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Test: Fünf «Freunde» für garstiges Wetter

Es gibt so Tage, da denkt man «Ich muss raus!», egal wie schlecht das Wetter ist. Der Körper schreit nach frischer Luft und Bewegung. Das Tolle am Bikesport ist, dass man ihn auch bei unangenehmen Bedingungen ausüben und Spass haben kann, man braucht einfach die richtige Ausrüstung. Diese fünf Produkte trotzen Wind, Regen und tiefen Temperaturen.

Die getesteten Produkte in der Übersicht:

Poc Rouse Shirt
Poc Consort MTB Dungaree
7Mesh Skypilot Jacke
7Mesh Thunderpant
Glarner Tüechli

POC Rouse Shirt

Erster Eindruck
Dass sich POC von der Carhartt-Workwear inspirieren liess, ist unverkennbar. Casual-Stil trifft auf Funktionalität. Der robuste Stoff ist winddicht und mit einer DWR-Beschichtung versehen. Der Schnitt fällt locker aus und dünne Ellenbogenprotektoren finden gut Platz darunter. Neben einer Brusttasche ist auch eine Brillenhalterung vorhanden.

Im Einsatz
Das Hemd gewährt viel Bewegungsfreiheit und sitzt angenehm am Körper. Doch fühlt sich der Stoff auf nackter Haut etwas kühl an und wärmt nicht besonders. Er bietet dennoch guten Schutz vor Wind. Tritt man länger bergauf, wird einem schnell warm und das Klima feucht. Selbst wenn das Rouse-Shirt innen nass geschwitzt ist, bleibt der Windschutz bestehen.

Fazit
Das POC Rouse Shirt ist ein idealer Begleiter auf herbstlichen Shuttle-Touren oder goldrichtig als Wechsel-Shirt nach dem Aufstieg. Die Atmungsaktivität reicht für gemässigte Touren im Flachen, jedoch nicht für längere Uphills. Das Hemd bietet einen Top-Windschutz für rasante Abfahrten und besten Style im Après-Bike.

Preis: CHF 179.00

Hersteller/Vertrieb
www.pocsports.com

POC Consort MTB Dungaree

Erster Eindruck
Noch näher als das Hemd ist die Consort an der Carhartt-Workwear dran. Es erinnert stark an deren Klassiker: die Latzhose.Mehr Style kann eine Regenbekleidung kaum haben. Die 3-Lagen-Hose ist gespickt mit cleveren Details. Dank langem 2-Weg-Reissverschluss auf der rechten Seite gelingt das Anziehen leicht und schnell. Der Verschluss ist gleichzeitig auch Lüftungsöffnung und verfügt somit über drei Zipper. Im Latz befindet sich eine Tasche, die ein Mobiltelefon fasst. Dazu kommen zwei weitere Taschen im Bereich des Oberschenkels sowie ein kleines Fach für das Bahnticket an der linken Po-Seite.

An der Wade liegt die Hose eng an und ein Gummizug an den Bündchen hält den Wind ab. Ansonsten fällt der Schnitt «loose fit» aus und bietet bei den Knien Platz für Protektoren. Die elastischen Hosenträger lassen sich mit Klettverschlüssen justieren und im Kreuz ist ein Zurrgurt platziert, damit es nirgends reinzieht.

Im Einsatz
Der angenehme Schnitt der Consort passt bestens zum Biken. Die Latzhose fühlt sich auf der Haut behaglich an und die Atmungsaktivität ist hoch. So macht sie auch an kaltfeuchten Tagen ohne Regen eine gute Falle. Geht es lange bergauf, sorgen die weit zu öffnenden Lüftungsschlitze für die nötige Frischluft. Dauerregen kann der Hose auch nach mehreren Waschgängen nichts anhaben.

Fazit
Die POC Consort MTB Dungaree hat das Zeugs zur Lieblingsschlechtwetterhose, sie punktet in fast allen Bereichen. Die coole beige Farbe hat leider einen Nachteil, sie ist etwas anfällig für Verschmutzung. Speziell im Bereich des Kettenblatts, da wäre eine schwarze Cordura-Einlage angebracht – idealerweise in Kombination mit einem Klettverschluss, um das Hosenbein individuell anpassen zu können, damit es nicht an die Kettenschmiere gelangt. Stylemässig sicher die coolste Regenhose, die es gibt, doch muss man dafür tief in die Tasche greifen.

Preis: CHF 599.00

Hersteller/Vertrieb
www.pocsports.com

7mesh Skypilot Jacke

Erster Eindruck
Das Ziel bei der Entwicklung der Skypilot war, ein Top-Verhältnis von maximalem Wetterschutz und geringem Packmass zu erreichen. Somit wurden nicht alle Grenzen ausgelotet, sondern eine gute Balance geschaffen. Daraus resultiert eine «einfache» Regenjacke mit Überhelmkapuze und zwei seitlichen Taschen. Die ganze Jacke wiegt gerade mal 246 Gramm. Um Gewicht zu sparen, wurde bei der Kapuze und beim Bund eine minimalistische Bundverstellung realisiert. Die funktioniert beim Hüftsaum ganz gut, bei der Kapuze ist es eine etwas umständliche Angelegenheit, da drei der zwei Zurrbändel im Jackeninnern liegen und nicht so einfach erreichbar sind.

Der Schnitt der Jacke ist so gewählt, dass sie locker fällt, wenn man lediglich ein Funktionsshirt und ein Trikot trägt, es aber Platz für eine dritte Schicht hat. Zieht man ein dickes Thermoshirt oder einen Bike-Pullover darunter an, sitzt die Skypilot satt ohne einzuengen. 

Im Einsatz
Das Gore-Tex-Material Active 3L fühlt sich auch auf blanker Haut angenehm an. Im Nacken sorgt ein weiches Fleece für Scheuerschutz. Der hohe Kragen bietet guten Wetterschutz, dürfte aber etwas enger ausfallen Der Schnitt der Skypilot gefällt, speziell der von der Kapuze: Sie gewährt gute Sicht zur Seite oder beim Blick nach hinten. Die Atmungsaktivität ist so hoch, dass man die fehlenden Lüftungsschlitze nicht vermisst.

Fazit
Die 7mesh-Skypilot-Jacke ist eine Top-Regenjacke zum Biken und aufgrund des dezenten Looks eignet sie sich auch für die Freizeit. Das Packmass ist nicht super gering, dafür hält die Jacke mehreren Stunden Regen stand und fällt dennoch nicht ins Gewicht. Sie ist ein willkommener Begleiter bei alpinen Touren und ein zuverlässiger Schutz das ganze Jahr über. Bei winterlichen Temperaturen trägt man einen Bike-Pullover oder ein dickes Trikot und Thermowäsche darunter und ist auch bei Minusgraden wohl.

Preis: CHF 398.00

Hersteller/Vertrieb
www.7mesh.com    

7Mesh Thunderpant

Erster Eindruck
7mesh ist bekannt für höchste Qualität von Regenbekleidung. Kein Wunder, kommen die Macher ja alle vom Bekleidungsspezialisten Arcteryx. Mit der Thunderpant bringen sie ein Produkt, das absolut einzigartig ist, denn die Hose lässt sich in der Länge individuell kürzen, mehr dazu später. Die Hose ist aus zwei unterschiedlich dichten «Gore-Tex Pro»-Materialien gefertigt. Das dickere ist dort, wo mehr Schutz vor Wasser und Dreck nötig ist, ein dünneres da, wo eine hohe Atmungsaktivität gefragt ist. An den Unterschenkeln sind 2-Weg-Reissverschlüsse eingenäht, die gleichzeitig als Einstiegshilfe und Klimaregulierung dienen. Das Anziehen ist etwas umständlich, da die Thunderpant keinen Frontreissverschluss hat und der Schnitt an den Unterschenkeln körpernah ist: Die Klett- und Reissverschlüsse müssen dazu weit geöffnet werden. Der Bund ist leicht elastisch und wird durch zwei seitliche Zurrgurte gesichert. Leider fädeln diese sich beim Anziehen oft ungewollt aus. Am rechten Oberschenkel hat es eine Tasche, die ein Mobiltelefon fasst und komplett wasserdicht ist. Die Hose wiegt nur 300 Gramm.

Das eingangs angesprochene Highlight der Regenhose sind die eigenständig kürzbaren Bündchen am Beinende. Das Neopren-artige Material hat auf der Innenseite aufgedruckte Schnittzonen, wo man ganz einfach mit einer Schere die Länge anpassen kann. Die Empfehlung ist und das hat sich bewährt, erst mal wenig zu kürzen, dann damit biken zu gehen und zu beobachten, wie es passt, und gegebenenfalls ein bis zwei weitere Kürzungen vorzunehmen.

Im Einsatz
Der Schnitt der Hose ist sehr aufwendig realisiert und auf die sitzende Fahrposition ausgerichtet. Fühlt sich die Hose im Stehen noch etwas ungewohnt an, passt im Sattel sitzend alles optimal. Beim Treten knistert der Stoff ziemlich laut und das wird auch nach mehreren Waschgängen nicht besser. Das ist so ziemlich der einzige Nachteil der Thunderpant.

Fazit
Die 7mesh Thunderpant ist eine State-of-the-Art-Regenhose: Sie hält länger dicht, als man bei Regen biken mag. Die hohe Qualität und der super Schnitt suchen seinesgleichen. Die Möglichkeit der individuellen Längenanpassung macht sie absolut einzigartig und rechtfertigt ihren hohen Preis. Nach einer regenreichen Saison zeigt die Hose erste Abnutzungserscheinungen beim Hintern, die sind aber nur optisch von Belang.

Preis: CHF 329.00

Hersteller/Vertrieb
www.7mesh.com

Glarner Tüechli – Schnäppchen-Tipp

Erster Eindruck
50 mal 50 Zentimeter und 100 Prozent Biobaumwolle, bedruckt mit dem klassischen Glarner Motiv und in 18 Farben erhältlich. Das ist das Glarner Tüechli. Ein Touch Ethno, um bei windigem Wetter und tiefen Temperaturen den kurz geschorenen Schädel zu schützen. 

Im Einsatz
Einmal diagonal gefaltet und um den Kopf gebunden schützt das Glarner Tüechli nicht nur bei garstigem Wetter, es ist auch ein guter Schweissfänger und Sonnenschutz im Sommer.

Fazit
Ja, es besteht die Gefahr, dass die Style-Polizei den Ethno-Look am Kopf nicht goutiert. Doch dank der 18 Farben ist sicher eine darunter, die perfekt zum Helm passt und man somit das Tuch nicht gleich wahrnimmt. Aber ganz ehrlich, schöne Kopfschütze gibt es nicht und wer einen kahl geschorenen Schädel sein eigen nennt, kommt nicht drum herum. Dann lieber ein in der Schweiz gefertigtes Glarner Tüechli als ein in China produziertes Hightech-Stöffli, das doppelt so viel kostet.

Preis: CHF 12.00

Hersteller/Vertrieb
www.stoff-fabrikladen.ch

 

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