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Solar-Camper: So geht unabhängig

Solarmobile kennt man seit den Achtzigern. Der Solar Camping-Bus, den holländische Studierende gebaut haben, bewegt sich auf einem ganz anderen Level. Die erste grosse Fahrt führte von Eindhoven nach Tarifa an der Südspitze Spaniens. Hunderte Kilometer legten die Holländer pro Tag zurück und bis zu 120 Kilometer pro Stunde.

Die Hauptsorge heutiger E-Auto-Fahrer: Wo gibt es Ladestationen? In einschlägigen Foren tauschen sie sich aus, auf welcher Route sie es beispielsweise bis an den Gardasee und wieder zurück schaffen, ohne dass ihnen der Saft ausgeht. Solche Bedenken kennt das «Solar Team Eindhoven» nicht, denn der Camper, den sie entwickelt und als Prototyp gebaut haben, holt sich die elektrische Energie von den Solarpanels am Fahrzeug. Bei Aufenthalten lassen sich weitere PV-Module ausfahren. Logisch, dass auch die Markisen Sonnenenergie einfangen und im Akku speichern.

«Stella Vita» haben die Maschinenbaustudierenden der Uni Eindhoven ihren Van getauft und bezeichnen ihn auch als fahrendes Tiny House für Zwei. «Stella Vita generiert genug Solarenergie, damit die Passagiere fahren, duschen, TV schauen, den Laptop aufladen und Kaffee machen können» zählen die Macherinnen auf ihrer Website auf.

600 Kilometer am Tag, selbst bei Regen

Bis zu 730 Kilometer schaffe Stella Vita an einem Tag, wenn man energiesparend fahre, verspricht die Medienmitteilung. Dazu gehört wohl nicht, das Reisemobil mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h bewegen. Aber wenn’s mal sein muss, geht’s mit dem Solar Camper flott voran. Das Vehikel wurde offensichtlich auch aerodynamisch optimiert. Ein Camper mit weniger Luftwiderstand dürfte schwer zu finden sein.

Sonne gab es vor allem in Spanien natürlich mehr als genug. Selbst in voller Fahrt speichere der Van mehr elektrische Energie, als er brauche, um vorwärts zu kommen, verkünden die jungen Ingenieure stolz. Doch wie sieht es bei Regen aus? Bleibt man dann stehen? «Die Solar Panels versorgen das Batteriesystem mit Energie. Darum ist es mit vollem Akku sogar bei Regen möglich, bis zu 600 Kilometer weit zu fahren», erklärt Teamleiter Kjell Revenberg auf Anfrage.

1700 kg wiegt Stella Vita. Wie wirkt es sich auf die Performance aus, wenn ein bikendes Paar seine ganze Ausrüstung mitnimmt? Das zusätzliche Gewicht sei kein Problem, antwortet Kjell und es gebe im Innern des Campers genügend Platz dafür. Die Bikes aussen zu befestigen ist gemäss dem Holländer aber keine Option, denn das würde die Aerodynamik stören.

Stella Vita ist ein Prototyp, der beweist, dass ein energieautarkes Wohnmobil keine Utopie mehr ist. Von der Serienproduktion ist das Unikat aber noch weit entfernt. Man habe noch keine entsprechenden Anfragen erhalten, sagt Kjell Revenberg. «Wir hoffen, dass ein Unternehmen uns kontaktiert.»

Weitere Infos: solarteameindhoven.nl
 

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