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Test: Mondraker Foxy Carbon R 29 2019 – ein Trailbike mit Charakter

Heutzutage sind viele Bikedesigns sehr ähnlich. Nicht so Mondraker Bikes, die sind mit ihrer eigenwilligen Formensprache klar erkennbar. Auch in Sachen Geometrie gehen sie ihren eigenen Weg. Ob sich das bewährt, haben wir anhand des Foxy R 29 getestet.

Mit ihrer «Forward Geometry» war Mondraker Vorreiter für den Trend zu langen, tiefen und flachen Geo-metrien. Das Forward-Konzept war für viele zu extrem und die Spanier haben es nun etwas entschärft und massentauglicher gemacht. Eines ist jedoch über die Jahre konstant geblieben, das auffällige Rahmendesign. Die Designsprache ist unverkennbar und zieht sich durch das gesamte Sortiment der vollgefederten Bikes.

Die Modelllinie Foxy ist im Segment Allmountain/Enduro angesiedelt. Es gibt vier Varianten: 27.5- und 29-Zoll-Ausführung, in Karbon sowie in Aluminium. 

«Für das Mondraker Foxy spricht die eigenständige Geometrie und die Zero-Suspension-Kinematik. Dank neu kürzerem Gabel-Offset fährt sich das Bike deutlich einfacher als bisherige Mondraker-Modelle. Dazu kommt die sehr hohe Verarbeitungsqualität des Rahmens und der gute Lack.»
Stefan Brändle, Brand Manager Mondraker, Chris Sports AG

Ausstattung

Das Foxy R 29 ist das Einsteigermodell dieser Gattung. Die Ausstattung ist dementsprechend ausgerichtet, aber durchaus clever gewählt. Eine «Fox 36 Performance»-Gabel wird mit einem «Fox Float DPX2 Performance»-Federbein kombiniert. Bremse und Schaltgruppe kommen aus dem Hause Sram: NX Eagle und Guide T. Beide verrichten ihren Dienst zuverlässig. Von DT Swiss stammen die 29-Zoll-Laufräder und die Anbauteile von Mondrakers Eigenmarke Onoff.

Verarbeitung & Details

Die Optik des Mondraker ist unverkennbar. Die eigene Formensprache gefällt und sticht aus der Masse der Bikes hervor. Die Lackierung ist schön umgesetzt und auch die Details sind hochwertig und ansprechend gelöst – wie zum Beispiel die im Rahmendreieck integrierte Bremsaufnahme oder die schraubbaren Kabelführungen. Die Wippe ist massiv konstruiert und mit grossen Lagern versehen. Das macht sie steif. Der Dämpfer ist durch ein Plastikschutzblech vor Dreckbeschuss durch das Hinterrad geschützt. Der der ganze Bereich um das Tretlager ist sehr eng und verwinkelt. Bei Schlammfahrten häuft sich dort allerhand Dreck an und der will auch mit dem Druckreiniger nicht so schnell wieder da raus. 

In der Ebene

Das Foxy ist lang und demzufolge ist die Sitzposition sportlich orientiert. Der steile Sitzwinkel kommt der Länge entgegen und dadurch lässt sich das Bike effizient pedalieren und gut beschleunigen, auch im Wiegetritt. 

Berg hoch

Nicht nur in der Ebene, auch bergwärts fühlt sich das Mondraker wohl. Trotz «Speck auf den Rippen» geht es ordentlich hoch. Andere Bikes mit gleichem Gewicht fahren sich deutlich schwerfälliger. Wird es steil und verblockt, folgt der Hinterbau nicht ganz so geschmeidig nach. Das kennt man von anderen VPP-Systemen. Insgesamt ist das Foxy ein angenehmer Kletterer. Das hat es dem patentierten «Zero Suspension System» zu verdanken, das null Leistungsverlust haben und wippfrei funktionieren soll. Wer mit viel SAG fährt, sieht, dass die Wippe sich leicht bewegt. Schaut man jedoch nicht zum Fahrwerk, merkt man null und nichts.

Berg runter

Mondrakers Fast-Forward-Geometrie – mit dem 30 Millimeter kurzen Vorbau – ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es braucht ein paar Fahrten, bis man das Bike komplett unter Kontrolle hat. Die Front ist infolge des kurzen Vorbaus leicht nervös, das Heck dank kurzen Kettenstreben flink und gut zu kontrollieren. Offenes Gelände meistert das Foxy einfacher als enges und technisches Terrain. Da ist schon etwas Körpereinsatz gefragt, um geschmeidig um die Kurven zu kommen. Hat man den Dreh mal raus und den Charakter des Bikes erfasst, macht es Spass, damit zu fahren. Auch das Fahrwerk hat seinen Charakter, grosse und harte Kräfte schluckt es dank guter Progression effizient weg. Feine Unebenheiten werden ebenso gut absorbiert. Schnell aufeinanderfolgende mittlere Schläge mag es weniger, da kommen das Federbein und die Gabel nicht ganz mit. Fairerweise muss aber erwähnt werden, dass die Temperaturen während des Testzeitraums maximal zehn Grad erreicht haben. Vielleicht mögen es die Spanier halt einfach ein bisschen wärmer. Das Foxy gibt es auch noch in zwei weiteren Modellvarianten mit hochwertigerer Ausstattung, da ist auch das Fahrwerk um einiges potenter.

Fazit

Das Mondraker Foxy R 29 ist ein eigenwilliges Bike mit unverkennbarem Charakter. Das eigenständige Design und die speziellen Fahreigenschaften sind sicherlich nicht jedermanns Sache und haben ihren Preis. Wer damit klarkommt, hat ein aussergewöhnliches Bike und viel Spass damit.

Empfehlung

Auf dem Oberrohr ist prominent «Racing» aufgedruckt. Für Enduro-Rennen eignet sich eher das Modell «RR29» mit dem hochwertigeren Fahrwerk. Die getestete «R»-Version ist aber ideal für alle, die Tagestouren mögen und dabei bergab gerne mal etwas Gas geben.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Karbon
Preis: CHF 5899.00
Gewicht: 14.6 kg (Rahmengrösse M, mit Pedalen)
Federweg:  150 mm vorne / 150 mm hinten
Federgabel: Fox 36 Performance 29 Float Fit Grip EVO
Federbein: Fox Float DPX2 Performance LV Evol
Schaltung:  Sram NX Eagle
Bremsen:  Sram Guide T, V: 200 mm, H: 180 mm
Kurbelgarnitur:  Sram NX Eagle
Laufräder: DT Swiss E1900 Spline 29
Reifen:  V: Maxxis Minion DHR II, 3C MaxxTerra, Exo Protection, 29 x 2.4 WT
H: Maxxis Aggressor, Exo Protection. 29 x 2.3
Sattel: SDG Fly MTN
Sattelstütze: Onoff Pija, 125 mm
Vorbau: Onoff Stoic, 30 mm
Lenker: Mondraker, 780 mm, 12 mm Rise

Hersteller/Vertrieb

www.mondraker.com / www.chrissports.ch

Testbericht erschienen in Ausgabe 03/2019 von Ride Magazin.

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