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Test: Simplon Rapcon – ein Enduro mit Charakter und Tiefgang

Betrachtet man das Rapcon, macht es den Eindruck eines ganz normalen Enduro-Bikes. Dezent und unauffällig. Befasst man sich näher mit dem Bike, wird klar, da steckt mehr dahinter und die Neugierde erwacht. Geht es dann mit dem Simplon auf die Trails, merkt man schnell, dass hier eine härtere Gangart gefragt ist.

Im schlicht auftretenden Österreicher steckt viel Know-how und Gedankengut. Liest man das White Paper, als Basis für die Entwicklung diente, hat man den Verdacht, dass der Ingenieur sicher einige schlaflose Nächte hatte. To cut a long story short: Ziel war es, ein Enduro-Bike zu schaffen, das viel Bewegungsfreiheit bietet, damit bei unvorhergesehenen Hindernissen auf dem Trail schnell und sicher reagiert werden kann. Anders als bei den meisten Herstellern sollte jede Rahmengrösse individuell konstruiert und nicht einfach skaliert werden.

Wir haben bei Simplon nachgefragt, in welchen Punkten sich das Rapcon von anderen Enduro-Bikes abhebt: 

  • Balanced Geometry: mitwachsende Kettenstreben für perfekte Radlastverteilung in jeder Rahmengrösse. Das bietet viel Bewegungsfreiheit, Agilität und Stabilität sowie Laufruhe und es ergibt kraftsparendes Treten
  • An die Rahmengrösse angepasster Sitzwinkel: perfekte Sitzposition bei jeder Rahmengrösse
  • Progression, Anti-Squat und Anti-Rise sind jeder Rahmengrösse angepasst
  • Tiefe Überstandshöhe und niedriges Sitzrohr: Das gewährt viel Bewegungsfreiheit und ermöglicht den Einbau von langen, komplett versenkbaren Sattelstützen
  • Hoher Stack-Wert: für mehr Vertrauen bei steilen Downhills und damit man einfacher den Kopf hochhalten kann, das sorgt für mehr Speed

Aussage von: Alexander Steurer, Strategic Relationships, Simplon Fahrrad GmbH

Besonderheiten

  • Unterschiedlich lange Kettenstrebe je Rahmengrösse
  • Unterschiedliche Sitzwinkel je Rahmengrösse
  • Doppelte Lagerung der Hauptdrehpunkte für mehr Steifigkeit
  • Steigende Progression des Hinterbaus mit zunehmender Rahmengrösse
  • Storage-Box im Unterrohr
  • Individuell konfigurierbare Ausstattung

In der Ebene

Die Sitzposition des Rapcon ist aufrecht und angenehm. Das Bike ist kein Leichtgewicht und in Kombination mit den robusten Reifen hemmt das den Vortrieb. Ist die Maschine in Schwung, hält sie diesen mit gutem Momentum. Der Geradeauslauf ist top, das Bike ist wendig mit einem Hang zur Verspieltheit.

Berg hoch

Trotz etwas Speck auf den Rippen klettert das Simplon antriebsneutral und flott – speziell auf Singletrails. Dass man  viel Federweg unterm Hintern hat, merkt man bergauf nicht. Bei grösseren Stufen zieht das Heck schön rüber, ohne tief im Federbein einzutauchen. Muss man durch enge Kehren zirkeln gelingt dies dank der gut ausbalancierten Geometrie ohne Mühe.

Berg runter

Die Macher des Rapcon haben bewusst eine hohe Front kreiert. Je nach Körpergrösse lohnt es sich dennoch, Spacer unter dem Vorbau zu entfernen. Das sorgt für etwas mehr Druck auf die Front und entsprechend bessere Kontrolle. Schon nach kurzer Abfahrt wird klar, hier geht mehr. Bremse auf, Tempo erhöhen und ab geht es durch die Mitte. Das Bike weckt den Spieltrieb und packt fast jede Linie. Das progressive Fahrwerk schluckt zuverlässig und sorgt stets für optimalen Grip. Ist man in technisch anspruchsvollem Gelände und engen Trails mit wenig Tempo unterwegs, punktet das Rapcon genauso wie im Bikepark. Dort zieht es bei hohem Tempo souverän durch Anliegerkurven und lässt sich bei Jumps gut abdrücken. Gelandet wird mit viel Gegenhalt des Fahrwerks und eher hart als zart. Kurz aufeinanderfolgende Bremswellen meistert das Heck besser als die Federgabel. Stehen super steile Sektionen an, kommt die hohe Front wieder zum Zuge, solche Abschnitte werden mit viel Sicherheit gemeistert und ohne Überschlagsgefühl.

Fazit

Das Simplon Rapcon ist kein Bike nach dem Motto «aufsitzen und wohlfühlen». Es braucht etwas Zeit, bis das Setup sitzt und man sich an den Charakter des Bikes gewöhnt hat. Doch dann profitiert man von einem Enduro-Bike, das gerade bei harter Gangart sehr souverän bleibt. Es verleitet schon fast, an einem Rennen der Swiss Enduro Series teilzunehmen und seine Grenzen auszuloten. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist der fehlende Ablauf am Rahmen für das Wasser, das sich in der Aussparung des Federbeins sammelt.

Empfehlung

Die verbauten Schwalbe-Reifen in der Super-Gravity-Ausführung bieten besten Pannenschutz, trüben jedoch den Fahreindruck aufgrund ihrer Steifigkeit. Ein Reifen mit einer etwas flexibleren Karkasse würde etwas mehr Feedback vom Untergrund vermitteln.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Karbon
Preis: CHF 7061.00 / ab CHF 5549.00
Gewicht: 15.5 kg (Rahmengrösse M, mit Pedalen)
Federweg:  170 mm vorne / 165 mm hinten
Federgabel: Rock Shox Lyrik Select+
Federbein: Rock Shox Deluxe Select+
Schaltung:  Sram Eagle GX
Bremsen:  Shimano Deore XT, 220/203 mm
Kurbelgarnitur:  Sram Eagle GX, 175 mm
Laufräder: DT Swiss EX 1700
Reifen:  V: Schwalbe Magic Mary, Super Gravity, 29 x 2.4”
H: Schwalbe Big Betty, Super Gravity, 29 x 2.4”
Sattel: Selle Italia X-Land E-Bike Flow MG
Sattelstütze: Kindshock LEV Integra, 175 mm
Vorbau: Simplon Zero II, 40 mm 
Lenker: Simplon Carbon Riser, 800 mm, 26 mm Rise

Geometrie

Alle Daten hier: Link

Hersteller

www.simplon.com

 

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