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Test: Canyon Spectral 125 CF – hart oder zart, aber nichts dazwischen

Das Spectral ist schon fast ein Klassiker im Canyon-Lineup. Es ist mit allen gängigen Laufradgrössen und als Mullet-Aufbau erhältlich sowie als E-Bike. Neuerdings gibt es eine kleine «Schwester», das Spectral 125 mit reduziertem Federweg. Hört sich niedlich an, ist es aber nicht. Die Short-Travel-Version mag eine harte Gangart.

Während aktuell viele Marken ihre Cross-Country-Bikes zu Down-Country-Maschinen «aufblasen», macht Canyon das Gegenteil und schafft eine Art Up-Enduro-Bike. 140 Millimeter an der Front und 125 am Heck hört sich nach einem spassigen Trailbike an. Das neue Spectral hat aber ganz klar Enduro-Gene.

Canyon nennt folgende differenzierende Eigenschaften:
1. Das Spectral 125 gehört zu den progressivsten Bikes in seiner Federwegskategorie. Die Geometrie mit dem 64-Grad-Lenkwinkel und dem tiefen Tretlager machen das Rad zum ultimativen Jibber unter den Trailbikes. Wir haben das Spectral 125 als perfekten Allrounder für alle Shredder entwickelt, die es nicht nur auf technischem Gelände krachen lassen, sondern an jeder Bodenwelle Style-Punkte sammeln wollen.
 
2. Chassis und Kinematik des Spectral 125 unterstreichen die progressive Ausrichtung. Das Spectral 125 erfüllt dieselben Kategorie-4-Kriterien in Bezug auf Robustheit und Widerstandsfähigkeit wie unser Wettkampf-Enduro Strive, und für ein Short-Travel 29er-Trailbike ist es äusserst abfahrtsorientiert. Durch die spezielle Kinematik kann das Bike trotz der knappen 125 Millimeter Federweg mit deutlich langhubigeren Bikes mithalten, klettert aber deutlich besser und ermöglicht einen sehr verspielten Fahrstil. 
 
3. Schliesslich ist das Spectral 125 ein Bike, das dauerhaft hart am Limit gefahren werden kann. Kraftvolle Bremsen, eine leistungsfähige Federung und clevere Features wie langlebige Lagerdichtungen und austauschbare Gewindeeinsätze sorgen dafür, dass das 125 immer wieder in hartem Gelände überzeugt.

Aussage von: Jack Noy, Brand Manager MTB Gravity bei Canyon

Besonderheiten

•    Rahmentasche Canyon Load – Aufbewahrungsbox für Werkzeug und Ersatzteile
•    Schraubpunkte unter dem Oberrohr
•    Sram-UDH-Schaltauge
•    Im Hub verstellbare Teleskopstütze 
•    Steckachse mit Hebelverlängerung
•    Geometrieverstellung via Flip-Chip

In der Ebene

Die Sitzposition ist angenehm aufrecht wie von ausgewachsenen Enduros gewohnt. Es tritt sich leicht und effizient vorwärts. Schnell wird klar, diese Maschine will auf Zug gefahren werden und mag es, wenn man ordentlich in die Pedalen tritt und mit viel Tempo durch die Gegend heizt. Das präzise Lenkverhalten in Kombination mit der gut ausbalancierten Geometrie sorgt auf moderatem Terrain für viel Spass.

Berg hoch

Das Spectral 125 geht grundsätzlich locker vom Hocker den Berg hoch. Und das, obschon es mit über 14 Kilo kein Leichtgewicht ist. Einzig sehr steile Singletrails sind eine Herausforderung. Da braucht es starke Beine oder ein kleineres Kettenblatt als das verbaute 32er. Ansonsten geht es mit viel Vortrieb über Wurzeln und Steine, als wäre der Untergrund flach. Dank dem straffen Fahrwerk wippte es auch im Wiegetritt kaum.

Berg runter

Für ein so kurzhubiges Bike hat es einen sehr flachen Lenkwinkel, der viel Laufruhe bringt, ohne dass es an Agilität einbüsst. Das Canyon geht gut um enge Radien, zieht aber auch schön durch lange Kurven. Feine Schläge schluckt das Fahrwerk kaum, je härter die Gangart, desto besser funktioniert es. Auch dann ist es kein Komfortwunder. Leichte Piloten erleben das Heck gar als zu stark gedämpft. Wer mehr Masse auf die Waage kriegt, kommt damit sicher besser zurecht. Die hohe Endprogression sorgt dafür, dass stets Reserven übrig bleiben. Die straffe Federung punktet als Entschädigung mit viel Gegendruck, wenn man für Sprünge ordentlich abdrückt – da geht das Canyon willig in die Luft. Wer schnell fährt, muss meist zünftig in die Bremse. Und da punktet das Spectral 125 mit einem sehr aktiven System, das sich gut kontrollieren lässt. Befährt man steiles und verblocktes Gelände, wo nicht Speed zählt, sondern eine gute Balance und hohe Fahrkünste, brilliert das Spectral 125 ebenfalls. Das gut ausgewogene Bike meistert engste Serpentinen, hohe Stufen und Rockslides ohne Mühe.

Fazit

Das Canyon Spectral 125 CF ist in zwei Welten zu Hause. Es mag Highspeed-Geballer ebenso wie ganz langsame Abschnitte, wo Balance vor Federweg geht. In moderatem Gelände macht es mässig Laune, ausser man bringt genügend Energie ins Fahrwerk. Das Bike hat da klar die Gene eines Race-Enduros und nicht eines Trailbikes.

Empfehlung

Wer ein Bike sucht, das wenig Federweg hat und dennoch wie ein Enduro gefahren werden kann, liegt beim Spectral 125 genau richtig. Das Rad passt auch gut für Menschen mit etwas mehr Körpermasse, die dadurch viel Energie ins Fahrwerk bringen. Für andere hilft der Gang zu einem Tuner, eine etwas softere Druckstufe wird da sicher Wunder bewirken.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: Karbon
Preis: CHF 5699.00 (ab CHF 2499.00 in Alu)
Gewicht: 14.2 kg (Rahmengrösse M, mit Pedalen)
Federweg:  140 mm vorne / 125 mm hinten
Federgabel: Fox 36 Factory
Federbein: Fox Float X Factory
Schaltung:  Sram GX Eagle AXS
Bremsen:  Sram Code RSC, 200/180 mm
Kurbelgarnitur:  Sram X1 CF Eagle, 170 mm
Laufräder: DT Swiss XMC 1501
Reifen:  V: Maxxis Minion DHR II 3C Maxx Terra EXO, 29 x 2.4
H: Maxxis Dissector, 29 x 2.4
Sattel: Ergon SM10 Enduro Comp
Sattelstütze: Canyon G5 Adjustable Dropper Post, 170 mm
Vorbau: Canyon G5, 40 mm 
Lenker: Canyon G5 Karbon, 780 mm, 30 mm Rise

Geometrie

Alle Daten hier: Link

Hersteller

www.canyon.com

Testbericht erschienen in Ausgabe No. 80 von Ride Magazin.
 

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