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Test: Transalpes C2 – cool im Quadrat

Der jüngste Sprössling aus dem Hause Transalpes hört auf den Namen C2 und ist eine Weiterentwicklung des Karbonerstlings C1. Der Nachfolger bietet 145 mm Federweg am Heck und kann mit 29- oder 27.5-Zoll-Laufrädern ausgestattet werden. Ride konnte als erstes Magazin den serienreifen Prototypen testen.

Der Schweizer Brand Transalpes geniesst bei Kennern einen hohen Stellenwert. Schaffen sie es doch, als Kleinstmarke überraschende Bikes zu konstruieren, die auf den ersten Blick ihr Potenzial nicht verraten. Schlichtes, unifarbenes Rahmendesign, ein einfacher Schriftzug und farbig abgestimmte Leitungen oder Parts, so kennt man Transalpes. Das C2 macht keine Ausnahme, besticht aber mit einem tollen Fahrverhalten.

«Trail Supply hat sich auf den Aufbau von Custom-Bikes spezialisiert. Der Kunde kann die Rahmenfarbe nach seinen Vorlieben wählen und sein Bike mit dem Konfigurator individuell bestücken. Auf Wunsch werden die Laufräder von Hand eingespeicht und auf das Gewicht des Fahrers und auf seinen Fahrstil abgestimmt. Das C2 ist ein Trail-Allrounder und macht von klassischen Touren bis zu Enduro-Rennen alles mit. Besonders an dem Bike ist, dass man Laufräder in der Dimension 29 Zoll sowie 27.5 Plus verbauen kann, hierfür wird die Geometrie mit einer Flip-Wippe angepasst.»

Stefan Gruber, Geschäftsführer Trail Supply

Ausstattung

Da getestete C2 ist mit einem «Super Deluxe Select+»-Federbein und einer «Lyrik Select Plus»-Gabel – beides von Rock Shox – ausgestattet. Letztere ist mit dem AWK-System von Chickadeehill bestückt. Dieses bietet einen annähernd linearen Verlauf der Federkennlinie und gibt mehr Gegendruck im mittleren Federwegbereich. Die Schaltgruppe XX1 Eagle von Sram sorgt für Vortrieb, eine XTR-4-Kolben-Bremse von Shimano drosselt diesen wieder. Gerollt wird auf 2.6 Zoll breiten Hans-Dampf-Reifen von Schwalbe, auf Karbonfelgen von Hoops mit Acros-Ninteen-Naben. Satte 175 Millimeter Hub hat die Kind-Shock-Teleskopstütze.

Verarbeitung & Detail

Der schlichte Karbonrahmen hat am Steuerrohr sowie im Tretlagerbereich viel Material verbaut, das ihm eine hohe Steifigkeit verleiht. Die Streben am Heck sind robust gestaltet und mit grossen Lagern versehen. Die innengeführten Leitungen gehen fast unsichtbar vom Hauptrahmen zum Heck. Das kurze Sitzrohr ermöglicht den Einsatz von langhubigen Stützen. Ja nach Radgrösse wird die untere Aufhängung des Federbeins um 180 Grad gekehrt. Im 27.5-Zoll-Setup wird so die Tretlagerhöhe beibehalten, der Lenkwinkel und der Sitzwinkel werden etwas steiler.

In der Ebene

Leicht gestreckt und zentral über dem Bike sitzend pedaliert es sich angenehm. Der steife Rahmen ergibt in Kombination mit dem langen Radstand einen guten Vortrieb und Laufruhe. Das Heck bleibt schön antriebsneutral. In moderatem Gelände kriegt man gutes Feedback vom Untergrund. Es fährt sich eher laufruhig als verspielt, doch mit ein wenig Körpereinsatz geht es ordentlich durch die Kurven.

Berg hoch

Das Bike geht echt flink hoch. Die 13.8 Kilo spürt man kein bisschen und lange Anstiege lassen sich locker meistern. Ausgesetztes Gelände wird problemlos gemeistert, das Heck flutscht einfach so drüber. Vielleicht steht das C des Bikes ja für cool?

Berg runter

Die getunte Gabel und das Heck korrespondieren bestens. Schluckfreudig und mit satter Bodenhaftung lässt es sich mit Highspeed über ruppigstes Gelände heizen. Steht das Heck tief im Federweg, gibt es wenig Feedback vom Untergrund, es lässt sich dennoch sehr gut kontrollieren. Die lange Maschine braucht etwas Körpereinsatz, meistert aber auch enge Strecken mit Bravour. Sprünge gelingen leicht, verpatzte Landungen merkt man kaum, echtes Mini-DH-Feeling mit nur 145 Millimeter Federweg. Das Fahrverhalten ist echt top. Oder cool2, vielleicht ist das ja die Formel des Modellnamens.

Fazit

Das C2 ist ein cooles Bike, das viel Fahrspass bietet. Stefan Gruber hat recht: Egal, ob lange Tage im Sattel oder Shuttle-Touren, wo man mit Mach 2 den Berg runterheizt, dieses Transalpes macht alles mit.

Empfehlung

Wem Schnickschnack und «grosse» Marken egal sind, aber Wert auf ein individuelles Bike legt, ist beim Transalpes C2 richtig. Den Fahrspass gibt es oben drauf, ohne Aufpreis.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Karbon
Preis: CHF 8790.00 (ab CHF 4990.00)
Gewicht: 13.8 kg (Rahmengrösse M, mit Pedalen)
Federweg:  160 mm vorne / 145 mm hinten
Federgabel: Rock Shox Lyrik Select+
Federbein: Rock Shox Super Deluxe Select+
Schaltung:  Sram XX1 Eagle
Bremsen:  Shimano XTR, 203/180 mm
Kurbelgarnitur:  Sram XX1 Eagle
Laufräder: Acros Nineteen Naben mit Hoops Carbon 929 Felgen
Reifen:  Schwalbe Hans Dampf, EVO, Addix Soft, 29 x 2.6“
Sattel: Sqlab 611 Ergowave Active
Sattelstütze: Kind Shock LEV Si, 175 mm
Vorbau: Acros Gothic Stem, 55 mm 
Lenker: Acros Gothic Bar, 750 mm

 
Hersteller/Vertrieb
www.transalpes.com

Testbericht erschienen in Ausgabe 02/2020 von Ride Magazin.

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