Bewilligungsverfahren einfacher sind, sondern weil sie dem Downhillsport ein zusätzliches Gesicht gegeben haben. Ein Gesicht, in dem sich der moderate Wintersportler wieder erkennen kann.

 

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