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Test: Zwei Monate auf DT Swiss’ brandneuer «F 535 One» Allmountain-Gabel

Seit einem halben Jahr fahren die Enduro-Profis Anita und Carolin Gehrig die «unbekannte» Federgabel im Stealth-Look. Jetzt bekennt sich DT Swiss als Schöpferfirma der schwarzen Federgabel: Die «F 535 One» ist eine Allmountain-Federgabel deren Herzstück die wegabhängige Dämpfung ist, aber nicht nur dort neue Massstäbe setzen soll. Wir durften die Forke bereits vorab ausgiebig testen.

Seit einem halben Jahr fahren die Enduro-Profis Anita und Carolin Gehrig die «unbekannte» Federgabel im Stealth-Look. Jetzt bekennt sich DT Swiss als Schöpferfirma der schwarzen Federgabel: Die «F 535 One» ist eine Allmountain-Federgabel deren Herzstück die wegabhängige Dämpfung ist, aber nicht nur dort neue Massstäbe setzen soll. Wir durften die Forke bereits vorab ausgiebig testen.
 
Die Gabel kommt in 27.5 und 29 Zoll sowie in Zehnerschritten von 130 bis 160 Millimeter Federweg. Wir – Sacha Steiner und meine Wenigkeit (Balz Weber) fahren die Gabel in der 160-Millimeter-Ausführung am 29 Zoll Enduro-Bike – dieselbe Ausführung wie sie die Gehrig-Twins in der Enduro-World-Series fahren. Der Unterschied, wir fahren zwar keine Rennen aber vollziehen den Gabeltausch, um zu zweit einen besseren Eindruck von dieser einen Gabel zu erlangen.
 

Die Gabel und ihre praktischen Details

Bereits in den Händen fasziniert die F 535 One schon. Der Stealth-Look zieht sich von der Krone bis zu den Tauchrohrenden. Während die Aufkleber an dieser Gabel noch gänzlich fehlen, um in der Öffentlichkeit nicht ihre Herkunft zu verraten, erfüllen die Deckel einen anderen Zweck. Hier werden keine Einstellknöpfe vor neugierigen Blicken versteckt, sondern diese ganz simpel vor Dreck geschützt. Auch das Gegengewinde der Schraubachse ist nach aussen abgeschlossen.
 
Die Aludeckel die den Lockout und die Compression-Schraube wie auch das Luftventil verbergen, werden von je einer Torx-Schraube gesichert. Um sie zu entfernen muss aber nicht extra ein Werkzeug mitgeführt werden, denn das ist bereits im abnehmbaren Griff der Schraubachse integriert. Den Griff herauszuziehen erfordert anfänglich etwas Kraft, danach geht die Entnahme aber einfacher. Dieser hält auch noch nach dem x-ten Gebrauch tadelos. Den Torx-Schlüssel schraubt man dann einfach aus dem Griff.
 
Die Entnahme der Deckel geht ohne Fummelei von statten und auch das Befestigen ist kein Ding. Derselbe Torx passt auch zur Compression- und der Rebound-Schraube sowie zur Klemmung der Bremsleitung. Das Ganze ist clever verstaut, erstaunlich handlich und die Gabel wirkt sehr aufgeräumt. Sogar das Remote-Kabel wird sauber durch eine Führung in der Gabelkrone zu seinem Bestimmungsort geführt.
Fast wäre es vergessen gegangen – nur fast. DT Swiss hat für ihre Gabel auch gleich den passenden Fender bereit, der mit vier Inbusschrauben befestigt wird – keine hässlichen Kabelbinder verschandelt die Optik der Gabel.
 

Einbauen und losfahren...

Doch vorher schweift der Blick durchs die Bedienungsanleitung – richtig, Männer brauchen das eigentlich nicht! Trotzdem, ohne Anmerkung oder Aufforderung der DT-Marketing-Leute schlage ich die ersten Seiten auf und schon bald sticht eine Setup-Empfehlung ins Auge: Schritt für Schritt einfach beschrieben, sodass praktisch jedermann komplett ahnungsfrei sein Setup fast wie ein Profi vornehmen kann – eine echt coole Sache!
 
Doch nach der Abstimmung kommt Skepsis auf beim Parkplatztest, denn nach den Vorgaben scheint die Federgabel zu weich. «Das passt schon so», bestärkt uns Samuel Zbinden (DT Swiss Project Engineer Suspension), vorerst nichts mehr an den Einstellungen zu ändern. Nun denn, als eine der zentralen Personen bei der rund dreijährigen Entwicklungszeit der Gabel, wird er wohl richtig liegen.
 
Kurz erklärt, die Gabel wirkt zu weich, da sie dank der zweistufigen Federung sehr fein anspricht. Das heisst, auf den ersten drei Zentimetern des Federwegs arbeitet eine Stahlfeder und sorgt für ein tiefes Losbrechmoment. Im Weiterverlauf des Hubs übernimmt die Luftkammer die Arbeit. Dieser Übergang ist nicht spürbar. Das System soll dadurch sehr feinfühlig auf kleinste Unebenheiten reagieren was in besserem Gripp und weniger Ermüdung der Hände resultieren soll. Die Luftfederung hingegen lässt sich genauer auf das Körpergewicht abstimmen und ihre Charakteristik mit Volumenspacern verändern.
 
Nun, es ist tatsächlich so, dass die Gabel bei der ersten Fahrt durchs Gelände die kleineren Schläge einfach wegbuttert. Die F 535 One hat ein Ansprechverhalten wie es keine andere Federgabel hat, und das ist keine Übertreibung, da sind Sacha und ich klar derselben Meinung.
 
Einen Sprung zurück in den Winter: Auf einer gemeinsamen Ausfahrt bekommen ich die Möglichkeit, für eine Abfahrt Anita Gehrigs Renn-Bike zu fahren. Die Temperatur liegt bei minus drei Grad, das Churer Rheintal ist aber fast schneefrei. Keine Temperatur bei der Federgabeln gut funktionieren. Zur Verblüffung hatte die F 535 One damals aber schon sehr fein angesprochen. Hierzu kommt ebenfalls eine Erklärung aus der DT Swiss Entwicklungsabteilung: Erstens sollen die Dichtungen sehr wenig Reibung erzeugen, auch nicht bei tiefen Temperaturen, und das Dämpferöl sei keines aus der Standardschublade. Es verfüge über einen überdurchschnittlich hohen Temperaturbereich der auch bis in die tieferen Temperaturen gehe.
 
Doch nicht nur bei kleinen Schlägen, auch im gröberen Gelände weiss die Gabel zu überzeugen. Interessant dabei ist, wie hoch sie in steilen Passagen im Federweg steht. Sie taucht dann auch nicht weg, hängt man mal länger in den Bremsen. Selbst wenn das Volumen der Luftkammer um einen Volumenspacer vergrössert wird – zwei sind standardmässig drin – hat die Allmountain-Gabel noch ordentlich Progression. Fast etwas zu viel, denn es bedarf schon sehr hohen Kräften, um diese durchzuschlagen. Dafür ist auch auf sehr langen, ruppigen Abfahren nicht aus der Ruhe zu bringen. Das ist auch zu hoffen, schliesst DT Swiss bei «Allmountain» ja auch Enduro mit ein. Einige Spitzenplätze der Gehrig-Twins bei der diesjährigen Enduro-World-Series und anderen internationalen Rennen haben auf jeden Fall gezeigt, dass die F 535 solch hohe Belastungen wegstecken kann.
 

Herzstück Dämpfung

Was zu Beginn etwas irritiert, ist die Dämpfung. Die Ausfedergeschwindigkeit, der Rebound, wird im Vergleich zu anderen Federgabeln eher schnell gefahren. Ein gegen die Hände schlagen, kommt aber nicht auf. Die Ausfedergeschwindigkeit drossle ich zum Versuch um fünf Klicks, was sogleich zu viel ist. Jeder kleine Dreh oder Klick ist sehr gut spürbar. So lande ich nach zwei Fahrten wieder beim Ausgangspunkt, öffne dann den Rebound sogar noch. Nach grossen Stössen dämpft die Gabel aber nach wie vor bestens ab – von Unterdämpfung ist hier also keine Spur.
 
Wo sich die F 535 One zu anderen Gabeln unterscheidet, ist ihre Plush-Port-Dämpfung. Diese arbeitet Federweg- und nicht wie andere Systeme Geschwindigkeitsabhängig. So ist ihre Druckstufendämpfung im oberen Federwegbereich bis 30 Prozent kaum spürbar. Das ist ein weiterer Grund für ihr super sensibles Ansprechverhalten. Danach nimmt die Druckstufe spürbar zu und erhöht sich erheblich ab der Hälfte des Federwegs. Dieser Gegendruck bietet bei aktiver Fahrweise oder bei harten Bremsmanövern ein hohes Mass an Kontrolle.

Hierbei will erwähnt sein, dass jede Federwegsstufe ihre eigene Dämpferkartusche hat. Denn nur so kann DT Swiss gewährleisten, dass die Federwegabhängige Dämpfung auch bei jedem Hub gleich gut funktioniert.
 

Anhaltende Leistung – präzises Lenkverhalten

Was ebenfalls positiv überrascht, auch nach längerem Fahren, selbst wenn die Gabel äusserlich verdreckt ist, arbeitet sie noch immer sehr sensibel. Da gibt es noch immer Federgabeln die bereits nach ein paar Fahrten nachlassen. Und auch nach zwei Monaten im Einsatz hat sie noch nichts an ihrer Feinfühligkeit eingebüsst.
 
Was die Steifigkeit der neuen DT-Swiss-Gabel anbelangt, so wurde sie an den stark belasteten Stellen robuster gebaut. Die Gabel mag so einiges einstecken, und sie bietet auch ein sehr präzises Lenkverhalten. Ein Ausleiern der Führungsbuchsen ist nach dieser kurzen Zeit nicht feststellbar – bei den schnellen Zwillingsschwestern halten die Gabeln auf alle Fälle noch.

Fazit – nicht das Letzte

Mit der F 535 One hat DT Swiss eine Spitzengabel erschaffen, an der es so ziemlich nichts auszusetzen gibt. Wir sehen sie in demselben, breiten Einsatzbereich wie DT Swiss in beschreibt. Zudem ist die F 535 eine Gabel die gerade auch bei leichten Fahrern hohen Anklang findet, Rennfahrer aber ebenso glücklich machen wird. Und da der einzige Wermutstropfen der ist, dass es die Gabel nicht als 170-Millimeter-Version gibt, fahren wir die Gabel noch eine Weile weiter.

www.dtswiss.com
 

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