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Test: Flyer «Uprcoc 6 8.90»

Das Uproc ist eine imposante Erscheinung und denkt man sich die Batterie und den Motor weg, ginge dieses Bike glatt als Enduro-Bolide durch. Imposant ist nicht nur die Optik, sondern auch seine inneren Werte. Denn im Bosch-Motor warten 350 Watt darauf freigelassen zu werden.

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Fotos© Philipp Ruggli

Enduro-Feeling mit elektronischem Doping.

Das Uproc ist eine imposante Erscheinung und denkt man sich die Batterie und den Motor weg, ginge dieses Bike glatt als Enduro-Bolide durch. Imposant ist nicht nur die Optik, sondern auch seine inneren Werte. Denn im Bosch-Motor warten 350 Watt darauf freigelassen zu werden. Die Kraft auf das 26-Zoll-Hinterrad bringt die XTR-Schaltung. Für ein agiles Handling haben sich die Flyer-Ingenieure bewusst für ein kleines Hinterrad entschieden. Vorne sorgt ein 27.5-Laufrad für ein besseres Überrollverhalten. Beim Rollmaterial für das Uproc 6 wählt Flyer die stabilen und rennsportgeprüften 1501-Spline-EX-Laufräder von DT Swiss. Auch sonst ist dieses E-Enduro stark spezifiziert.

Die Sitzposition des Flyer Uproc ist zentral, bequem, aber mit einer Prise sportlichkeit. So fährt es sich auch angenehm geradeaus und berghoch. Bereits im Eco-Modus schiebt der Bosch-Antrieb schon gut voran, wenn auch noch im gemächlichen Tempo. Wird es steiler fährt es sich im Tour-Modus bald angenehmer. Jedoch fällt auf, dass der Bosch-Motor erst bei Trittfrequenzen ab rund 70 Umdrehungen pro Minute sich optimal entfaltet. Will man mal aus dem Stand mit schwerem Gang losfahren, bleibt dies also streng. Somit gilt auch hier, den richtigen Anfahrtsgang sowie den Eco- oder Tour-Modus zu wählen.

Im Gelände und je nach Passage und Steilheit empfiehlt es sich auch, nicht mit voller Leistung zu fahren. Der Vortrieb im Turbo-Modus ist derart stark, dass es dann keine falschen Manöver verträgt. Der Umgang mit diesem schnellen Geschütz will also gelernt sein. Zudem hält der Akku in den oberen Stufen auch nicht ewig: Nach 60 Minuten und 600 Höhenmeter steilem Aufstieg im Sportmodus ist dieser leer. Für Touren sind die untersten Modi schon effizienter.
Berghochfahren auf verwurzelten, steileren Trails gestaltet sich auch schwieriger als gedacht. Mit ein Grund ist wohl das kleinere Hinterrad durch welches der Schwerpunkt ein wenig nach hinten tendiert. Obwohl der Akku das Gewicht auch aufs Vorderrad verteilen soll, erscheint die Front verhältnismässig leicht, weshalb das Bike in solchem Gelände ungewohnt früh aufbockt. Hier sprechen wir aber klar von technisch anspruchsvollen Anstiegen.
Hat man sich an diese Eigenart gewöhnt und findet den richtigen Tretrhythmus, werden plötzlich Anstiege möglich, die man zuvor zu Fuss ging.

Bergab fährt sich das Uproc 6 für ein 22 Kilogramm schweres Bike sehr manövrierfreudig. Selbst Spitzkehren fahren sich mit diesem E-Enduro-Bike recht gut, wobei sich das Handling klar von dem eines unmotorisierten Bikes unterscheidet. Bei schnellen Richtungswechseln schleppt es ein wenig, was aber vom Gesamtgewicht und der hohen Laufruhe gegeben ist. Letztere kommt einem wiederum in schnellen Abfahrten entgegen.
Beim Fahrwerk hat Flyer einen super Job gemacht, bügelt dieses doch einiges flach, spricht fein an und besitzt trotzdem die nötige Progression. Ruppige Abfahrten sind deswegen gut machbar, aber trotzdem mit Vorsicht zu geniessen. Da viel Gewicht auf dem Hinterrad lastet, ist ein Durchschlag auf die Felge schnell passiert. Hier sollte man sicherlich mit dem Reifendruck ein wenig hoch. Das entlasten des Hinterrades muss man jedoch bewusster machen und auch der Bunny Hopp benötigt ein anderes Timing.

Fazit: Das «Uproc 6 8.90» kommt dem Enduro-Feeling schon sehr nahe. Nur macht in diesem Fall das bergauf fahren fast mehr Spass als bergab, da die 350 Watt maximale Unterstützungsleistung Aufstiege ermöglichen, die man sonst gerne schiebt. Wie man dieses Bike einsetzt ist letztendes jedem selbst überlassen, für uns ist jedoch klar: mit so viel Leistung umzugehen will gelernt sein.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Aluminium
Preis: CHF 7'899.00, (ab CHF 6'699.00)
Gewicht: 13.9 kg (Grösse M, mit Pedalen)
Federweg: 160mm vo./ 160mm hi.
Gabel: Rock Shox Pike RC Solo Air
Federbein: RockShox Monarch Plus
Schaltung: Shimano XTR 1x11
Bremsen: Shimano Saint 203/180 mm
Kurbelgarnitur: Bosch
Felgen: DT Swiss 1501 Spline EX 26 Zoll hi. / 27.5 Zoll vo.
Naben: DT Swiss 1501 Spline EX
Reifen: Schwalbe Hans Dampf TrailStar 2.35 Snakeskin
Sattel: Ergon SM30
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth, 125 mm
Griffe: -
Vorbau: -
Lenker: -

Hersteller:  www.flyer-emtb.com

Testbericht erschienen in Ausgabe 03/2015 von Ride Magazin.
 

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