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Test: Maxon Bikedrive – feinfühliger E-Schub zum nachrüsten.

Die Giswiler Firma Maxon Motor, bekannt unter anderem von deren Beteiligung an den Mars-Missionen der NASA, hat einen Hightech-Motor für E-Bikes entwickelt. Mit diesem Nachrüstset kann man das eigene Bike in ein E-Bike umbauen. Wir haben für euch rausgefunden, ob sich die ausserirdische Technik hier auf Mutter Erde bewährt hat oder ob sie wieder ins All geschossen gehört.

Die Giswiler Firma Maxon Motor, bekannt unter anderem von deren Beteiligung an den Mars-Missionen der NASA, hat einen Hightech-Motor für E-Bikes entwickelt. Mit diesem Nachrüstset kann man das eigene Bike in ein E-Bike umbauen. Wir haben für euch rausgefunden, ob sich die ausserirdische Technik hier auf Mutter Erde bewährt hat oder ob sie wieder ins All geschossen gehört.

Der Umbau

Grundsätzlich passt das Umrüstkit auf so ziemlich jedes Bike. Der limitierende Faktor ist der Akku, wenn dieser im Rahmendreieck keinen Platz findet, wird es schwierig. Um das auf die Schnelle zu prüfen, kann man auf der Webseite (www.maxonbikedrive.com) eine Vorlage herunterladen, ausdrucken, ausschneiden und an den Rahmen hinhalten. Oder man flitzt schnell zum nächsten Maxon-Händler. Das einspeichen der Laufräder/des Motors kann man von Maxon erledigen lassen, deren Erfahrung spart hier sicherlich Geld und Zeit. Der Rest ist Fleissarbeit: Der Akku wird mittels eines Adapters an den Schrauben des Getränkehalters befestigt. Powergrip-Schalter an den Lenker montieren, Kabel sauber befestigen und fertig.

Die Technik

Der in der Schweiz entwickelte Motor bringt ein maximales Drehmoment von 50 Newtonmeter (1400 Watt maximale Leistung), 25 Newtonmeter Dauerdrehmoment. Der Wirkungsgrad liegt – gemäss Hersteller – bei 85%. Das bedeutet, das 85 Prozent des Stromes, der von der Batterie kommt, am Motor umgesetzt werden und nur 15 Prozent verloren gehen. Überprüfen konnten wir das nicht, unser 500 Wh-Akku (Prototyp) hielt aber erstaunlich lange und somit gilt: «Im Zweifel für den Testling».
Wieviel Leistung der Motor bringt, wird über den Powergrip-Schalter gesteuert. Dieser verfügt über drei Stufen und einen «Turbo-Boost». Stufe eins unterstützt mit zehn Newtonmeter, Stufe zwei mit 20, Stufe drei mit 30 und im Turbo-Modus wird man mit bis zu 50 Newtonmeter förmlich den Berg hoch katapultiert. Während der Drehgriff in den Stufen eins bis drei einrastet, muss dieser für die Aktivierung des Turbos permanent nach unten gedreht werden – ähnlich einem Gasgriff am Motorrad. Gedacht ist dieser Modus für kurze Spitzenleistung an ganzen steilen Anstiegen. Nach rund einer Minute wird er automatisch ausgeschaltet, um einer zu starker Erwärmung des Motors vorzubeugen. Bei zu starker Erwärmung regelt der Motor die Leistung runter, schaltet sich aber nicht aus.

Der «Fussgänger-Modus» funktioniert gleich wie der «Turbo-Modus», Schalter nach unten drehen und man spaziert den Berg hoch, die Geschwindigkeit ist für normales Gehen eher zu schnell. Darauf angesprochen, hat uns der Hersteller folgenden Hinweis gegeben: «Die App, die kurz vor der Markteinführung steht, wird diese Funktion beinhalten und somit kann der Kunde die gewünschte Geschwindigkeit selber einstellen.»

Neben der jeweiligen Unterstützungsstufe zeigt der Schalter auch den Akkuladezustand an, eine kleine Status-LED unten warnt vor dem Überhitzen des Motors.

Die Testfahrt

Wenn schon von anderen Firmen der «Uphill-Flow» beworben wird, fühlen wir dem auch beim Bikedrive als erstes auf den Zahn und fahren eine Strecke hoch, die wir sonst nur talwärts befahren. Die erste Stufe – der Cruiser-Modus – überspringen wir und kämpfen uns den Berg zunächst in Stufe zwei hoch. Der Motor bringt hier schon einiges an Zusatzleistung auf die Reifen. Wir kommen damit auch in den 12 bis 15 Prozent steilen Rampen flott voran, der Puls schlägt dabei im höheren Ausdauerbereich.
In der dritten Stufe bekommt man schon fast unverschämt viel Leistung serviert. Normale Schotterstrassen fliegt man, ohne viel dafür zu tun hoch, und steilere Abschnitte meistert man ebenfalls mit einem Lächeln statt einem Hecheln. Zwar wechselt dann die Motortemperatur-LED hie und da die Farbe in Richtung orange/rot, ein Überhitzen oder eine Notabschaltung konnten wir aber nicht feststellen. Wir haben es aber auch nicht explizit darauf angelegt.

Für kurze, ganz steile Anstiege gibt es noch den Turbo. Drehgriff ganz nach hinten drehen und ab geht die Post. Hier heisst es dann: Lenker nach unten drücken, damit beim Überrollen von Wurzeln, Stufen oder Steinen nicht gleich das Vorderrad hochkommt, dieser Leistungsschub ist echt eindrücklich und erfordert die ganze Konzentration des Piloten.
Im obersten Teilstück folgen noch einige Spitzkehren, die der fein einsetzende Maxon-Antrieb souverän meistert. Die Leistung setzt immer gut kontrollierbar ein, ein störendes Nachschieben ist kaum spürbar.
Ein Hindernis ist dann auch mit Turbo-Boost zu steil und wir schieben das Bike hoch. Der Fussgänger-Modus ist hier sehr hilfreich, wenn auch beinahe schon zu schnell.

Die rund 600 Höhenmeter, die wir raufgefahren sind, werden anschliessend bergab vernichtet. Gespannt sind wir vor allem, wie sich der Motor im Hinterrad auf die Balance des Bikes auswirkt. Nach einigen Tiefenmetern mit kleinen Sprüngen, Kuppen und tiefen Wasserrinnen wird schnell klar: Alles halb so wild. ist das Gewicht am Hinterrad deutlich spürbar, der Akku im Rahmendreieck hält das Bike aber in der Balance.

Um die Leistung des Akkus zu testen, sind wir am nächsten Tag – ohne die Batterie zu laden – nochmals die schwierige und steile Strecke hoch und runtergefahren. In den einzelnen Abschnitten war im Vergleich zum Vortag eine reduzierte Leistung feststellbar, im Stich gelassen hat uns der Maxon-Bikedrive aber nicht, er hat die anspruchsvollen 1200 Höhenmeter und 48 Kilometer ohne Aussetzer gemeistert.

Fazit

Der Maxon-Bikedrive hat uns mit seiner (Turbo-Boost-)Power echt überrascht. Der Motor setzt sehr kraftvoll ein und bleibt in technischen Passagen sehr gut kontrollierbar. Ebenfalls toll und ein grosses Plus dieser Bauart ist, dass man bei voller Leistung problemlos die Gänge hoch- und runterschalten kann. Im Vergleich zu anderen Motoren ist der Antrieb aber etwas zu laut. Geteilter Meinung waren wir beim Powergrip-Schalter: Den einen war er zu leichtgängig und somit zu undefiniert beim Schalten, den anderen hat genau diese Leichtgängigkeit gefallen.
Wer seinem geliebten Bike also etwas Extrapower verbauen möchte und hin und wieder gänzlich ohne Zusatzunterstützung unterwegs sein mag, für den können wir den Maxon-Bikedrive vorbehaltlos empfehlen.

www.maxonbikedrive.com

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