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Test: Fünf «Freunde» für ein Bikeupgrade

Irgendwann ist es so weit und das geliebte Bike ist nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik oder die zahlreichen Fahrten haben arg Spuren hinterlassen. Ist es Zeit für etwas Neues, doch im «Kässeli» hats nicht genug für ein aktuelles Bike, so kann man mit preiswerten Alternativen sein Gefährt prima upgraden.

 

Marzocchi Bomber Z2 Federgabel

Erster Eindruck
Die Bomber Z2 von Marzocchi wirkt optisch robust und solide gebaut. Die Einstellknöpfe sind aus Kunstsoff und nicht so hochwertig wie die Metallversionen von anderen Herstellern. Aber bei diesem Preis kann man das nicht bemängeln. Das Laufrad wird mit einem Schnellspanner geklemmt. Neben der getesteten 27.5-Zoll-Version mit 150 Millimeter Federweg wird noch ein Modell für 29-Zoll-Laufräder angeboten. Je nach Version variiert der Hub von 100 bis zu 150 Millimeter. Das Gewicht von 1940 Gramm (mit gekürztem Schaft) ist akzeptabel. Ein Grossteil der Technologie stammt vom Mutterhaus Fox. Doch aussen ist die Federgabel ganz Marzocchi: Wie früher ist die Gabelbrücke in der typischen M-Form gestaltet. Sie fasst bis zu 2.6 Zoll breite Reifen.
 
Das Innenleben ist baugleich mit der Evol-Luftfeder der Fox 34. Dabei handelt es sich um ein System mit Positiv- und Negativ-Luftfederung. Neben der Zugstufe lässt sich auch die Druckstufe verstellen – ganz hilfreich bei Anstiegen. Die Endprogression wird über Fox-Volumenspacer definiert.
 
Im Einsatz
Ein Setup mit 25 Prozent SAG und Rebound je nach Vorliebe bietet eine sehr gute Performance. Die Gabel reagiert sensibel auf kleine Schläge, bleibt stabil im mittleren Federweg und hat eine hohe Endprogression, ohne dass sie störend wirkt. Je schneller und härter man fährt, desto besser funktioniert die Z2. Sie hält auch in grobem Gelände gut die Spur. Missratene Sprünge oder unerwartete, tiefe Kompressionen schluckt sie effizient weg.
 
Je tiefer die Geschwindigkeit, umso weniger feinfühlig ist die Gabel. Leichtere Fahrer, die nicht ganz so viel Energie auf das Fahrwerk bringen, werden mit einer hohen Dämpfung konfrontiert und können allenfalls nicht den ganzen Hub nutzen. Schwere Piloten profitieren von der hohen Steifigkeit und Lenkpräzision. Selbst beim Einsatz im Bikepark zeigte die Z2 keine Schwächen.
 
Die Marzocchi wippt bergauf trotz weichem Setup nur leicht. Wen das stört, der dreht die stufenlose Druckstufe zu, bis es passt. Auf technischen Uphills macht die Gabel eine gute Falle, auch wenn sie sich nicht ganz so soft fährt wie teurere Pendants.

Fazit
Für rund 700 Franken erhält man eine echt gute Federgabel, die im Vergleich zu den sonst viel teureren Produkten nur wenige Nachteile hat. Zudem ist sie sehr einfach einzustellen. Wer gerne ordentlich Gas gibt und ein langhubiges Trailbike oder ein Enduro aufrüsten will, findet mit der Marzocchi Bomber Z2 wortwörtlich eine Bombengabel!
 
Preis: CHF 699.00
 
Hersteller/Vertrieb
www.marzocchi.com / www.fuchs-movesa.ch
 
 

Shimano SLX 1x12-Schaltung

Erster Eindruck
Wie von Shimano gewohnt kommt die SLX in hoher Qualität daher und unterscheidet sich nur in wenigen Details von der grösseren Schwester, der Deore-XT-Gruppe. Die rund 15o Gramm Mehrgewicht der gesamten Gruppe sind vernachlässigbar. Das kantige Design und die matten Oberflächen sind optisch ansprechend.
 
Im Einsatz
Die Montage und die Justierung der Schaltruppe sind problemlos. Vor dem Kauf gilt es abzuklären, ob die vorhandene Hinterradnabe über einen Micro-Drive-Body verfügt oder sich nachrüsten lässt. Das ist für die Montage der 12-fach-Kassette unabdingbar.
 
Die Bandbreite der 12-fach-Übersetzung ist mit einer 10-51-Kassette und einem 30er-Kettenblatt im alpinen Raum gerade so ausreichend. Wer es etwas komfortabler wünscht, muss zu einem kleineren Kettenblatt von Drittherstellern greifen.
 
Unter normaler Last schaltet die SLX ähnlich präzise wie die teurere Schwester, einzig eine Verzögerung ist bemerkbar. Die Deore XT wechselt die Gänge spürbar schneller. Unter hoher Last zeigen sich grössere Unterschiede beim Schaltvorgang. Die SLX quittiert hohe Last mit lauten und rauen Geräuschen, wechselt die Gänge jedoch tadellos.
 
Fazit
Nach sechsmonatigem Dauereinsatz mit allen erdenklichen Wettereinflüssen funktioniert die Shimano SLX wie am ersten Tag. Wie schon in der Vergangenheit bietet diese Gruppe sehr viel Schaltperformance für einen vernünftigen Betrag. Sie ist der ideale Einstieg in die Welt von 1x12.
 
Preis: CHF ab 360.00 
 
Hersteller/Vertrieb
www.mtb.shimano.com / www.fuchs-movesa.ch
 
 

Shimano SLX 4-Kolben-Bremse 

Erster Eindruck
Analog zur Schaltung steht die SLX-Bremse der Deore XT kaum nach. Die Verarbeitung ist auf gleichem Niveau, der Gewichtsunterschied marginal. Wie bei der grossen Schwester lässt sich die Hebelweite je nach eigener Vorliebe über eine Stellschraube anpassen.
 
Im Einsatz
Ganz ehrlich, es wäre vermutlich ein Blindtest nötig, um Unterschiede im Bremsverhalten der XT- oder SLX-Produkte zu spüren. Und man müsste die zwei Bremsen unmittelbar nacheinander fahren. Die Bremskraft ist hoch, ohne dass man selbst unnötig stark zupacken muss. 
 
Bei langen Abfahrten ohne Pause ist kein Fading spürbar, die Kraft ist stets gleich und der Druckpunkt bleibt konstant. Bei harten Bremsmanövern kann es vorkommen, dass sich eine Bremsscheibe leicht verzieht und dann streift. Meist verschwindet das bei der nächsten Abfahrt von alleine. 
 
Nach der halben Testzeit wurden die Bremsscheiben mit den neuen Deore XT RT-MT800 ausgetauscht. Dadurch erhöhte sich die Bremspower zwar nur leicht, die Dosierbarkeit ist dafür um einiges besser.
 
Fazit
Die SLX-4-Kolben-Bremse von Shimano war ebenfalls ein halbes Jahr im Einsatz und hat keine Probleme beschert, im Gegenteil, auf sie war absolut Verlass. Die Kombination von guter Ergonomie der Hebel, hoher Bremskraft und angenehmer Dosierbarkeit machen sie zu einem «heissen Eisen». Muss man sie dennoch mal entlüften, geschieht das mit dem passenden Kit in wenigen Minuten und ohne Probleme.
 
Preis: CHF 354.00 ohne Scheiben
 
Hersteller/Vertrieb
www.mtb.shimano.com / www.fuchs-movesa.ch
 
 

Hunt Trail Wide MTB Radsatz 

Hunt ist eine in der Schweiz noch relativ unbekannte britische Marke, die ihre Laufräder primär direkt über das Internet verkauft. Die Entwicklung findet in England statt, produziert wird in Taiwan. Das Angebot ist überschaubar und sehr preiswert. 
 
Erster Eindruck
Bei einem Laufradsatz in dieser Preislage hat man grundsätzlich keine grossen Erwartungen. Packt man ihn aus, ist man überrascht über die qualitativ gute Erscheinung.
 
Die Speichenspannung ist durchgehend hoch und gleichmässig. Lässt man das Vorderrad drehen, läuft es ohne grossen Widerstand und lang. Das ist den hochwertigen japanischen Industrielagern der Mark Ezo – mit doppelten Dichtungen – zu verdanken. Das Hinterrad zeigt die gleichen Eigenschaften und gibt ein angenehmes Surren im Freilauf von sich.
 
Die Alufelgen haben eine Innenmaulweite von 30 Millimetern und fassen Reifen bis 2.8 Zoll Breite. Sie sind mit 3-fach konifizierten Speichen (2.0-1.6-2.0) versehen, die das Gesamtgewicht verringern.
 
Den Radsatz gibt es in Boost- und Non-Boost-Standard. Es stehen sämtliche Freilauf-Bodys zur Verfügung. Der Freilauf selbst ist mit einer 3-Grad-Verzahnung versehen und sorgt für eine unmittelbare Kraftübertragung beim Treten.
 
Das Gewicht der 27.5-Zoll-Variante liegt bei ziemlich genau 1800 Gramm.
 
Im Einsatz
Die Tubeless-Montage war ein Kinderspiel. Die Onza Porcupines und auch Vittorias Motta-Reifen gingen ohne Mühe auf die Felgen und waren umgehend dicht.
 
Ab dem ersten Antritt ist man von der Hinterradnabe begeistert. Kaum gibt man Druck auf die Pedale, gibt es Vortrieb. Das macht sich speziell beim Antritt aus Kurven positiv bemerkbar. 
 
Selten musste ein Radsatz so einen intensiven Test durchstehen wie dieser. Auf den heimischen Trails sowie einen Tag lang im Bikepark in Andorra wurde er in die Mangel genommen und anschliessend in einem sechstägigen Bikecamp in den Pyrenäen über sehr grobe Enduro-Trails gejagt. Stets hat der Radsatz mit hohen Nehmerqualitäten geglänzt. Zig Durchschläge hat er erduldet, ohne aus dem Lot zu geraten. Die Steifigkeit ist gut gewählt und eher komfortabel als hoch, dennoch sind die Räder stets spurtreu.
 
Doch dann kam der Tag X, an dem ein sehr verblockter Singletrail den Hinterradreifen in die Knie zwang. Aufgrund des hohen Tempos war der Bremsweg länger als zehn Meter und das mit einem platten Pneu. Da dauerte es nicht lange, bis es ordentlich geknallt hat. Die hintere Felge hat auf einer Seite eine heftige Delle gekriegt, sodass sie nicht mehr Tubeless-tauglich war. Und das am ersten Tag des einwöchigen Camps ohne Ersatzrad. Mangels passenden Werkzeugs musste die Felge mit einem Rollgabelschlüssel wieder gerichtet werden, was beinahe gelungen wäre. Beim letzten Versuch, den Rand noch etwas gerader zu biegen, wurde das Werkzeug etwas zu tief angesetzt und zack war die Felgenoberseite eingedrückt und durchgebrochen. Mist! 
 
Ersatz war nicht vorhanden, so wurde einfach ein neuer Reifen auf das lädierte Rad aufgezogen, dieser war trotz der noch leichten Delle Tubeless-dicht. Da der Riss nur auf der Oberseite war, hatte das keinen Einfluss auf die Dichtheit.
 
Wegen der Befürchtung, die Felge könnte bei einem erneuten Durchschlag brechen, wurde bei der ersten Fahrt der Luftdruck um einiges erhöht, was zu einer Einbusse beim Grip führte. Also wieder runter auf 1.2 Bar und siehe da, das Laufrad hielt stand. Trotz Riss ist es immer noch fahrtüchtig und hat noch weitere 8000 Tiefenmeter heftigste Trails mitgemacht, ohne weiteren Schaden zu nehmen.
 
Für genau solche Fälle bietet Hunt Wheels ein Crash-Replacement mit 40 Prozent Rabatt auf eine neue Felge und übernimmt das Umspeichen.
 
Das Vorderrad hat den halbjährigen Test schadlos überstanden. Die Speichenspannung hat nur minim nachgelassen und es läuft noch immer gerade wie zu Beginn.
 
Fazit
Der Radsatz Trail Wide MTB von Hunt hat durchwegs überzeugt und bietet hohe Performance zu einem geringen Preis. Speziell die Hinterradnabe mit der engen Verzahnung des Freilaufs gefällt. Der Defekt der Felge war eine Folge des heftigen Durchschlags und des Reifenschadens. Auch teurere Produkte hätten sicherlich eine Delle davongetragen.Entscheidend ist, dass der Radsatz im Anschluss ohne Einbussen einsatzfähig war, obschon er verbogen und mit einem Riss versehen war.
 
Preis: ab CHF 419.00
 
Hersteller/Vertrieb
www.huntbikewheels.cc
 
 

Muc-Off Fahrradreiniger – Schnäppchen-Tipp

Ist das Sparschwein vollends leer, bleibt immer noch die Möglichkeit, sein Bike zumindest optisch auf Vordermann zu bringen. Denn strahlt es in neuem Glanz, macht das Fahren auch mit dem alten Göppel wieder Freude.
 
Erster Eindruck
Die grellpinke Flüssigkeit schaut nicht gerade umweltfreundlich aus. Ist sie gemäss Muc-Off aber. Der auf Nanotechnologie basierende Reiniger ist frei von FCKW, Lösungsmitteln und Säuren sowie biologisch abbaubar. Er wird in einer handlichen 1-Liter-Flasche mit Zerstäuber angeboten. Nachfüllbehälter gibt es in 1-, 5- oder 25-Liter-Gebinden sowie als Konzentrat, das mit Wasser verdünnbar ist.
 
Im Einsatz
Für eine maximale Wirkung muss man das Bike erst von grobem Schmutz befreien. Am besten geht das mit einem Gartenschlauch oder einem Druckreiniger. Danach das ganze Bike mit einem dünnen Film einsprayen und für drei bis fünf Minuten einwirken lassen. Bei eher hohen Temperaturen gilt es drauf zu achten, dass das Reinigungsmittel nicht eintrocknet. Nach der Einwirkzeit einfach das Bike wieder gut mit Wasser abspritzen und das war’s. Das Putzen mit Schwamm oder Bürste ist nur nötig, wenn der Dreck schon seit Langem am Bike klebt und stark eingetrocknet ist.
 
Wer sein Bike regelmässig mit diesem Putzmittel pflegt, wird staunen, wie lange es neuwertig aussieht. Die Inhaltsstoffe reinigen nicht nur, sie schützen ebenso die Oberflächen vor Verwitterung.
 
Fazit
Der Muc-Off-Fahrradreiniger ist ein wahres Wundermittel. Damit sehen Bikes auch nach mehreren Jahren noch 1a aus – wenn man sie nach jeder Schlammschlacht damit putzt. Das Mittel greift weder Karbon noch Gummiteile an und ist unbedenklich für Bremsscheiben und -beläge. Einzig auf gewissen Titanlegierungen hinterlässt es unschöne Flecken, da gilt es vorab zu testen, ob der Bike-Rahmen sich mit dem Reiniger verträgt.
 
Preis: CHF 19.90
 
Hersteller/Vertrieb
www.muc-off.com / www.intercycle.com

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(siehe Leistungsübersicht BIKESHOP-PARTNER (PDF) und BIKEHOTEL-PARTNER (PDF))