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Test: Ghost AMR Riot Lector 5

Ghost AMR Riot Lector 5

Beim Riot Lector fällt sofort das fette Unterrohr und das tiefgezogene Oberrohr auf. Farblich fällt das Bike nur durch den blauen, aber poppigen Schriftzug auf. Im Weiteren ist das Trailbike sehr kompakt gebaut. Das Herzstück dieses Bikes, das Riot-Federsystem, versteckt sich unauffällig, von Carbon umgeben vor dem Tretlager.

Beim Riot Lector fällt sofort das fette Unterrohr und das tiefgezogene Oberrohr auf. Farblich fällt das Bike nur durch den blauen, aber poppigen Schriftzug auf. Im Weiteren ist das Trailbike sehr kompakt gebaut. Das Herzstück dieses Bikes, das Riot-Federsystem, versteckt sich unauffällig, von Carbon umgeben vor dem Tretlager. Bei der Kabelführung hält es der deutsche Mountainbike-Hersteller geordnet. So verschwinden die Kabel und Leitungen im Steuerkopf, kommen gebündelt, unterhalb der Federbeinaufnahme aus dem Unterrohr und führen von dort an ihre Bestimmungsorte. Der ganze Tretlagerbereich ist ein imposantes Stück deutsche Ingenieurskunst, jedoch sicher nicht das Beste beim Bike waschen. Das Lector 5 ist mit Shimano-Mix von XT-Wechsler, SLX-Kurbelgarnitur, Deore-SL-Schalter- und Bremsen ausgestattet. Die Federelemente stammen aus dem Hause Fox und geben an Front und Heck 130 Millimeter Federweg her. Die Laufradgrösse 27.5-Zoll findet auch hier die optimale Verwendung.

Im Fahrtest fühlt sich das Ghost «AMR Riot Lector 5» sportlich an. Die lange Front und der steile Sitzwinkel unterstützen den Fahrer beim vorankommen. Das Fox-Float-Federbein bewegt sich bei 27 Prozent Negativfederweg kaum, tritt man mal eine höhere Kadenz. Im Wiegetritt macht der harte Climb-Modus doch Sinn. Dafür will sich das Lector kaum verwinden und erweist sich als sehr Antrittstark. Kein Wunder, das Unterrohr nimmt auch die gesamt Tretlagerbreite als Abstützung in Anspruch. Für ein Trailbike hat das Lector eine wirklich bequeme Sitzposition mit der man längere Aufstiege problemlos unter die Räder nimmt. In steileren Rampen gibt es kein Aufbocken und auch Traktion ist genügend vorhanden. Beim Trail-Spass lässt es sich mit diesem Bike flink durch die Kurven jagen. Bei schnellen, kleinen Schlägen erweist sich Riot-Hinterbau nicht sehr feinfühlig. Erst bergab, wo man mit mehr Druck fährt, oder das Gelände ruppiger wird, lebt das Riot-Federsystem auf gibt 130 Millimeter effektiven Federweg frei. Geht es schneller und steiler zur Sache kommt bald die Gabel ans Limit, die dafür bis dahin ihre Dienste zuverlässig verrichtet.

Überzeugend am Lector 5 ist die Austattung. Die mehrheitlich im tieferen Preissegment angesiedelten Shimano-Schaltungsteile erfreuen durch knackige und präzise Schaltvorgänge. Auch die Deore-Stopper packen keineswegs schlechter zu als manch teure Bremse. Der Nerv der Zeit hat Ghost auch mit dem Cockpit getroffen. Hierbei kommen ein 60 Millimeter kurzer Vorbau und 720 Millimeter breiter Lenker von Ghost zum Einsatz. Dabei wird auch nicht auf die Reverb-Stealth Variosattelstütze von Rock-Shox verzichtet. Schliesslich sind solche Sattelstützen aus diesen Federwegbereichen kaum mehr wegzudenken. Streiten kann man sich am Lector 5 lediglich über die Reifen. Die Schwalbe Nobby Nic in 2.25-Zoll Breite sind zwar für einfache Mittellandtouren gut, stossen bei steigender Schwierigkeit der Strecke, oder bei härterer Gangart bald ihre Grenze. Mit einigen Handgriffen und einem Satz griffigeren Reifen, lässt sich das Spass-Level dieses Bikes nochmals steigern.

Fazit: Mit dem «AMR Riot Lector 5» hat Ghost den Einsatzbereich getroffen. Sie haben jedoch ein sehr sportlich orientiertes und vortriebstarkes Trailbike mit Marathon-Ambitionen geschaffen. Mit einem Gabel- und Reifen-Update wäre das Riot abfahrtstechnisch dafür klar zu mehr fähig. Im Weiteren beweist das Lector 5, dass es nicht immer die teure Ausstattung sein muss, damit ein Bike gut funktioniert.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Carbon
Preis: CHF 8'199.00.- ab CHF 3'399.00.-
Gewicht: 12.5 kg (Grösse M, ohne Pedalen)
Federweg: 160mm vo. 160mm hi.
Gabel: Rock Shox Pike RC SOLO AIR 160mm
Federbein: Rock Shox Monarch E:i RT3
Schaltung: Sram XX1
Bremsen: Avid XO Trail 200/180
Kurbelgarnitur: Sram XX1, 30t
Felgen: SRAM RAIL 50 27.5-Zoll
Naben: SRAM RAIL 50
Reifen: Schwalbe Hans Dampf Tubeless Ready 27.5x2.35 VR & 2.25 HR
Sattel: SDG Duster RL,
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth
Sattelklemme: Lapierre
Vorbau: Easton Haven 55mm
Lenker: Easton Havoc Carbon 750mm

Hersteller:   www.ghost-bikes.com

Testbericht erschienen in Ausgabe 03/2014 von Ride Magazin.

 

Der Hinterbau mit seiner aufwändigen Aufhängung ist das Herzstück des Bikes. ©Alex Buschor
Kaum Antriebseinflüsse und gut nutzbarer Federweg, dafür weniger Freude beim putzen. ©Alex Buschor
Ein spektakulärer Rahmen will geschützt sein. ©Alex Buschor
Ein breit abgestützter Steuerkopf in dem Leitungen und Kabel sauber verschwinden. ©Alex Buschor
©Alex Buschor

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