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Spitzen-Bikes auf Pikett: Wildhabers «Rauchmaschine» Cube Stereo 170

Vor rund einem Jahr bekamen wir erstmals Gusti Wildhabers Stereo-170-Prototyp von Cube zu Gesicht. Der Sarganser Enduro-Profi hat nun die neuste Ausgabe dieses Bikes im Keller stehen, mit ein paar Extras und in den Farben des Cube Action Team. Es ist das dritte Race-abstinente Profi-Bike das wir unter die Lupe nehmen.

Aluminium für mehr Flexibilität

Dem Prototypen-Stadium ist das Modell «Stereo 170 HPA 29» mittlerweile entsprungen und im Fachhandel erhältlich. Das Team-Bike wie es Gusti Wildhaber fährt, ist aber doch etwas anders. Die Lackierung gibt es nur für die Fahrer des Cube Action Teams und auch der Rahmen ist etwas anders. Zudem besteht dieser interessanterweise aus Aluminium, während die ganze Zweiradwelt scheinbar nur nach Carbon schreit. So fern ist Carbon aber trotzdem nicht, und die Gründe die Wildhaber dafür nennt, klingen plausibel: «Wir testen gerne mit Aluminium, so können die Ingenieure schnell unsere Änderungswünsche umsetzen und so die perfekte Endversion für die Carbon-Variante kreieren.»

Ein Änderungswunsch betrifft beispielsweise die Rahmengrösse. Mit einer Körpergrösse von 183 Zentimetern fährt er einen XL-Rahmen, allerdings mit einem kürzeren Sattelrohr entsprechend eines L-Rahmens, wie Wildhaber erklärt. Weiter führt er aus: «Ich bin aber auch kein Gegner von Aluminium-Rahmen. Die Fahreigenschaften die das Material mit sich bringen, taugen mir. Da der Rahmen mehr Flex hat als einer aus Carbon, habe ich das Gefühl, dass man ein paar Prozent mehr an Gripp gewinnt und er besser Dämpft. So bleibt auf langen Abfahrten zum Schluss auch mehr Energie.»

Neustes Federwerk

An Wildhabers Twentyniner sind die neusten Federelemente aus dem Hause Fox verbaut. Vorne die 38-Factory-Gabel, hinten das neue Float-X2-Federbein. Dass die 170 Millimeter Federweg nicht nur optimal genutzt werden, sondern der 31-Jährige schnell ist, wird das Fahrwerk wie folgt abgestimmt: Das Luftvolumen seiner 38-Forke wird aktuell mit zwei Token verringert, bei einem Luftdruck zwischen 100 und 105 Psi.
Zwei Luftvolumen-Spacer sind auch im X2-Dämpfer verbaut, während der Luftdruck bei 215 Psi liegt. «Mit dem neuen Dämpfer fahre ich weniger Volumenspacer bei weniger Negativfederweg, so stehe ich zwar höher im Federweg, dank der lineareren Federkennlinie nutze ich aber trotzdem den ganzen Federweg», erklärt der 77 Kilogramm schwere Wildhaber sein Fahrwerk-Setup.

Um Tempo und Bodenhaftung nicht zu verlieren, tragen vor allem auch die Reifen ihren Teil dazu bei. Vorne greift Schwalbes «Magic Mary DH Ultrasoft purple» mit 1.4 Bar Luftdruck, hinten ein «Magic Mary DH Soft orange» mit 1.7 Bar in den Untergrund. Zudem verzichtet er auf Reifen-Inserts.
Auffallend ist, dass die 29-Zoll-Reifen nur mit 2.3 Zoll Breite angegeben sind. «In Kombination mit den Newmen-A30-Laufrädern mit 30-Millimeter-Felgen bekommt der Reifen genügend Volumen. Bei breiteren Reifen verliere ich zudem an Gripp, da die Reifenoberfläche zu wenig Druck auf den Boden aufbaut.

Steuern und Bremsen

Die Lenkzentrale am Stereo 170 HPA kommt von Race Face, bestehend aus 32 Millimeter kurzem Turbine-Vorbau mit 35 Millimeter Klemmung und Next-Carbon-Lenker mit 35 Millimeter Rise und 770 Millimeter Breite. Aufgrund des XL-Hauptrahmens mit 133 Millimeter hohem Steuerrohr baut das Bike höher, weshalb Wildhaber auf Vorbau-Spacer verzichtet.

Nicht verzichtet wird hingegen auf die maximale Brems-Power. «Ich liebe das knackige Bremsverhalten der XTR-Trail-Bremse in Kombination mit 203 Millimeter grossen Bremsscheiben an Vorder- und Hinterrad.» Zu dieser Kombination gehören auch Shimanos Resin-Bremsbeläge.

Ebenfalls von Shimano stammen auch XTR-Schaltung und -Antrieb. Wie im Enduro gängig, tritt auch Gusti Wildhaber in 170-Millimeter-Kurbeln, bestückt mit einem 32er-Kettenblatt. In Zaum gehalten wird die Kette von OneUp’s Bash Guide – Kettenführung und Bashguard in einem.

Viel Bewegungsspielraum

«Ich liebe dieses Bike! Trotz seinen etwas über 15 Kilogramm und der Grösse fühlt es sich spritzig an und gibt mir jederzeit das Gefühl, Reserven zu haben. Der lange Radstand erachte ich persönlich als absolut Sinnvoll in diesem Sport und auch bei den Geometrien der Zukunft. Es gibt einem viel mehr Raum sich im Rad zu bewegen und bietet auch mehr Sicherheit.»

Mehr ist mehr?

Wo einst 150 Millimeter Federweg und 27.5-Zoll-Laufräder als völlig ausreichend galten, geht der Trend im Enduro-Rennsport deutlich hin zu Mini-Downhill-Bikes. Denn mit 170 Millimetern Federweg liegen sie nicht mehr so weit von den reinen Abfahrtboliden entfernt.
Wenn auch aus den oben genannten Gründen, dass Gusti Wildhaber und seine Cube-Team-Kollegen auf Aluminium-Bikes unterwegs sind, zeigt dass man aus dem Leichtmetall nach wie vor konkurrenzfähige Mountainbikes bauen kann.

www.cube.eu

 

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