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Test: Fünf «Freunde» für ruppige Trails

Komplett-Bikes sind heutzutage meist gut ausgestattet. Doch es lohnt sich, ein paar Teile, die gerne mal in die Brüche gehen oder verschleissen, zu optimieren. Wer es am liebsten auf ruppigen Trails krachen lässt, also schnell fährt oder seine Teile shreddert, braucht Ware, die hält. Die folgenden fünf Parts helfen, dass man länger schneller unterwegs ist.

Die getesteten Produkte in der Übersicht:

Fox Transfer Factory Teleskopstütze
Race Face Turbine R 35 Radsatz
Schwalbe Nobby Nic Evo Super Trail 29 x 2.6
Crankbrothers Mallet E Pedale & Mallet E Boa Schuhe
Ergon GFR1 Black Griffe
 

Fox Transfer Factory Teleskopstütze

Erster Eindruck
Die aktuelle Generation der Fox-Stützen baut je nach Länge 8.6 bis 25.2 Millimeter kürzer als deren Vorgänger. Die Transfer hat einen neuen «Kopf» erhalten, der die Montage des Sattels so einfach macht wie noch nie zuvor. Die Verarbeitungsqualität ist wie gewohnt sehr hoch. Das Modell der Factory-Serie kommt mit Kashima-Beschichtung daher. Es wiegt in der Version mit 175 Millimeter Hub und 31.6 Millimeter Durchmesser 614 Gramm, ohne Hebel und Seilzug. Es gibt kaum Stützen, die bei gleichem Hub so kompakt bauen wie die neue Fox. Das macht sie zu einem heissen Kandidaten für alle, die etwas mehr Weg an ihrer Teleskopstütze wünschen, was am Ende zusätzliche Beinfreiheit und somit ein Plus an Sicherheit in der Abfahrt gibt.
 
Im Einsatz
Wer ein bisschen geschickte Hände hat, schafft die Montage dank der guten Anleitung in unter zehn Minuten. Die Transfer Factory läuft – richtig eingestellt – ohne spürbaren Widerstand. Ein lautes «Wotsch» kündet an, dass sie voll ausgefahren ist. Die Stütze wurde mit einem Shimano-Hebel gefahren, sie lässt sich dabei fein dosieren und mit wenig Kraft betätigen. Sind die Temperaturen einstellig, funktioniert die Transfer immer noch einwandfrei. Bei Minusgraden kam sie nicht zum Einsatz.  

Fazit
Nach acht Monaten im Test hat sie ein leichtes seitliches Spiel wie so viele Teleskopstützen. Ansonsten läuft die Fox Transfer Factory trotz beachtlichen Schlammbädern wie am ersten Tag. Das Mehr an Hub, das sie im Vergleich zu andern Herstellern in ähnlicher Einbaulänge bietet, ist speziell an kurzhubigen Bikes ein Vorteil, wo mehr Beinarbeit gefragt ist.

Preis: CHF 479.00

Hersteller/Vertrieb
www.foxracingshox.de / www.fuchs-movesa.ch 

Race Face Turbine R 35 Radsatz

Erster Eindruck
Gemäss dem kanadischen Hersteller sind die Räder für den Enduro-Einsatz konzipiert. So wirken sie auch: hohe Speichenspannung, fette Naben und eine 35 Millimeter breite Aluminiumfelge. Die «Straight Pull»-Speichen sind mit Versatz eingespeicht und sollte mal eine brechen, liegen fünf als Reserve der Lieferung bei. Ebenso mit im Set: Ventile und Felgenband für das Tubeless-Setup. Der Freilauf hat 120 Einrastpunkte und ist für alle gängigen Standards erhältlich. Die Aufkleber scheinen von minderer Qualität zu sein, lassen sich dafür aber gut entfernen. Das Gewicht der 27.5-Zoll-Version ist 1796 Gramm.

Im Einsatz
Den Radsatz tubeless aufzubauen, bereitet keine Mühe. Die verwendeten Vittoria-Reifen dichten einwandfrei. Wer laute Freiläufe mag, hat Freude an den Turbines, der Sound ist eher grell. Das Fahrverhalten ist angenehm und unauffällig, der Mix von Steifigkeit und Flex bestens gewählt. Die guten Lauffähigkeiten der Räder stechen sehr positiv heraus. Die Turbines rollen mit spürbar weniger Widerstand als andere. Das zeigt sich insbesondere, wenn man das Bike nach einer Schussfahrt ausrollen lässt: Es ist, als gleite man endlos weiter. 

Fazit
Mit dem «Turbine R 35»-Radsatz von Race Face erhält man ein optisches Schmankerl, die asymmetrischen Vault-Naben sind eine Klasse für sich. Im sechsmonatigen Testzeitraum haben die Räder nur wenige Durchschläge erlitten und weder Dellen noch eine Acht kassiert. Sie «stehen» noch so gut wie zu Beginn. Dank des Freilaufsounds braucht man keine Klingel mehr am Rad, Passanten werden früh gewarnt. Neben dem gutmütigen Fahrverhalten gefallen die überdurchschnittlichen Rolleigenschaften.

Preis: CHF 1349.80

Hersteller/Vertrieb

www.raceface.com / www.chrissports.ch

Schwalbe Nobby Nic Super Trail Addix Speedgrip 29 x 2.6

Erster Eindruck
Schwalbes Nobby Nic ist mittlerweile ein Klassiker mit vielen Liebhabern. Per 2021 hat er erneut ein Redesign erhalten. Gegenüber dem vorherigen Modell wurde das Profildesign auf einen aggressiveren Fahrstil ausgerichtet. Die Schulterstollen sollen mehr Führung bis in den Grenzbereich haben und deutlich stabiler sein. Insgesamt verspricht das neue Profil mehr Dynamik sowohl beim Beschleunigen als auch beim Bremsen. Die «Addix Speedgrip»-Gummimischung wirkt griffig und die «Super Trail»-Karkassenkonstruktion sieht sehr robust aus. Das Gewicht liegt bei etwas mehr als 1100 Gramm.

Im Einsatz
Für den Test wurden die Reifen tubeless aufgezogen, was keine Mühe bereitet hat. Da die Seitenwände sehr steif sind, kann mit niedrigem Luftdruck gefahren werden. 0.87 Bar an der Front und 0.92 haben sich bei 70 Kilo Körpergewicht als ideal ergeben. Bei der Anfahrt zum Trail überrascht der Nobby Nic mit sehr geringem Rollwiderstand auf Asphalt. Bergauf benötigt man spürbar weniger Kraft, um voranzukommen. Wechselt man auf unbefestigte Wege, bleibt das Gefühl des schnellen Vorankommens, egal ob auf Schotter oder Singletrails. Das neue Profil gibt in den meisten Situationen viel Grip und Traktion. Selbst bei sandigem Untergrund oder losem Kies mag der Kurvenhalt begeistern – ebenso das Lenkverhalten, das stets kontrolliert ist. Hinten kann das Rad bei starker Schräglage schon mal ausbrechen, das fängt man jeweils leicht und schnell wieder auf. Mehr Mühe hat der Pneu in schroffem, alpinem Gelände. Da kippen die Seitenstollen bei Felsen gerne mal um. Dem kann man mit etwas mehr Luftdruck entgegenwirken, doch das geht schnell zulasten des Komforts. Wie erwähnt ist die Karkasse sehr steif und konfrontiert einen bei grundsätzlich passendem Luftdruck mit wenig Dämpfung und viel Rebound. Pumpt man etwas mehr, wird das Bike bei hohem Tempo schwieriger zu beherrschen, der Grip und die Bremskraft lassen dann nach.

Die Super-Trail-Karkassenkonstruktion ist dank ihrer Apex-Einlage ein wahrer Schutzengel. Man muss schon sehr unvernünftige Linien wählen, um einen Durchschlag zu kassieren, oder mit viel zu wenig Luft fahren. Wenn es doch mal «Klonk» macht, lässt das den Reifen und die Felge kalt. Innert sechs Monaten gab es keine einzige Panne. Bei nassen Bedingungen hinterlässt der Pneu ein gemischtes Bild. Die Performance ist grundsätzlich gut, doch gewisse Steine oder Wurzeln mag er nicht und schmiert weg. Die Selbstreinigung ist für das eher dichte Profil akzeptabel.

Fazit
Schwalbes neuer Nobby Nic ist wie gemacht für schnelle Strecken und Flowtrails, denn er rollt exzellent und nimmt viel Momentum mit. Auf sandigen Trails und Schotterpisten macht er eine gute Figur. In rauem, alpinem Gelände konnte er mangels Grip nicht vollends überzeugen. Die steifen Karkassen sind für leichte Fahrer etwas «too much», schwerere Menschen profitieren im Gegenzug von der erhöhten Pannensicherheit.

Preis: CHF 75.00

Hersteller/Vertrieb
www.schwalbe.com  

Crankbrothers Mallet E Pedale und Schuhe

Erster Eindruck
Der Schuh ist in schlichtem Schwarz mit goldenen Elementen designt und wirkt für ein Enduro-Modell fast schon edel. Er ist robust gefertigt und hat neben einer verstärkten Zehenkappe eine Antirutschgummierung innen bei der Ferse. Angepasst wird er mit einem Boa-Verschlusssystem und einem Klettriemen für die Feinjustage. Die Flatpedal-artige Sohle ist steif und verfügt über eine weiche Gummimischung. Obschon das Schuhwerk für das hauseigene Klicksystem geschaffen wurde, funktioniert es dank einem zusätzlichen Unterlageplättchen auch mit SPD-Pedalen. Die Crankbrothers-Cleats sind schon vormontiert und müssen nur noch nach den individuellen Bedürfnissen ausgerichtet werden.

Das Mallet-E-Pedal – «E» steht übrigens für Enduro – ist ein Zwitter aus Klick- und Flat-Pedal. Für maximalen Halt kann die Plattform je Seite mit bis zu sechs Metall-Pins ausgestattet werden. Die Auflagefläche hat eine gerippte Struktur für mehr Sicherheit, wenn man mal ausgeklickt draufstehen muss. Neben dem Klickmechanismus fixieren zwei Kontakt-Pads aus Kunststoff den Schuh auf beiden Seiten. Diese schwarzen «Distanzscheiben» lassen sich auswechseln (es gibt 1 und 2 Millimeter dicke Versionen) und auf die Sohlendicke anpassen. Das Gehäuse ist aus robustem 6061-T6-Aluminium gefertigt und mit hochwertigen Lagern ausgestattet. Die Stahlachse verspricht eine hohe Belastbarkeit. Mit 419 Gramm ist das Gewicht moderat.

Im Einsatz
Der Mallet-Schuh sitzt satt und sehr angenehm, der Zehenraum bietet ausreichend Platz. Der Ein- und Ausstieg gelingt einfach, da der Schuh sich weit genug öffnen lässt. Er wird nicht als wasserfest angepriesen, hält aber einem kurzen Regenschauer gut stand. An heissen Tagen «rächt» sich die robuste Bauweise und beschert einem sehr warme Füsse. Längere Laufpassgen meistert man mit dem Mallet komfortabel, das ist auch der griffigen Sohle zu verdanken. Sie hat wenig Profil, aber eine gute Gummimischung. Die Treter gewähren eine hohe Kraftübertragung auf die Pedale. Sie sitzen satt auf dem grossflächigen Pedal auf. Fast zu satt, bei den ersten Ausfahrten gab es Schwierigkeiten beim Auslösen. Mit jeder Tour wurde das besser, als hätten sich Schuh und Pedal erst einspielen müssen. Obschon die Pedale einige Male harten Kontakt mit dem Untergrund erdulden mussten, waren die Konsequenzen nur optische Mängel. Die Funktionalität ist nach sieben Monaten noch einwandfrei.

Fazit
Der Mallet-E-Schuh und die gleichnamigen Pedale sind nach wenigen Ausfahrten ein eingespieltes Team. Wer bisher nur SPD genutzt hat, braucht ein bisschen Eingewöhnungszeit. Speziell, wenn man alle Pins montiert hat; da ist der Grip sehr hoch und man hat weniger seitliches Spiel. Das Crankbrothers-System ist seit je bekannt für seine gute Schlechtwettertauglichkeit, das ist hier nicht anders. Ebenso bei der eher hohen Abnutzung der Cleats, das hat sich nicht geändert. Das Schuhwerk weist nur minimale Gebrauchsspuren auf. Der Auslösemechanismus der Pedale ist noch einwandfrei, eine der Achsen hat jedoch minimales Spiel erhalten.

Preis Schuhe: CHF 219.90
Preis Pedale: CHF 179.90

Hersteller/Vertrieb

Schuhe: www.crankbrothers.com / www.intercycle.com

Pedale: www.crankbrothers.com / www.intercycle.com 

Ergon GFR1 Black – Schnäppchen-Tipp

Erster Eindruck
Ganz ehrlich, 43 Franken für ein Pärchen Lenkergriffe sind kein Schnäppchen, doch ist der Betrag kein grosser, wenn man dafür eine bessere Kontrolle in ruppigem Gelände erhält und weniger Beschwerden an den Händen hat. Der GFR1 wurde gemeinsam mit Tahnée Seagrave und ihren Teamkollegen des «Canyon [CLLCTV] FMD Racing»-Teams entwickelt. Das Ziel waren mehr Komfort und geringere Greifkräfte, um die Arme und Hände maximal zu entlasten. Aus diesem Grund wurden unterschiedliche Zonen geschaffen: Oben sollen Lamellen maximale Dämpfung bieten, unten «Noppen» mehr Grip bei weniger Krafteinsatz. Die Griffe werden mit je einer Alubride geklemmt und haben offene Enden, die Endplugs werden mitgeliefert.

Im Einsatz
Die GFR1 liegen gut in der Hand, die versprochene starke Dämpfung ist in ruppigem Gelände und auch auf Schotter klar spürbar. Die Textur der Oberfläche ist Geschmackssache, der Ergon-Gummi fühlt sich angenehm an und löst kein Kribbeln aus wie so manch anderes Produkt. Zudem lässt sich mit allen benutzten Handschuhen rutschfest greifen, selbst bei Regen.

Fazit
Griffe sind wie Schuhe oder Helme, sie passen nie allen und sind stark den Körperproportionen und individuellen Vorlieben untergeordnet. Ergons GFR1 haben auf langen Touren für entspannte Hände gesorgt und in ruppigen Abfahrten sowie im Bikepark weniger Handkraft abverlangt. 

Preis: CHF 42.90

Hersteller/Vertrieb

www.ergonbike.com / www.fuchs-movesa.ch

 

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