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Test: Ibis Ripley: Die kalifornische «Berggeiss»

Das Ibis Ripley wurde im April in der vierten Version neu lanciert. Es hat einige Eigenschaften von seinem grossen Bruder, dem Ripmo, übernommen. Der Rahmen ist einiges leichter geworden und hat eine neue Geometrie erhalten. In den Tessiner Alpen musste das Bike einige ruppige Testfahrten durchleben.

Ibis ist eine Kultmarke aus Kalifornien, die seit 38 Jahren Mountainbikes herstellt. Das Ripley ist deren Trailbike mit 120 Millimeter Federweg. Seit Jahren entwickelt Dave Weagle die Ibis-Fahrwerke und stattet sie mit dem bewährten DW-Link aus. Die neuste Version des Ripley hat den unteren Link des Modells Ripmo übernommen. Der Lenkwinkel ist ein Grad flacher und der Winkel des Sitzrohres drei Grad steiler geworden.

Rudy Hauser – Geschäftsführer des Schweizer Ibis-Importeurs Trailworks – beschreibt die Vorzüge des neuen Ripley wie folgt: 

«Der DW-Link-Hinterbau des Ripley ist sehr antriebsneutral selbst mit offenem Dämpfer. Dank neuster Trail-Geometrie mit langem Reach und steilem Sitzwinkel bietet es gute Uphill-Eigenschaften – speziell bei technischen Anstiegen. Für das Bike bieten wir viele Aufbaumöglichkeiten in verschiedenen Preissegmenten sowie diverse Upgrades bei Federung, Felgen und diversen Kleinteilen.»

Ausstattung

Das getestete Modell ist mit einer Ausstattung im unteren Preissegment versehen. Die GX-Eagle-Schaltung ist bewährt, das Fox-Fahrwerk ebenfalls. Einzig Shimanos Deore-Bremse mag nicht zu so einem hochwertigen Bike passen. Die Bremsleistung ist schlicht zu mager und wird dem Ripley nicht gerecht. Bei einem Bike in dieser Preisklasse erwartet man etwas Besseres. Dafür begeistert die Bike-Yoke-Teleskopstütze mit 185 Millimeter Hub. Die hauseigenen Ibis-Anbauteile sind unauffällig und machen ihren Dienst tadellos. Die 2.6 Zoll breiten Reifen von Schwalbe geben dem Twentyniner ordentlich Grip und Traktion.

Verarbeitung & Details

Müsste man das Ripley mit einem Wort beschreiben, dann wäre es mit «formschön». Alle Übergänge der einzelnen Rahmenteile – sowie zu den Details – haben eine schöne Linienführung. Sämtliche Leitungen sind innen geführt und die Ein- und Ausgänge kommen ohne die oft billig wirkenden Kunststoffteile aus. Alles ist direkt in den Karbonrahmen eingelassen. Der gefräste DW-Link gibt dem Bike einen optischen Kontrast zu der sonst organischen Formgebung. Im Bereich der Kettenlinie ist der Rahmen gut geschützt und daher geräuscharm. Beim Einbau des Hinterrads nach einem Platten wollte die Steckachse nicht mehr greifen. Grund war das verschobene Schaltauge, so konnte die Achse nicht in das Gegengewinde gedreht werden. Ein kleiner «Tätsch» auf das Schaltauge hat es wieder in Position gebracht und die Achse liess sich wieder festziehen.

In der Ebene

Die zentrale und aufrechte Sitzposition ist angenehm und lässt einen entspannt pedalieren. Durch den langen Radstand ist die Laufruhe hoch. Das Heck neigt bei hoher Kadenz zu leichtem Wippen. Mit einem Griff zum Federbein ist dies behoben. Die Plattformfunktion unterbindet dieses effizient.

Berg hoch

Die 13.3 Kilo sind für ein Trailbike an der oberen Grenze. Dennoch klettert das Bike behände. Durch die komfortable Sitzposition lässt es sich auch über Stunden angenehm bergwärts bewegen. Egal, ob auf mo-notonen Asphalt- und Forststrassen oder auf ausgesetzten Singletrails, dieses Ibis ist ein wahre «Berggeiss»! Das Fahrwerk wippt nur im Wiegetritt, sonst kann man gut mit offener Druckstufe hochtreten. Mag der Weg noch so steil und das Tempo gering sein, das Bike ist gut ausbalanciert und klettert und klettert ...

Berg runter

Von einem kleinhubigen Bike darf man keine Wunder erwarten. Oder doch? Das Ripley fährt sich bergab besser als gedacht. Klar, Highspeed mit grossen Stufen sind nicht seins. Aber ausgesetztes technisches Gelände, das man weniger schnell befährt, meistert das Ripley hervorragend. Dank dem kurzen Sitzrohr und der 185er-Stütze hat man schier endlose Beinfreiheit. Das verleitet zu trialartigen Fahrmanövern in steilem Terrain. Spurtreu und mit präzisem Lenkverhalten kann man mit diesem Bike durch engste Kurven zirkeln. Sind die Trails flüssiger und schneller zu befahren, macht das Ibis mit seinem gekonnten Mix von Laufruhe und Verspieltheit sehr viel Freude. Das Fahrwerk liegt gut am Boden, hat eine hohe Endpro-gression und gibt klares Feedback vom Untergrund. Es kann mit etwas mehr SAG als üblich gefahren wer-den.

Fazit

Das Ibis Ripley ist ein beindruckendes Trailbike. Fahrspass ist garantiert. Speziell in technisch anspruchsvollem Gelände macht es dank seiner niedrigen Bauweise und der damit verbundenen Beinfreiheit eine gute Figur. Aber Vorsicht, auch das Tretlager ist tief und setzt gerne mal auf. Einzig die Ausstattung zu diesem satten Preis weiss nicht zu überzeugen. Aber eine kleine Marke wie Ibis hat eben ihren Preis.

Empfehlung

Das Bike ist ideal für Leute, die gerne ein spritziges Gefährt mögen und technisches Terrain lieben, ebenso für alle, die gerne lange Touren unternehmen und für Singletrail-Abfahrten ein potentes Fahrwerk benötigen. Es empfiehlt sich aber, bei der Ausstattung nicht zu sparen, das Ripley hat einen Top-Aufbau verdient und wird dann lange Freude machen.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Karbon
Preis: CHF 6490.00 (ab CHF 5490.00)
Gewicht: 13.3 kg (Rahmengrösse M, mit Pedalen)
Federweg:  130 mm vorne / 120 mm hinten
Federgabel: Fox 34 Float Performance
Federbein: Fox Float Performance DPS Evol
Schaltung:  Sram GX Eagle
Bremsen:  Shimano Deore, 180 mm
Kurbelgarnitur:  Sram Descendant Aluminium
Laufräder: Ibis 938 Alloy
Reifen:  V: Schwalbe Nobby Nic, Addix Speedgrip, EVO, APX, 29 x 2.6
H: Schwalbe Hans Dampf, Addix Speedgrip, EVO, APX, 29 x 2.6
Sattel: WTB Silverado 142
Sattelstütze: Bike Yoke Revive, 185 mm
Vorbau: Ibis, 50 mm 
Lenker: Ibis Aluminium, 780 mm, 20 mm Rise

Hersteller/Vertrieb

www.ibisbikes.ch
 
Testbericht erschienen in Ausgabe 04/2019 von Ride Magazin.

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