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Test: Hutchinson SKELETON, der feinstollige Cross-Country-Reifen

Kaum auf dem Markt, darf sich der Skeleton, der neue Cross-Country-Rennreifen von Hutchinson, bereits einem Test stellen. Ob der Reifen auch wirklich etwas taugt oder ob die Franzosen um Hutchinson statt Renn-Gummis lieber Baguettes in ihre Öfen schieben sollten, könnt ihr dem folgenden Testbericht entnehmen.
 

Der Skeleton im Überblick

Der erste Augenschein gilt dem Profil. Die Lauffläche weist mittig feine, eng aufeinanderfolgende Stollen auf, was für etwas Traktion, vor allem aber für geringen Rollwiderstand sorgen soll. Bananenförmige Querstollen sorgen für zusätzlichen Grip. Ganz weit aussen am Reifen befindet sich dann eine weitere Reihe an etwas massiveren Stollen, die ein wegschmieren in grosser Schräglage verhindern sollen. Laut Hersteller wiegen die Reifen in der Dimension 29x2.10 Zoll 580 Gramm und können am Vorder- wie auch am Hinterrad montiert werden.
Wer sich jetzt noch fragt, warum Reifen die aus Frankreich stammen, den englischen Namen «Hutchinson» tragen, dem sei folgende Information gegeben: Der amerikanische Industrielle britischer Abstammung, Hiram Hutchinson (1808–1869), gründete 1853 in Châlette-sur-Loing eine Kautschukfabrik, die der Vorgänger der Hutchinson SA war. Bis heute produziert die Firma Hutchinson an diesem Standort in Frankreich – 165 Jahre Firmengeschichte – Respekt!
 

Die Montage des Skeleton

Es gibt Dinge, auf die sich ein Tester mehr freut, als auf das Montieren von leichten Cross-Country-Gummis im Tubeless-Verfahren. Dementsprechend gespannt sind wir darauf, wie das mit den Skeleton-Reifen vonstatten gehen wird.
Der Reifen lässt sich problemlos von Hand über die Felge stülpen. Halbseitig montiert, schütten wir 60 Milliliter Dichtmilch – ebenfalls von Hutchinson – hinein, drücken mit den Daumen die zweite Reifenflanke über die Felge, setzen eine gewöhnliche Standpumpe an, pumpen einige Male und mit zwei lauten «Plopp», springt der Reifen auf die gewünschte Position und dichtet sofort ab. Aha, jetzt bloss keine zu grosse Euphorie aufkommen lasssen, das Vorderrad steht ja noch an.
Aber auch hier werden wir nicht enttäuscht, denn die Montage gelingt ähnlich problemlos: Das Leben kann so einfach sein. Den Kolben der Standpumpe wird solange gehoben und gesenkt, bis die digitale Druckanzeige bei 1.7 Bar stehen bleibt.
 

Der Skeleton im Cross-Country-Einsatz

Grau ist alle Theorie, deshalb dürfen die feinen Hutchinson-Reifen jetzt endlich mit uns raus zum «spielen». Wir rollen auf Asphalt los und gewinnen schnell an Geschwindigkeit. Von den Reifen ist kaum was zu hören, welch ein Unterschied zu den Gummis, die wir sonst montiert haben. Leicht Abschüssig und immer noch auf Asphalt schiessen wir auf die erste 180-Grad-Kurve zu, legen das Bike rein und zack, schon sind wir rum. Mit dem rundlichen Profil mit den weit aussenstehenden Seitenstollen lässt sich das Bike wunderschön in die Kurven legen und man muss sich schon sehr bemühen, um bis auf die äusseren Stollen vorzudringen. Diese sind glücklicherweise stabil genug, um nicht gleich abzuknicken.
Weiter gehts auf hartem Waldboden. Hier zeigt sich das gleiche Bild, wie vorher auf Asphalt: rollt super und liebt Kurven. Auf losem Untergrund sorgen die weit aussenstehenden Seitenstollen zunächst für einige Adrenalinausstösse, da sie sehr spät zu greifen beginnen. Einmal daran gewöhnt, lässt sich dies aber gut handhaben. Den Reifendruck könnte sogar noch etwas tiefer sein: Bei 1.7 Bar zeigen sich die Reifen noch sehr seitenstabil.

Jetzt im Frühling sind viele Waldböden eher weich und schmierig. Hier Gerät der feinstollige Skeleton naturgemäss schnell an seine Grenzen. Das Profil ist zwar so offen, dass es keine Dreckansammlungen duldet, von Grip ist aber nicht mehr viel zu spüren und man schmiert in alle Richtungen weg. In Anstiegen ist gut beraten, wer den Hintern und somit das Gewicht auf dem Sattel lässt. So ist ein vorwärtskommen unter grosser Anstrengung noch möglich. Kaum hat der Boden aber wieder eine Konsistenz jenseits von aufgeweichten Corn Flakes, kann die rasante Runde problemlos weitergehen.

Im eher kurzen Testzeitraum zeigen die Reifen weder an den Flanken noch am Profil einen erhöhten oder aussergewöhnlichen Verschleiss.
 

Fazit

Der Skeleton liebt harten Untergrund und schlägt sich auch Schotter und nassen Waldböden sehr ordentlich. Erst wenn es schlammig wird, ist fertig mit lustig. Er ermöglicht fantastische Schräglagen in Kurven und hat stabile Seitenstollen als Rettungsanker. Hutchinson hat somit eine sehr gute Balance zwischen Gewicht, Pannenschutz und Grip gefunden. Der Reifen findet auf alle Fälle den Weg vom Test- an das private Cross-Country-Bike. Damit dürfte auch die Frage geklärt sein, ob Hutchinson weiterhin Reifen oder Baguettes herstellen soll.

www.hutchinsontires.com
www.velok.ch
 

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