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Test: Bontrager «Line Pro 30 TLR» Laufradsatz mit Bontrager «SE4 Team Issue» Bereifung

Der Carbon-Laufradsatz von Treks Zubehör-Hausmarke Bontrager ist eine Kampfansage. Gerade mal 1400 Franken kosten diese Enduro-Rollkörper. Ob er mit den meist 1000 Franken teureren Radsätzen anderer Hersteller mithalten kann, haben wir in den letzten Monaten geprüft.

Bisher waren Carbon-Laufradsätze meist astronomisch teuer. Mit dem Bontrager «Line Pro 30 TLR» werden diese nun auch für Normalverdiener einigermassen erschwinglich. Rund 1400 Franken kostet der Enduro-taugliche Radsatz. Diesen gibt es alledings nur mit Boost-Nabenstandard, dafür als 27.5- und 29-Zoll-Version. Mit Letzterer haben wir ordentlich Steingartenarbeit verrichtet. 

Der Bontrager «Line Pro 30 TLR» entspricht dem aktuellen Trend. Die Felgen-Innenweite beträgt 29 Millimeter, die Aussenbreite ist 36 Millimeter. Als Verbingung zwischen Felgen und den hauseigenen Rapid-Drive-Naben dienen 28 Aerolite-Speichen von DT Swiss. Ab Werk kommt das Hinterrad mit einem Shimano-Standardfreilaufkörper. Der Sram XD-Body muss zusätzlich erworben werden  – dieser ist für 100 Franken im Fachhandel erhältlich. Rund 1740 Gramm sind für die 29-Zöller ein guter Wert wenn man bedenkt, dass diese nicht auf Leichtbau getrimmt sind, sondern den Belastungen in Enduro-Rennen standhalten sollen. Trek hat uns passend zu den Testlaufrädern Bontragers «SE4 Team Issue» Reifen in 2.4 Zoll Breite mitgeliefert. Diese wiegen jeweils rund 900 Gramm und versprechen einen Pannenschutz auf Downhill-Niveau.
 

Was man nicht spürt, kann nicht schlecht sein

Die Tubeless-Montage gelingt problemlos. Nur das Umrüsten des Nabenkörpers auf Sram's XD-System ist etwas umständlich, das könnte einfacher gehen. Es wäre begrüssenswert, wenn man beim XD-Body nicht auch noch die Sperrklinken selbst aus- und umbauen muss. Das ist zwar keine Mammutaufgabe, aber dennoch nicht ganz so benutzerfreundlich gelöst wie bei anderen Herstellern, wo dies im «Plug and Play Verfahren» geht, sprich Body weg und neuer dran.

Beim Fahren verhalten sich die Laufräder unaufällig. Schon nach ein paar Kurven verschwendet man einen Gedanken mehr an sie. Die «Line Pro 30 TLR» mussten in den vergangen Monaten einiges über sich ergehen lassen: Von Schnee- und Schlammfahrten über verblockte, steinige Trails und auch Abstecher in den Bikepark. Die Laufräder mussten zu kurz geratene Sprünge und einige Durchschläge einstecken. Abgesehen von ein paar oberflächlichen Kratzern offenbarte der Laufradsatz keine Schwächen. Mit der Testdauer hatte sich die Speichenspannung zwar etwas reduziert, so dass nach sechs Monaten ein Nachspannen erforderlich war. Seither drehen die Räder noch immer schnurgerade.
 

Und dann knallt es beim Fotoshooting…

Der Testbericht ist geschrieben, und es fehlen nur noch die Bilder. Doch beim Shooting kommt es dann anders als geplant. Bei der Fotofahrt über ein grobes Steinfeld schlägt der Reifen durch, der Schuss ist im Kasten aber die hintere Felge quittiert ihren Dienst. Sie ist eingerissen und die obersten Carbon-Schichten aufgebrochen. Dennoch kein Totalausfall, die Fahrt in die Talebene gelingt ohne, dass die Felge kollabiert.

Das Hinterrad wurde danach von der Firma Trek inspiziert, die folgendes Statement abgab:
«Beim getesteten Bontrager «Line Pro 30 Laufrad» liegt kein Materialfehler vor. Unsere Laufradexperten sind zum Schluss gekommen, dass äussere Einwirkungen zum Strukturschaden geführt haben. Felgen an Downhill und Enduro Bikes sind grundsätzlich einer grösseren Belastung ausgesetzt als Laufräder im CX- oder im Rennradsegment. Im Verhältnis zum Gewicht sind Carbon-Fasern zwar fester als Aluminium und hält auch enormen Zugbelastungen stand, Carbon ist andererseits bei sehr starker Druckbelastung durch Impacts oder Steinschlag, ausgelöst durch Stürze oder Fahrfehler, anfälliger auf Strukturschäden. Insbesondere bei niedrigem Reifendruck, wie er im Enduro-Bereich zum Teil gefahren wird. Betrachtet man die Line Pro 30 Laufrad-Modelle generell, so verzeichnet Trek bei dieser Linie keine erhöhten Garantiefälle. Trek bietet mit seinem Carbon-Care-Programm seinen Kunden bei Beschädigungen ausserhalb der Garantie einen Preisnachlass auf Ersatzmaterial an.»
 

Zweite Runde

Ein neues Hinterrad wird geliefert und der Laufradsatztest geht drei Monate weiter. Dieses Mal werden die Felgen absichtlich nicht geschont. Ganz zur Sorge der Kollegen wird nur noch vollgas gefahren (zumindest fast), und das mit einem minimalem Luftdruck von 1.1 Bar – bei 65 Kilogramm Körpergewicht wohlgemerkt. Auch im Bikepark muss sich der «Line Pro 30» Radsatz noch einmal behaupten. Die Laufräder, insbesondere das Hintere, haben abermals unzählige Durchschläge erdulded. Die Optik musste dabei stark leiden, nicht aber die Fasern: Dieses Mal haben die Felgen Stand gehalten.
 

Fazit zum Laufradsatz

Die Laufräder gewähren die richtige Mischung aus Komfort und Steifigkeit. Das zeichnet sich dadurch aus, dass man sie schon nach wenigen Metern vergisst, weil die Eigenschaften passen. Mit Bontragers «Line Pro 30 TLR» Laufradsatz bekommt man sprichwörtlich «viel Kohle» für die 1400 Franken. Er ist sicherlich kein Fliegengewicht aber für ein 29 Zoll Enduro-Laufradsatz auch kein Schwergewicht. Zudem punktet er mit einem angenehmen Fahrverhalten und seiner Belastbarkeit. Eine Felge kann immer mal grösseren Schaden nehmen, davor kein Hersteller gefeit.
 

Fazit zu den Reifen

So ähnlich ist es mit der «SE4 Team Issue» Bereifung. Wenn es um Pneus geht, bin ich sehr heikel, und es braucht eine Weile bis das Vertrauen an neue Reifen da ist. Denn jeweils gilt es zuerst das Limit dieser auszuloten. Doch an die Bontrager-Gummis verlor ich bald keine Gedanken mehr. Diese sind zwar eher unaufgeregt aber sehr zuverlässig – kurzum sehr gute Allround-Reifen. Sie brillieren nicht mit irgendwelchen Eigenschaften, zeigen aber auch keine merklichen Schwächen. Der Rollwiderstand ist deutlich besser als bei den meisten Enduro-Reifen anderer Hersteller. Nur im nassen und schlammigen Terrain vermochten sie nicht mehr mit ihren grobstolligen Pendandts mitzuhalten.

UVP Radsatz: Vorderrad CHF 669.00, Hinterrad CHF 729.00
UVP Reifen: CHF 59.00

Infos zum Radsatz: www.trekbikes.com

Infos zu den Reifen: www.trekbikes.com

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