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Tokio 2021: Was, wenn die Olympischen Spiele nicht stattfinden?

Tokio 2021 Absage-Szenario

Nach dem Motto «Aufgeschoben ist nicht aufgehoben», sollen die Olympischen Spiele vom 23. Juli bis 8. August 2021 stattfinden. Doch wegen Covid-19 erachten nicht alle die Durchführung als realistisch. Was es für Sport und die Athleten bedeuten würde, sollten die Spiele im schlimmsten Fall abgesagt werden, erklären Ralph Näf und Thomas Frischknecht.

Die Stimmung um die Olympischen Spiele schwankt: Während die Stimmen des japanischen Volks und einige Politiker ein düsteres Bild der Durchführung zeichnen, geben sich die die Olympia-Macher und auch die nationalen Olympischen Verbände nach wie vor zuversichtlich – Olympia 2021 findet statt! Trotz dieser Zuversicht ist eine Absage ist noch nicht vom Tisch. Finden die Olympischen Spiele statt, dann werden die Zuschauerränge wohl dünn belegt bis leer bleiben, und das nicht nur am 26. und 27. Juli, wenn die Mountainbiker ihre Runden drehen.

Zielgerichtet durch die Saison

Was diese Szenarien bedeuten würden, da spricht Ralph Näf klare Worte: «Für uns findet Olympia statt!» Mit Mathias Flückiger und Alessandra Keller hat der Besitzer des «Thömus RN Swiss Bike Teams» zwei mögliche Olympia-Kandidaten im Team. «Wir bestreiten die Saison und die Vorbereitungen genauso wie geplant. Mit einem zielgerichteten Fokus ist es einfacher, eine gute Saison zu bestreiten, als wenn wir Monat für Monat nehmen.»

Auch Thomas Frischknecht, selbst Olympia-Medaillengewinner und Team-Chef des «Scott-Sram MTB Racing Team» mit Nino Schurter und Kate Courtney, äussert sich pragmatisch wie auch positiv gestimmt: «Klar besteht die Chance, dass die Olympischen Spiele noch abgesagt werden. Aber wenn Albstadt unter den aktuellen Umständen demnächst den Weltcup-Auftakt durchführt, sehe ich keinen Grund, weshalb das unter all diesen Schutzmassnahmen in Tokio nicht möglich sein soll. Auch meine Fahrer glauben an die Durchführung.»

Eine Absage als Worst Case sieht Frischknecht als negatives Ereignis, mit dem Athleten aber generell umzugehen wissen, ähnlich wie bei Krankheiten oder Verletzungen. Davor und danach gilt es, den Fokus auf die sportlichen Ziele zu richten.

«Wir brauchen Olympia nicht mehr zwingend.»

Auch wenn Thomas Frischknecht und Ralph Näf an die Durchführung glauben, würde eine Absage Realität werden, wäre dies vor allem für die Athleten schlimm. «Die Fahrer arbeiten lange und akribisch auf ein solches Ziel hin, denn für sie ist Olympia der grosse Traum», beschreibt Frischknecht. Näf ergänzt: «Für die Athleten wäre der emotionale Schaden gross. Alleine die Teilnahme an Olympischen Spielen ist schon eine Riesensache. Ein Medaillen- oder Titelgewinn hat für Sportler einen ewigen Wert.»

Eine Absage sei für den Mountainbike-Sport aber kein Drama: «Mountainbiken ist in den vergangenen Jahren derart populär geworden, dass wir mittlerweile auch ohne diese Plattform auskommen», führt Näf weiter aus. Er verweist dabei auf die internationalen Rennen zum Saisonstart, die viel stärker besetzt waren, als in anderen Jahren. Auch die Reichweite über die verfügbaren Medien sei stark angestiegen.

Letzteres nennt der frühere Mountainbike-Profi als Schlüssel, die Sponsoren auch ohne Olympia glücklich zu stimmen: «Dank Medienberichten, Team-Videos, Blogs und Social Media können wir unsere Sponsoren sehr gut präsentieren. Zudem ist die Werbewirkung während den Olympischen Spielen für Team-Sponsoren eh nur sehr begrenzt bis gar nicht nutzbar.»

Dem pflichtet auch Frischknecht bei: «Klar haben die Olympischen Spiele eine starke Wirkung. Doch es ist nur ein einzelnes Rennen, das für Team-Sponsoren werbetechnisch schwer und lange nicht nutzbar ist. Für unsere Sponsoren und auch die Athleten ist mindestens so wichtig, dass der Weltcup wieder in einem geregelten Rahmen stattfindet.»

Keine Zuschauer, keine Emotionen

Finden die Olympischen Spiele 2021 in Tokio statt, dann müssen sich Schurter, Flückiger, Neff und Co. wohl mit den Anfeuerungsrufen ihrer Betreuer begnügen. Zwar schliessen die Organisatoren zu diesem Zeitpunkt Wettkämpfe mit Zuschauern nicht aus. Zu erwarten ist im Mindesten die Begrenzung des Zutritts auf die geimpfte japanische Bevölkerung.

«Wir sind es bereits gewohnt, ohne Publikum Rennen zu fahren», äussert sich Näf auch hier pragmatisch. Trotz sportlichem Optimismus und Pragmatismus, ob mit wenigen oder ohne Fans, für die Athleten bleibt zu hoffen, dass die Olympischen Spiele stattfinden. Und dass sie trotz Schutzmassnahmen positiv in Erinnerung bleiben mögen!

Quellen
dw.com/olympia-2021-in-tokio-abschied-auf-raten
sueddeutsche.de/sport/olympische-spiele
sueddeutsche.de/sport/olympia-tokio-corona

 

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