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Test: Shimano XTR – die Highend-Gruppe im Langzeittest

Ende 2018 hat Shimano ihre Top-Gruppe mit zwölf Gängen auf den Markt gebracht. Seither wurde sie über drei Jahreszeiten sowie unzählige Höhenmeter und Kilometer in die Mangel genommen. Ob sie der bewährten Eagle-Technologie von Sram das Wasser reichen kann, haben wir überprüft.

Verarbeitung & Details

Shimano bietet die neue XTR in drei Setups an. Neben Cross Country und Marathon gibt es noch eine Enduro-Version. Dass die Verarbeitung der japanischen Top-Gruppe auf höchstem Niveau liegt, versteht sich von selbst. Seit Jahren gilt sie als State of the Art.
 
Details zu den Varianten sind hier nachzulesen:

Im Einsatz

Montage
Für geübte Hobbymechaniker ist die Montage und Justierung keine Sache, weder für die Schaltgruppe noch für die Bremse. Einzig bei der Kassette gilt es zu beachten, dass das kleinste Ritzel auf die vorhandene Markierung ausgerichtet werden muss. Ist das Ritzel nicht entsprechend der Markierung montiert, ist es unmöglich, die Schaltung perfekt zu justieren. Nach einem allfälligen Kürzen der Bremsleitung muss diese nicht entlüftet werden.
 
Zu beachten gilt es, dass sich die Kassette nur mit einen Micro-Spline-Body montieren lässt. Mittlerweile gibt es einige Naben- und Laufradanbieter, welche die Lizenz dafür haben. Allerdings taugen noch lange nicht alle Naben dafür. 
 
Dank Shimanos I-Spec-Befestigungssystem ist das Cockpit aufgeräumt und lässt sich gut auf die gewünschte Ergonomie ausrichten. Die Japaner bieten sogar einen Remote-Hebel für Teleskopstützen an, der direkt an der Bremsschelle montiert wird und mit den Stützen der gängigsten Anbieter kompatibel ist.
 
Schaltgruppe
Ride hat bereits im Sommer 2018 die Schaltgruppe im Rahmen eines Presse-Camps getestet. Der damals gewonnene Eindruck hat sich nicht geändert, auch nicht nach achtmonatigem Einsatz im Schnee, im Schlamm und in der Sommerhitze: Sie funktioniert immer noch tadellos und musste nie nachjustiert werden. 
 
Der erste Eindruck kann unter folgendem Link nachgelesen werden: LINK
Bei diesem Bericht konzentrieren wir uns auf die Langzeiterfahrungen und den Test der Bremse. 
 
Das gefahrene Setup mit 32er-Kettenblatt und einer 10/51-Kassette hat auch für steilste alpine Anstiege ausgereicht. Da im Vergleich zu Sram-Eagle-Kassetten der Sprung vom zweitgrössten zum grössten Ritzel nur sechs statt acht Zähne beträgt, lässt es sich im Steilen ergonomischer treten. Wenn man an der Schaltgruppe etwas bemängeln kann, ist es nur die etwas lottrige «Ein»-Position des Schaltwerkstabilisators: Der Hebel rastet nicht spürbar ein. Das passt irgendwie nicht zur sonst absolut hochstehenden und präzisen Verarbeitung und Funktion. Der Wechsler wird dadurch aber nie beeinträchtigt.
 
Die getestete Kurbel stammt aus der Vorserie, die verspätet in Produktion gegangen ist. Shimano hat zwischenzeitlich eine «Ersatzkurbel» ausgeliefert. Mehr dazu hier: LINK
In der Zwischenzeit ist das besagte Modell beim Schweizer Distributor Fuchs-Movesa ab Lager verfügbar.

4-Kolben-Bremse
Müsste man die neue XTR-Bremse mit einem Wort beschreiben, so wäre das «Zuverlässigkeit». Selbst bei Abfahrtsorgien zwingt man sie nicht in die Knie. Ein leichtes Fading stellt sich nach rund 1500 Tiefenmetern ohne grosse Pause zwar ein, das hat aber keinen wirklichen Einfluss auf die Bremsleistung und sie verhärtet auch nicht. Sie lässt sich stets ohne grossen Kraftaufwand bedienen und packt bei Bedarf fest zu, ohne brachial zu wirken. Die neue Bremse lässt sich viel besser dosieren als ihre Vorgängerin.
 
Einzig die Bremsbeläge sind etwas anfällig bei feuchtem Klima. Steht das Bike mal über zwei Wochen ungenutzt in einem leicht feuchten Keller, oxidieren sie. Dann braucht es einige Abfahrten, bis sie nicht mehr quietschen und die volle Bremsleistung entfalten. Das Problem tauchte nur zwischen Dezember und März auf. Als es danach wärmer wurde, geschah es nicht mehr. In der warmen Jahreszeit stand das Bike aber nur einmal unfallbedingt für vier Wochen still.
 
Während der ganzen Testzeit musste die Bremse weder nachjustiert noch entlüftet werden. Auch dann nicht, als die Gruppe auf einen neuen Rahmen montiert wurde. 
 
Die Abnützung der Beläge und Scheiben ist eher gering. Letztere haben sich vorne nach einer «überhitzten» Fahrt leicht verzogen, jedoch so wenig, dass sie nicht an den Belägen schleifen.
 
Fernbedienung für Teleskopstütze
Die Montage geschieht mühelos. Die Funktion in Kombination mit einer Kindshock LEV Carbon ist einwandfrei. Die Stütze lässt sich mit dem Shimano-Hebel feinfühlig bedienen und musste nie nachjustiert werden.
 

Fazit

Ganz ehrlich, von Shimanos XTR-Gruppe erwartet man nichts anderes als eine zuverlässige Funktion, geschmeidiges Schalten und standhaftes Bremsen. Die Erwartungen wurden vollends erfüllt. Die paar Kritikpunkte sind Jammern auf hohem Niveau. Die neue Shimano 12-fach-Schaltung kann auf Augenhöhe mit Srams bewährter Top-Eagle-Gruppe mithalten. Am Ende entscheidet die individuelle Vorliebe für den jeweiligen Anbieter.
 

Empfehlung

Die hohe Qualität hat ihren Preis, daher ist die Highend-Gruppe sicher nicht für jedermann erschwinglich. Doch wer auf Leichtbau setzt oder wem nur das Beste gut genug ist, der wird an dieser Gruppe lange Freude haben. Für etwas kleinere Budgets testen wir gerade die neue 12-fach-Deore-XT-Gruppe Frühjahr 2020 folgt unser Bericht.
            
Preis: ab CHF 2354.00
 

Hersteller/Vertrieb

www.bike.shimano.com / www.fuchs-movesa.ch

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