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Test: Rose Pikes Peak – Das Enduro-Bike das sich im 'Handumdrehen' wandelt

Rose Pikes Peak

Die deutsche Versendermarke Rose hat sich aufgemacht, das Enduro-Rad neu zu erfinden. Im Mittelpunkt steht dabei das ProGeo-System mit dem man die Geometrie und die Endprogression entsprechend verstellen kann. Ob und wie es funktioniert, und was das Bike sonst noch kann, verraten die folgenden Zeilen.

Rose Pikes Peak – ein erster Überblick

Mit seinem mattschwarzen Carbonrahmen und den giftgrünen Designelementen überzeugt das Pikes Peak optisch von der ersten Sekunde an. Weiter springen einem sofort die 30 Millimeter breiten Felgen der DT-Swiss-Laufräder «EX 1501 Spline One Boost» in die Augen. Auf unserem Testbike sind Reifen von Maxxis (Minion DHR II) montiert, standardmässig rollt es allerdings mit Magic Mary und Hans Dampf Gummis von Schwalbe zu den Kunden. Das Fahrwerk von unserem Enduro-Topmodell stammt aus dem Hause Fox. Vorne arbeitet eine «36 Float FIT RC2 Factory» Gabel und hinten ein «Float X2 Factory» Dämpfer. Das ergibt vorne 160 Millimete Federweg und hinten 165. Sram führt mit seiner X01-Eagle-Schaltgruppe durch das 12-Gänge-Menü. Weitere Highlights sind die Rock-Shox-Variosattelstütze «Reverb 1x Stealth», die Kettenführung von E13, Griffe von Ergon und Lenker, Vorbau und Kurbeln von RaceFace. Die Montage eines Umwerfers ist am Pikes Peak nicht möglich.
 

Die Geometrie

«Lang und flach», das sind nicht bloss Attribute von ungesunden Supermodels sondern die Zauberworte moderner Bike-Geometrien. Unser Testbike in Grösse M weist einen Reach von 455 Millimeter auf. Das entspricht gut und gerne einem Rahmen in Grösse L mit «normaler» Geometrie. Tatsächlich fällt der M-Rahmen relativ gross aus. Um dem etwas entgegenzuwirken, wurde ein Vorbau mit 35 Millimeter Länge verbaut, was für eine angenehme, nicht zu gestreckte Sitzposition und ein direktes Lenkverhalten sorgt.
 

ProGeo – Geometrie-Verstellung «on the fly»

Okay, wirklich neu sind Geometrieverstellungen an den Hinterbauten von Fullys nicht. Rose hat das System aber auf ein neues Level gebracht. Einfach und verständlich in der Anwendung und innert kürzester Zeit ausgeführt. Einen sechs Millimeter Inbusschlüssel reicht dazu aus. Das Vorgehen ist denkbar einfach: Schraube bis zum Anschlag lösen, reindrücken, wodurch die FlipChips freigelegt werden, im Uhrzeigersinn auf die gewünschte Position drehen, die Schraube wieder anziehen – fertig. Das ganze Prozedere dauert kaum eine Minute und ist somit sehr benutzerfreundlich wie auch unterwegs problemlos machbar.
Um rund ein Grad ändert sich der Sitz- und Lenkwinkel von der steilsten zu der flachsten Position, das Tretlager wird rund zwölf Millimeter in der Höhe gehoben. Die Endprogression des Dämpfers ist bei der steilen Einstellung (steep) um rund vier Prozent höher gegenüber der flachen Position (slack).
 

Rose Pikes Peak im Uphill

Los geht’s! Dem Namen des Bikes entsprechend starten wir unsere Testrunde mit einem ordentlichen Uphill. Das ProGeo-System stellen wir vorher auf «High/Steep» ein. Die ersten Höhenmeter erklimmen wir auf einer Forststrasse mit mässiger Steigung. Trotz möglichst rundem Tritt und im Sattel sitzend wippt der Hinterbau immer etwas mit, also schliessen wir den Dämpfer. Ein kompletter Lockout ist nicht möglich, aber auch nicht notwendig. Mit dieser Einstellung (firm) pedaliert es sich angenehm den Berg hoch. Die 13.59 Kilogramm des Bikes (Rahmengrösse M, inkl. Pedalen) machen sich bei längerer Fahrt in den Oberschenkeln und Waden etwas bemerkbar, trotzdem muss man kein Muskelprotz sein, um mit dem Bike auch mal eine längere Tour zu machen. Steile Passagen erfordern doch etwas an Körpereinsatz, um das Vorderrad nicht hochkommen zu lassen, aber für ein potentes Enduro-Bike klettert das Pikes Peak erstaunlich gut.
 

Wo es sich am wohlsten fühlt

Oben angelangt nutzen wir die kleine Verschnaufpause, um das Multitool zu zücken und das ProGeo-System auf Downhill zu stellen. Da die Strecke mal sehr schnell und ruppig ist, aber auch einige Stufen, Steinfelder und Spitzkehren aufweist, entscheiden wir uns für eine mittlere Progression und das lange Fahrwerk, also Slack/Mid. Die Gabel fahren wir übrigens mit 20 Prozent Negativfederweg, den Dämpfer mit 25 Prozent.

Bei den ersten grösseren Geländestufen sind wir froh um die den langen Radstand. Das Pikes Peak passiert die Stufen problemlos und die Gabel taucht nicht in scheinbar unendliche Tiefen ab, sodass wir uns stets sehr sicher fühlten. Abschüssige Spitzkehren verlangen schon etwas mehr Arbeit am Lenker, um das Pikes Peak um die Kurven zu lenken. Nicht zuletzt dank den griffigen Reifen meistert es aber auch diese souverän. Richtig Freude macht das Überfliegen von Steinfeldern und Wurzelteppichen. Hier spielen Gabel und Hinterbau ihre Stärken voll aus. Einen Blick auf die SAG-Ringe verrät uns, dass wir den verfügbaren Federweg gut ausnutzen konnten, aber immer noch über etwas Reserven verfügen.
 

Fazit: Rose Pikes Peak

Das Pikes Peak ist ohne Zweifel ein gelungenes Enduro-Bike mit grossem Spasspotenzial. Sein ProGeo-System überzeugt durch die einfache Handhabung und der Unterschied zwischen High/Steep und Low/Slack ist gut spürbar. Die Zwischenpositionen unterscheiden sich hingegen kaum noch. Top-Noten gibt auch es in Sachen Verarbeitung, Ausstattung und Preis.
 

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Carbon
Preis: CHF 4'799.00, (ab CHF 3'399.00)
Gewicht: 13.59 kg (Grösse M, mit Pedale)
Federweg: 160 mm vo./ 165 mm hi.
Gabel: Fox 36 Float FIT RC2 Factory, Boost
Federbein: Fox Float X2 Factory
Schaltung: Sram XO1 Eagle
Bremsen: Sram Guide RSC 200 mm / 180 mm
Kurbelgarnitur: Truvativ Descendant Carbon 34T, Boost
Felgen: DT Swiss «EX 1501 Spline One», Boost, 27.5
Naben: DT Swiss Spline One
Reifen: Schwalbe Magic Mary Addix Soft 27.5x2.35 vo./ Hans Dampf Addix Speed 2.35
Sattel: SDG Circuit MTN
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth 1x
Griffe: Ergon GE1
Vorbau: Race Face Turbine 35mm / 35 mm Ø
Lenker: Race Face Next Carbon, 800mm, 20mm rise, 35 mm Ø

Hersteller:  www.rosebikes.de

Testbericht erschienen in Ausgabe 04/2017 von Ride Magazin.

 
 

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