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Spitzen-Bikes auf Pikett: Flückigers Thömus Lightrider Worldcup im Bike Check

Weltweit warten Rennfahrer sehnlichst auf den Neustart der Mountainbike-Rennsaison. Dabei wären die Fahrer bereit, um Höchstleistungen abzurufen. Währendessen schlummern die neuen Bikes in den Kellern und warten auf ihre Einsätze. Grund genug, das Material der Schweizer Profis etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Heute zeigen wir Mathias Flückigers rote Rakete, das Thömus Lightrider Worldcup.

Von «Thömus RN Swiss Bike Team» Mechaniker Gavin Black minuziös aufgebaut, stehen die Teambikes nun arbeitslos rum, bis sie hoffentlich noch diesen Sommer zum Einsatz kommen. Eines davon ist der Lightrider Worldcup von Mathias Flückiger – ein Bike mit einer guten Portion Swissness.
Dieses ist schon farblich ein Hingucker: Sonst im gewohnten Thömus-Rot trägt der Team-Rahmen dieselbe Farbe wie deren WM-Bike 2019. Im Gegensatz zu diesem wurde der neue Rahmen zusätzlich lackiert, was die Farbe intensiver strahlen lässt.

Neu entwickelter Rahmen

Eigens für die Rennsaison und im Hinblick auf Olympia 2020 wurde mit dem Lightrider Worldcup nochmals ein neuer Rahmen entwickelt. «Er wird den Anforderungen der heutigen Rennen nochmals besser gerecht. Das Fahrwerk des Vorgängers war bereits sehr gut, aber auch hier haben wir Details verändert», verrät Mathias Flückiger, der bei der Entwicklung involviert war.

Der Rahmen ist nun noch etwas steifer aber auch vielseitiger Abstimmbar. Der Lightrider Worldcup verfügt über einen Lenkwinkel von 69.1 Grad bei einer 100 Millimeter Federgabel. «Wir haben die Möglichkeit eine 110 Millimeter Gabel zu fahren. Das gibt auf steilen Strecken etwas mehr Sicherheit», so der 31-Jährige weiter. Beim neuen Fahrwerk wurde sogar etwas zurückbuchstabiert, da dieses laut Flückiger fast zu sensibel war. Dank einem tieferen Übersetzungsverhältnis des Umlenkhebels, wurden die Pedaleinflüsse nochmals minimiert.

Viel Hightech aus der Schweiz

Ein umfassender Ausrüster des «Thömus RN Swiss Bike Teams» ist DT Swiss. Die Bieler stellen Laufräder, Federgabel und Dämpfer sowie die Variosattelstütze zur Verfügung. Interessant ist, dass Flückiger die neuen XRC1200-Spline-Laufräder gegenwärtig dem Trend mit 25 Millimeter breiten, anstatt mit 30 Millimeter breiten Felgen fährt. Er begründet diese Wahl mit dem besseren Zusammenspiel zwischen Felgen und Reifen.
Bereift sind die Felgen mit Schwalbes Thunder Burt Evo TLE in 29x2.25 Zoll – natürlich je nach Witterung und Bodenbeschaffenheit. Dazu wählt Flückiger den Reifendruck zwischen 1.2 bis 1.3 Bar.

Für die Schlagabsorbierung sorgt DT Swiss’ neue Cross-Country-Forke, die F232 One, meist mit 100 Millimeter Hub. Das Hinterrad wird von einem R232-One-Dämpfer entlastet – der Hinterbau bietet ebenfalls 100 Millimeter Federweg. Je nach Rennen variiert Flückiger mit der Progression der Federgabel mittels der Anzahl Volumenspacer. Der Luftdruck bewegt sich zwischen 80-90 Psi. Den Dämpfer fährt Flückiger im Verhältnis zu Gabel mit etwas weniger Negativfederweg. «Einerseits um hinten den ganzen Federweg zu nutzen, aber auch um etwas mit dem Lenkwinkel zu spielen.» Auch die Progression des Dämpfers wird mit Volumenspacer verändert, verrät er weiter: «Für das Weltcup-Rennen in Nove Mesto wähle ich ein progressives Fahrwerk. In Lenzerheide eher ein lineares. Generell mag ich den Hinterbau aber eher linear, also weniger Gegendruck im Dämpfer.

Hingegen nur über 60 Millimeter Hub verfügt DT Swiss’ Erstling der Variosattelstütze D232 One. Sie wird von Mathias Flückiger und seinen Team-Kollegen in diesem Jahr zu ersten Mal eingesetzt. Ein grosser Pluspunkt neben dem geringen Gewicht ist ihre leichtgängige Bedienung.

Magie am Bike?

Nein, David Copperfield war hier nicht am Werk. Da der Lightrider-Rahmen ohne Kabeleingänge am Steuerkopf auskommt, verschwinden die Kabel durch den Steuersatzdeckel geführt im Oberrohr. Keine Magie sondern handelt es sich beim Steuersatzdeckel lediglich um eine Eigenentwicklung. Der Vorteil ist, dass der Steuerkopf ohne Kabeleingänge steifer wird.

Vom «Zauberer» aber ebenfalls nicht magisch sind die Wizard Stickers – ehemals Axxios. Jedes Material gibt bei seinem Einsatz Schwingungen ab. Diese kleinen geprägten Aluminiumaufkleber bewirken, dass ermüdende Schwingungen, die man als Vibrationen wahrnimmt, gehemmt werden bevor sie in den Fahrer gelangen können. Platziert sind sie an neuralgischen Punkten des Hauptrahmens wie die Ausfallenden des Hinterbaus, am Hauptrahmen oder Lenker. Letzterer, wie auch der Vorbau, stammt übrigens aus der Deutschen Teileschmiede Newmen. «Deren Lenker und Vorbauten sind leicht und trotzdem sehr steif. Genau das was es im Cross Country braucht», sagt Team-Chef Ralph Näf.

Komm in die Gänge

Die 1-12 XTR-Schaltung ziert nicht nur den Lightrider Worldcup, sie sorgt auch für präzise Gangwechsel, selbst während unschönen Schaltvorgängen in hektischen Startphasen. Mathias Flückiger setzt je nach Strecke auf Kettenblätter der Grösse 34 oder 36.

Die Kraft die der Weltcup-Sieger von Albstadt auf die Kurbel bringt, wird vom integrierten Stages-Powermeter Wattmesssystem gemessen und das Garmin-Gerät gesendet.

Sein Tempo unter Kontrolle hält Flückiger mit der XTR-Race-Bremse und 160-Millimeter-Bremsscheiben. Bei den Bremsbelägen setzt er auf die organischen die mehr Biss bieten.

Weltklasse-Bike vom Bauernhof?

Thömus wirbt mit dem Slogan «Hightech vom Bauernhof». Damit schiesst die kleine Marke keinesfalls über das Ziel hinaus. Schon lange können deren Bikes mit den besten mithalten, und das haben Mathias Flückiger und seine Team-Kollegen des Öfteren unter Beweis gestellt. Die rote Rakete muss allerdings noch etwas im Bike-Keller verharren, ehe sie das erste Mal in den Renneinsatz kommt. Verstecken muss sich der Lightrider Worldcup aber auch dann nicht – noch weniger denn je.

www.rnracingteam.ch
www.thoemus.ch

 

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