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Test: Radon Jab 10.0 - das Enduro für die Alpenüberquerung

Das Radon Jab 10.0 will nicht weniger als der neue «Leitwolf im Endurosegment» sein. Ob der kantige Bolide diesem Anspruch gerecht wird, haben wir für euch rausgefunden.

Das Radon Jab 10.0 im Faktencheck

Raus aus der Versandschachtel, rauf auf den Montagebock. Der kantige, mattschwarze Voll-Carbonrahmen, gespickt mit einigen Glanzelementen, gefällt uns auf Anhieb. Als Farbelemente stechen einzig die Kashima-beschichteten Gleitflächen der Fox-36-Float-Gabel, des Float-X2-Dämpfers und der Transfer-Sattelstütze, ebenfalls aus dem Hause Fox, ins Auge.
Die Kabel und Leitungen sind sehr sauber verlegt und verschwinden, wo immer möglich, im Rahmeninneren. Am Hinterbau befindet sich der gut zugängliche FlipChip, mit welchem sich die Geometrie um 0.6 Grad verstellen lässt. Die Schaltarbeit verrichtet die Sram X01 Eagle, passend dazu sind die bärenstarken Sram Code RSC 4-Kolben-Bremsen verbaut.

E*thirteen (TRS+) liefert die Alu-Laufräder auf denen vorne Schwalbes Magic Mary und hinten Schwalbes Hans-Dampf-Reifen (Addix-Soft) im Tubeless-Verfahren montiert sind. Race Face steuert Lenker (Next R, 780mm breit, 20mm rise) und Vorbau (Turbine R, 40mm) bei. Sattel und Griffe stammen von SDG.

Ein Blick auf die Geometriedaten des Jab 10.0 (Rahmengrösse 20“, L) zeigt uns, dass Radon einen guten Kompromiss zwischen Laufruhe und Agilität gesucht hat. Für Agilität stehen die 428 Millimeter kurzen Kettenstreben und das eher kurze Steuerrohr. Für Laufruhe sorgen der flache Lenkwinkel (65.2 respektive 65.8 Grad, je nach FlipChip-Einstellung am Hinterbau), das moderat Lange Oberrohr 620 Millimeter, der Reach mit ebenfalls gemässigten 622 und ein Radstand von 1215 Millimetern. Dank dem Sitzwinkel von 74.6 oder 75.2 Grad (FlipChip) und einem niedrigen Gesamtgewicht von 13.69 Kilogramm inklusive Pedale, sollten auch längere Anstiege mit dem Jab kein Problem darstellen.

Die gute Ausstattung lässt beinahe keine Wünsche offen, und so können wir es kaum erwarten, das Jab über die Trails zu jagen.
 

Das Radon Jab 10.0 im Praxistest

Die Testrunde für das Jab hat es in sich, auf 24 Kilometern gilt es 1'425 Höhenmeter zu erklimmen und gleich wieder zu vernichten. Zu Beginn zeigt sich die Forststrasse noch von der freundlichen Seite, acht bis zehn Prozent Steigung sind optimal, um uns einzufahren und mit dem Jab vertraut zu machen. Die Sitzposition ist angenehm aufrecht, man fühlt sich sofort wohl auf dem Carbon-Boliden. Die präzisen Gangwechsel mit der Sram X01 sind eine wahre Freude. Durch das vergleichbar niedrige Gewicht geht es bergwärts auch flott voran. In den folgenden sehr Steilen abschnitten wippt der Hinterbau stets spürbar mit und man sackt etwas in den Federweg. Abhilfe würde ein Dämpfer mit Lock-out-Hebel schaffen, welcher an unserem Testbike leider nicht verbaut ist. Empfehlung: Nur mit Plattform-Dämpfer bestellen.

Durch den niedrigen Stack ist gewährleistet, dass unser Vorderrad auch in diesem steilen Gelände, und trotz der kurzen Kettenstreben, den Bodenkontakt nicht verliert. Während wir voll in die Pedale treten, streifen die Fersen immer mal wieder am sehr breit ausfallenden Hinterbau, was etwas nervig ist. Dank dessen Gummiprotektoren bleiben unschöne Kratzspuren glücklicherweise aus. Insgesamt sind wir mit der Bergauf-Performance des Jab aber mehr als zufrieden, schliesslich sitzen wir auf einem Enduro-Bike und nicht auf einer Cross-Country-Feile.
 
Voller Vorfreude stürzen wir uns in den Downhill, der Paradedisziplin des Jab. Schnell zeigt sich, das Bike ist wendiger und verspielter als angenommen. Es meistert enge Spitzkehren mit einer Leichtigkeit, wie wir es eigentlich eher von Trailbikes gewöhnt sind. Diese Verspieltheit auf flowigen und eher langsamen Passagen geht auf Kosten der Laufruhe in sehr steilem und rauhem Gelände. Hier müssen wir – durch die tendenziell frontlastige Sitzposition – deutlich mehr arbeiten, als wir es von anderen Enduro-Bikes her gewöhnt sind. Hervorragend arbeiten die Gabel und der Dämpfer von Fox zusammen, vorausgesetzt, man setzt sich zuvor etwas mit den zahlreichen Einstellungen auseinander, die diese bieten. Im langen Downhill zeigen sich die Sram-Code-RSC-Bremsen von ihrer besten Seite und lassen uns selbst bei härtestem Dauerbremsen nicht im Stich. Eine Klingel könnt ihr übrigens getrost zuhause lassen, die laut-surrende e*thirteen-Hinterradnabe kündigt euch früh genug überall an.
 

Fazit

Egal ob Bikepark oder Alpenüberquerung, das Jab macht einfach alles mit und sieht dabei auch noch sehr gut aus! Als reinrassiges Enduro-Bike sehen wir das Radon Jab 10.0 nicht, dafür ist es ein exzellenter Alleskönner mit einem enorm grossen Einsatzbereich. Es glänzt mit seinem verspielten Fahrverhalten und schont die Kräfte des Pedalierenden durch sein geringes Gewicht. Design und Ausstattung sind top, der Preis kaum der Rede wert.

www.radon-bikes.de

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