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Test: Absolut Black Oval 34 – das ovale Kettenblatt für den runden Tritt

Nachdem Shimano ihre Biopace-Kettenblätter vom Markt genommen haben, wurden jegliche Versuche, ovale Kettenblätter neu zu lancieren, oft belächelt. Trotzdem sind solche noch immer erhältlich, ja füllen Marken wie Absolute Black sogar erfolgreich diese Nische. Was an dem «eiernden» Kettenblatt dran ist, wurde während der vergangenen Bike-Saison in verschiedensten Tests herausgespürt.

Nachdem Shimano ihre Biopace-Kettenblätter vom Markt genommen haben, wurden jegliche Versuche, ovale Kettenblätter neu zu lancieren, oft belächelt. Trotzdem sind solche noch immer erhältlich, ja füllen Marken wie Absoluteblack sogar erfolgreich diese Nische. Was an dem «eiernden» Kettenblatt dran ist, wurde während der vergangenen Bike-Saison in verschiedensten Tests herausgespürt.

Vor Saisonbeginn wurde das originale 32er X01-Kettenblatt von Sram mit einem ovalen 34er-GPX-Blatt für 1x11-Schaltsysteme von Absoluteblack ausgetauscht. Entsprechende Kettenblätter sind übrigens für die meisten Kurbelsysteme erhältlich. Warum wählte ich ausgerechnet ein grösseres Kettenblatt als ich zuvor hatte? Zum einen standen einige Enduro-Rennen auf dem Programm, an denen das 32er schon mal knapp werden kann. Zum andern war es die Neugier, ob die angeblich bessere Kraftübertragung den grösseren Kraftaufwand wettmacht.
Die Frage stellte sich auch, ob die Kette ebenfalls so gut auf dem Blatt hält, wie beim Original von Sram. Dafür verzichtete ich darauf, wie sonst an Enduro-Rennen üblich, eine Kettenführung- oder Sicherung einzusetzen.
 

Von der Montage zur ersten Pedalumdrehung

Absoluteblack hat die optimale Form und Position ausgetestet und lässt nur eine Montage-Position zu. So muss man sich, oder der Fahrradmechaniker muss sich keine Sorgen machen, das Kettenblatt vielleicht in einer wirkungslosen Position montiert werden könnte. Das vereinfacht diese Arbeit erheblich. Wichtig ist, die Kettenblattaufnahme an der Kurbel zu reinigen und die Verbindung mit etwas beständigem Fett zu behandeln, dass später keine Knackgeräusche entstehen. Vor dem eindrehen der Schrauben schadet je einen Tropfen Schraubensicherungsmittel ebenfalls nicht.

An der vorgegebenen Position soll das ovale Blatt genau das bewirken, was der Vorgänger «Biopace» ebenfalls hätte bewirken sollen – für eine bessere Kraftübertragung sorgen. Im Weiteren sollen so auch die Belastungsspitzen auf die Gelenke reduziert werden und auch die Traktion gesteigert werden. Das sind schon einige schöne Versprechen.

Der vor- und nachher Test auf dem Parkplatz liess mich den Unterschied bereits spüren. Der Tritt fühlte sich tatsächlich etwas runder an. Bei starken Antritten stellte ich allerdings eine minimal grössere Verwindung fest, als beim Original von Sram.
 

Die Gelände-Tortur

Was beim Parkplatztest bereits zu spüren war, verdeutlicht sich dann auf den ersten Touren beim längeren bergauf fahren. Die ovale Form des Absoluteblack-Kettenblattes hinterlässt ein sehr angenehmes Trittgefühl. Anstiege die ich zuvor schon oft mit dem runden 32er-Blatt absolviert hatte, geben mir dafür die beste Referenz ab. Die zwei Zähne mehr sind da spürbar – die Trittfrequenz ist im leichtesten Gang tiefer. Das Gewürge bleibt aber aus, selbst wenn es steiler wird. Dass der Tritt ist deutlich harmonischer geworden ist und die Muskulatur trotz des grösseren Kettenblattes auch auf längeren Touren nicht so sehr ermüdet, sind für mich überzeugende Argumente für das Absoluteblack Oval. Da ab und zu mal meine Knie etwas zicken, kann ich die Aussage mit den geringeren Belastungsspitzen auf die Gelenke ebenfalls bestätigen – selbst beim 34er-Blatt.

Das erste Enduro-Rennen steht an. Es schüttet aus kübeln und wie es um die Kraftübertragung steht, interessiert mich für einmal gar nicht. Das Bike füllt sich während den Abfahrtsetappen zunehmend mit Schlamm und auch der Antrieb wird ordentlich zugekleistert. Trotz kleinsten Kieseln, Grashalmen und Dreck im Antrieb, bleibt die Kette an Ort und Stelle. Diese erste Prüfung hat das Blatt bereits gut gemeistert.

Staubtrockene Trails, lange Abfahrten und ruppiges Gelände erwarten mich beim darauffolgenden Enduro-Rennen. Wenn die Kette also runterfällt, dann müsste es an diesem Rennen passieren. Doch dieser Fall tritt nicht ein. Sie wird auf den Zähnen sicher geführt, als wäre es das originale X01-Kettenblatt.
Am selben Rennen sind in den Abfahrtsetappen auch knackige Gegenanstiege zu bewältigen. Von der anfänglich auf dem Parkplatz gefühlten Verwindung ist in den kurzen Rampen im Rennen nichts zu spüren. Die Kraft wird beim Sprinten bestens übertragen.

Fazit
Mit dem ovalen Kettenblatt von Absoluteblack fährt man auf der Tour nicht schneller oder gewinnt deswegen ein Rennen und trotzdem überzeugt es. Es erlaubt einen harmonischeren Tritt, vermindert Belastungsspitzen auf Gelenke und verbessert die Kraftübertragung was gerade bei langen Bergfahrten von Vorteil ist. Die Kette hält ohne Kettenführung in praktisch allen Situationen auf dem Blatt und das auch noch, wenn das Blatt eine Saison hinter sich hat. Absoluteblack hat also mit ihrem Oval keine leeren Versprechungen gemacht – ein Tipp für alle Biker die gerne mal was an ihrem Zweirad optimieren.

www.absoluteblack.cc

 

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