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Test: Rocky Mountain Thunderbolt 799 MSL

Optisch kommt das Thunderbolt 799 MSL in frechem, leuchtendem gelb mit schwarzem Heck. Die gelbe Farbe zieht sich auch über die Laufräder und die Federgabel was ein stimmiges Gesamtbild gibt. Mit an Board ist wie gehabt Kanadas Wahr- und Rocky Mountains Markenzeichen – das Spitzahornblatt.

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Fotos: Action ©Markus Greber, Bike und Details ©Balz Weber

Die High-End-Trail-Rakete mit Rennsportgenen.

Optisch kommt das Thunderbolt 799 MSL in frechem, leuchtendem gelb mit schwarzem Heck. Die gelbe Farbe zieht sich auch über die Laufräder und die Federgabel was ein stimmiges Gesamtbild gibt. Mit an Board ist wie gehabt Kanadas Wahr- und Rocky Mountains Markenzeichen – das Spitzahornblatt. Das Thunderbolt geht mit seinen 120 Millimetern Federweg in die Kategorie der Trailbikes. Ausgestattet ist es jedoch wie eine Cross-Country-Feile. Die XTR-Di2-Schaltung und die leichten 27.5-Zoll Valor-Carbon-Laufräder von NoTubes sind aber ebenso Trail-tauglich. Die Variosattelstütze und das spassorientierte Cockpit von Race Face lässt das Bike dann doch als Trailbike erkennen.

Das Rocky Mountain Thunderbolt fühlt sich vom ersten Meter gut an. Es fährt sich auch mit der flach gewählten Geometrie über längere Zeit angenehm und entspannt. Es rollt in der Ebene gut voran, nicht zuletzt auch dank den leichtlaufenden Ardent-Reifen von Maxxis. Lange Anstiege gehen ebenfalls erstaunlich leicht vorüber. Schraubt man die Geometrieverstellung «Ride9» auf die steilste Position um, wird der Unterschied jedoch schnell im Vortrieb spürbar. Auch wenn der Unterschied zwischen flachem und steilem Sitzwinkel nur 1.6 Grad beträgt und sich das Tretlager ein wenig anhebt, ist das Körpergewicht optimaler positioniert. Dadurch ergibt sich eine bessere Kraftübertragung.

Auf Trails berghoch überzeugt das 11.85 Kilogramm schwere Thunderbolt mit seinem agilen Handling und seiner Kletterstärke. So lässt es sich auch in technischen Passagen gut hoch manövrieren. Von der Gewichtsverteilung ideal, behalten die feinprofilierten Reifen auch relativ lange den Grip. In Sachen Vortrieb bleiben ebenfalls keine Wünsche offen. Der steife Carbon-Rahmen verarbeitet kraftvolle Antritte in ein schnelles vorankommen. Hier sind die leichten NoTubes-Laufräder eine zusätzliche Hilfe. Mit diesem Bike könnte man problemlos auch ein Marathon-Rennen absolvieren.
Einen super Job macht dabei auch die elektronische XTR-Schaltung. Sie überzeugt mit präzisen, kraftvollen und schnellen Schaltvorgängen. Die Schaltung erfordert jedoch eine gewisse Eingewöhnungszeit und man muss sich zu Beginn die Zeit nehmen, seine persönliche Schaltkonfiguration zu ermitteln. Hat man diese via Computer auf seine Wünsche angepasst, will man die Di2 nicht mehr hergeben.

Flink und kontrolliert
Auf Singletrails geradeaus und bergab fordert einen das sportlich-spritzige Gemüt dieses Bikes, ihm ordentlich die Sporen zu geben. Auch hier macht sich das agile Fahrverhalten positiv bemerkbar. Es lässt sich flink um die Kurven manövrieren und reagiert schnell auf wechselnde Kurvenradien. Damit schreit das Thunderbolt förmlich nach Flow und rasante Abfahrten, auch wenn es nur 120 Millimeter Federweg besitzt. Das Trailbike, das von der Optik und Ausstattung eher an ein Marathon-Bike erinnert, ist ein wahrer Spassgarant. So lässt man es damit gerne mal krachen und mutet ihm fast zuviel zu. Denn wenn es ein wenig ruppiger wird, ist der Federweg hinten und vorne schnell aufgebraucht.
Dank dem mittelkurzen Vorbau und dem 740 Millimeter breiten Next-Carbon-Lenker von Race Face lässt sich das Bike gut kontrollieren. Die Reverb-Variosattelstütze von Rock Shox gibt weitere Reserven her. Ebenfalls für die Kontrolle zuständig sind auch die Bremsen. Die XTR-Stopper greifen ordentlich in die 180-Millimeter-Bremsscheiben und halten auch beim längeren bremsen stand. Die Bremskraft lässt sich aber auch gut dosieren.
Um die Reserven für raues Gelände noch etwas zu erhöhen, könnte man ein wenig dickere und robustere Reifen aufziehen. Damit erzielt man nochmals eine deutliche Steigerung des Fahrspasses.

Federbein- und Gabel stammen aus der Factory-Baureihe des Suspension-Spezialisten Fox. Vorne arbeitet eine «32 Float FIT»-Gabel mit 120 Millimeter Hub und CTD-Adjust (Climb, Trail, Descend) und hinten ein «Float CTD Remote Custom Trail Valved» Federbein. Von der Grundcharakteristik her empfiehlt es sich, Gabel und Federbein nicht zu weich abzustimmen. Dem Federbein gewähren wir 27 Prozent und der Gabel sogar nur 25 Prozent Negativfederweg. Mit dieser Einstellung nutzten wir den Hub optimal und hatten bei zackiger Fahrweise immer noch genügend Gegendruck von den Federelementen. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass das «Ride9»-System die Federkennlinie verändert. Diese Einstellung gilt für die flache Geometrie, in welcher das Federungssystem progressiver arbeitet, sprich das Federbein früher verhärtet. Stellt man die Geometrie auf steil, wird das Fahrwerk eher linear. Dem ist bei der Einstellung des Federbeins Rechnung zu tragen und geht mit dem Negativfederweg etwas zurück auf etwa 25 Prozent des Hubs.

Dass die Drehpunkte des Hinterbaus stets gut funktionieren, sind diese mit Schmiernippel versehen. Dadurch vereinfacht sich die Wartung, da man durch das reindrücken des Fettes, Schmutz der in die Gleitlager gerät, einfach rausdrückt. Dies sollte man jedoch in regelmässigen Abständen machen, da sich beim waschen das Fett mit der Zeit verabschiedet. Trockene Lager halten nicht so lange und knarzen zudem lästig. Sowas will man seinem Bike nun wirklich nicht antun. Wer sein Bike mit Eimer und Schwamm putzt, statt es mit dem Hochdruckreiniger zu malträtieren, der verlängert die Schmierintervalle deutlich.

Fazit: Das Rocky Mountain Thunderbolt 799 MSL überzeugt in seiner Kategorie als Trailbike, ist dank der variablen Geometrie des «Ride9» aber auch als Tourenmaschine und problemlos auch in Marathon-Rennen einsetzbar. Wer diesem Spassgarant noch mehr Reserven geben will, verpasst ihm einen Satz dickere Reifen. Zu meckern gibt es bei diesem Bike nun wirklich nichts.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Smoothwall Carbon
Preis: CHF 11'999.00, (ab CHF 4'999.00 750MSL mit Ride9, CHF 2'199.00 Thunderbolt 710 ohne Ride9)
Gewicht: 12.85 kg (Grösse L, mit Pedale)
Federweg: 120mm vo./ 120mm hi.
Gabel: Fox 32 Float CTD FIT Factory
Federbein: Fox Float CTD Factory
Schaltung: Shimano XTR Di2 11-Speed
Bremsen: Shimano XTR 180/180
Kurbelgarnitur: Shimano XTR 38/28T 2x11
Felgen: Stan's NoTubes Valor Carbon Tubeless Ready
Naben: Stan's 3.30Ti Hub / 28H / Alloy Freehub / 12 x 142mm Axle
Reifen: Maxxis Maxx Speed Tubeless Ready F + R: Ardent Race 27.5" x 2.2"
Sattel: WTB Silverado Carbon
Sattelstütze: RockShox Reverb Stealth 30.9mm
Griffe: ESI Silicone Super Light
Vorbau: Race Face Turbine CNC 35mm 6° x 60-80mm
Lenker: Race Face Next SL Carbon 1/2 Rise Ø35mm x 740mm x 9° Sweep

Hersteller:  www.bikes.com

Testbericht erschienen in Ausgabe 04/2015 von Ride Magazin.

 

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